Chilis 2013
Es geht wieder los, die neue Chili-Saison ist trotz schlechtem Wetter eröffnet.
Da das Wetter bisher mehr als schlecht für eine Chili-Aufzucht war, habe ich keine Samen gepflanzt, sondern direkt kleine Pflanzen bestellt. Normalerweise kaufe ich meine Pflanzen in einem Gartenmarkt in Köln, doch dieses Jahr hatten die nichts Interessantes im Sorimant. So suchte ich im Internet, und wurde bei Chili-Haus. Dort bestellte ich vier Pflanzen:
- Lemon Drop (3,99 €)
- Aurora (3,99 €)
- Red Savina (3,99 €)
- Bhut Jolokia (4,99 €)
Die Pflanzen wurden per Post verschickt und sind unbeschadet hier angekommen. Beim öffnen stellte ich fest, dass bei einer Pflanze kleine Fliegen mit verschickt wurden, die ich jedoch als harmlos einstufte. An einer anderen Pflanze war eine Art Kokon, der aber einfach zu entfernen war.
Mittlerweile habe ich die Pflanzen in größere Töpfe umgesetzt. Jetzt, nach einer Woche kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass sie die Reise überstanden haben. Leider spielt das Wetter immer noch nicht mit.
An der Aurora und Red Savina waren sogar schon Früchte, als sie ankamen.
Vom letzten Jahr habe ich hier noch eine Thai Dragon F1, die momentan aber gar nicht gut aussieht. Ich hoffe, sie fängt sich noch.
Sinn und Unsinn eines zusätzlichen Handgriffes (HG-XE1) an der Fuji X-E1
Die etwas geringe Griffigkeit des Bodys der Fuji X-E1 habe ich ursprünglich ja bereits kritisiert. Da gibt es einige Abhilfen, und eine ist der HG-XE1 Handgriff.
Der Griff besteht aus einer Platte und dem Griff (beides ist eine Einheit). Die Montage ist denkbar einfach. Es wird einfach unter die Kamera ins Stativgewinde geschraubt. Dabei umgibt und vergrößert dieser Griff den ursprünglichen Griff der Kamera.
Vorteile:
- Die Kamera ist griffiger, vor allem wenn man größere Hände hat, mit Handschuhen fotografiert, oder größere Objektive dran hat.
- Das Stativgewinde ist nun mittig.
- Die Kamera wird (zumindest unten) besser geschützt.
Nachteile:
- Man muss den Griff abmachen, um an den Akku oder die Speicherkarte zu kommen.
- Es macht die Kamera etwas größer.
- Die Kamera hat, wenn sie auf einem Tisch liegt, etwas Schlagseite nach vorne.
Mein Fazit ist, dass ich kein Fazit habe. Einerseits ist das Ding schon recht praktisch. Andererseits macht das Ding die Kamera etwas „hässlicher“.
Ich werde es wohl nicht immer, sondern nur bei Bedarf einsetzen.
Hier die Kamera ohne Handgriff zum Vergleich:
Und hier die Kamera mit Handgriff:
Digitale Bildbearbeitung in der Fotografie? Pro/Contra
Die Diskussion ist so alt, wie die Fotografie selbst. Vermutlich mussten sich auch schon andere Künstler, wie Maler damit rumplagen.
Bei nachbearbeiteten oder „manipulierten“ Bildern rümpfen viele Fotografen die Nase. Das wäre keine Fotografie mehr. Das verfälsche die Wirklichkeit.
Viele glauben auch, dass Bildbearbeitung erst mit der digitalen Fotografie möglich wurde. Das stimmt allerdings überhaupt nicht. Fast alles, was man heute digital machen kann, konnte man früher auch analog machen, nur viel aufwändiger.
Zunächst mal sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Bild, egal ob gemalt oder fotografiert, nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Welt ist. Allein diese Tatsache bedeutet, dass ein Bild niemals die Wirklichkeit wiedergeben kann! Denn im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Fotograf einen großen Teil der Wirklichkeit bewusst auf seinem Bild nicht zeigt. Und je nach dem, was man zeigt, und was man weglässt, lässt eine ganz andere Bildaussage und Bildwirkung zu. Das wurde sehr viel in Propaganda-Bildern und Filmen genutzt.
Hinzu kommen Parameter, wie Perspektive, Brennweite des Objektivs, Bildwinkel, Tiefen(un)schärfe, beabsichtigte Über-/Unterbeleuchtung und natürlich beabsichtigt positioniertes Licht. Mit diesen Parametern kann man ein und dasselbe Motiv auf so vielfältige Weisen ablichten, dass man sehr viele total unterschiedliche Bilder mit unterschiedlichen Wirkungen bekommt.
Ein simples Beispiel ist die Wahl der Brennweite und der Perspektive. Mit einem Weitwinkelobjektiv und der Froschperspektive kann man Motive sehr groß erscheinen lassen. Aus der Vogelperspektive hingegen erscheinen sie eher klein.
Mit verschiedenen Kombinationen dieser Parameter lassen sich also ganz andere Bildaussagen generieren.
Das kann man gut an diesem Bild sehen. Je nach dem, welchen Teil man hier verdeckt, entsteht eine ganz andere Bildaussage, obwohl es das gleiche Bild ist, und anders geschnitten.
Und bis hierhin hat man das Bild noch nicht nachbearbeitet, und all das ging schon seit den Anfangszeiten der Fotografie. Früher konnte man Bilder noch durch die Wahl des Films beeinflussen. Es gab Schwarz/Weiß (die Wirklichkeit ist aber bunt) und später Farbe. Aber auch da gab es sehr viele Unterschiede. Jeder Film hatte seine besonderen Eigenschaften.
Kommen wir nun zu der eigentlichen (digitalen) Nachbearbeitung. Die meisten ambitionierten Fotografen machen den technischen Feinschliff am PC. Tonwertspreizung, Kontrast, Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Beschnitt, Sättigung. Das dürften so die gängigsten Korrekturen sein. Aber wo hört Fotografie auf? Wo kann man die Grenze ziehen? Bei sogenannten Composings, wo man aus Teilen verschiedener Bilder neue Bilder komponiert? Ich weiß nicht. Wenn man ein Bild aus Fotos zusammensetzt, hören diese Fotos auf Fotos zu sein, und werden irgendwas anderes? Also mehr als die Summe der einzelnen Teile? Ist vermutlich Ansichtssache. Mir persönlich ist das völlig egal.
Für mich persönlich wäre das Verzichten auf Bildbearbeitung eine Limitation meines kreativen Schaffens. Für mich muss ein Foto nicht möglichst wirklichkeitsgetreu sein. Es kann es sein, aber ein Bild kann auch zeigen, wie die Wirklichkeit sein könnte, also meine Fantasie. Für mich ist Fotografie kein rein technischer Vorgang, der mit dem Drücken des Auslösers beendet ist. Ich möchte meine Impressionen darstellen und die sind nun mal mehr, als die Wirklichkeit.
Oft ist es so, dass ich schon vor dem Drücken des Auslösers ein bestimmtes Bild vom Motiv im Kopf habe. Dieses Bild lässt sich aber mit rein fotografischen Mitteln nicht umsetzen. Und da ist Bildbearbeitung ein gutes Mittel um das auszudrücken und zu zeigen, was ich ausdrücken und zeigen möchte.
Wie langweilig wäre die Welt und die Kunst, wenn sich alle so limitieren würden.
Ich bin mal böse und stelle die provokante Behauptung auf, dass viele, die über die Bildbearbeitung motzen, es nur deswegen tun, weil sie es selbst nicht können, und es daher als Fuschen ansehen. Aber da stehe ich drüber. Das Ergebnis spricht für sich. Und den meisten Betrachtern ist es egal, wie ein Bild entstanden ist.
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Wie alles andere Positive, kann auch die Bildbearbeitung „missbraucht“ werden. Die Bildbearbeitung treibt in der Beauty-Fotografie mittlerweile Blüten, dass viele Menschen ein Schönheitsideal haben, welches niemand erfüllen kann. Andererseits möchte jeder auf seinem Portrait möglichst gut aussehen. Tja, hier ist es nicht so einfach ein Gleichgewicht zu finden.
Winter – nervig, oder schön?
Ständig hört man, dass der Winter so grau, kalt und ungemütlich ist. Fallen ein paar Schneeflocken, heißt es direkt „Schneechaos“, wo man es früher einfach Winter nannte. Das geht mir manchmal richtig auf den Keks.
Ich persönlich mag den Winter, wie ich jede andere Jahreszeit mag. Er ist wichtig für die Natur in unseren Breitengraden und macht das Leben abwechslungsreich.
Zugegeben, so ein Winter, wie meist hier im Rheinland ist nicht immer schön, denn es ist kein „richtiger“ Winter. In meiner Kindheit, damals noch in Polen hatten wir richtige Winter, mit durchgehend unter -10 Grad und richtigem Schnee, und nicht so einer Matsche, die hier als Schnee bezeichnet wird.
Als Kind war ich oft rodeln, wir haben in wilden Schneeballschlachten gekämpft und haben (für uns) die größten Schneemänner gebaut.
Der Winter ist für mich etwas Besonderes. Durch den Schnee sieht alles anders aus, es hört sich sogar anders an, denn Schnee reflektiert Schall anders.
Richtiger Schnee muss auch unter den Füßen knirschen und nicht platschen.
Ich denke, der persönliche Gemütszustand ist auch von jedem selbst abhängig. Wenn man sich einredet, dass der Winter nicht schön ist, dann ist es auch so. Man kann das aber auch anders sehen. Und man sollte auch immer bedenken, dass wir es heutzutage sehr bequem haben. Wir haben Heizungen, Strom, heißes Wasser und Supermärkte, die zu jeder Jahreszeit alles frisch haben. Früher war das alles nicht so einfach.
Kameragurt aus Leder von Leicatime
Zu meinem Geburtstag habe ich für meine Fuji X-E1 einen wunderschönen Kameragurt von Meiner Freundin als Geschenk bekommen (Danke Schatz!).
Auf Bildern habe ich es bisher nur mit einer Leica gesehen, aber da meine Kamera einer Leica ähnlich sieht, habe ich mir wegen der Optik keine Sorgen gemacht. Etwas mehr Sorgen machte mir das Material. Der Gurt ist nämlich aus Leder, und Leder kann recht steif sein, was beim Tragen und Nutzen nicht so angenehm sein kann.
Nun habe ich den Gurt und kann nur sagen, dass das Leder sehr wertig und flexibel ist. Und ich vermute, dass es mit der Zeit noch weicher wird. Die Haptik ist einfach nur saugeil.
Der Gurt ist leider recht teuer, dafür bekommt man aber einen optisch wunderschönen Gurt, der aus echtem Leder besteht. Der Gurt wird von Luigi Crescenzi in Italien handgefertigt. Dabei handelt es sich um eine Privatperson. Man merkt das besonders am Internetauftritt und auch der Art und Weise, wie die Bestellung abläuft. Aber am Ende hat doch alles geklappt.
Obwohl der Gurt sehr hochwertig verarbeitet wurde, habe ich, zumindest momentan nur einen einzigen kleinen Kritikpunkt.
Das Anbringen des Gurtes war nicht ganz so einfach und erforderte einige Zeit und Fummelei. Auf der rechten Seite, wo auch der Auslöser ist, ist die „Leder-Schutzplate“ die die Kamera vor dem Ring des Gurts schützen soll, ist dem Finger beim Auslösen etwas im weg, wenn man die Kamera am Gurt um den Hals hängen hat. Aber ich vermute, dass sich das etwas gibt, wenn das Leder noch weicher wird.
Mein Fazit ist, dass der Gurt, wenn auch recht teuer, doch preiswert ist. Material, Verarbeitung und Optik sind top, und es ist handgefertigt.
So, das ist sie nun, meine Ernte 2012. Alles nur aus zwei Pflanzen, einer Tabasco und einer Thai Dragon F1, wobei die Tabasco nicht wirklich viel brachte. Die Thai Dragon F1 habe ich zum Überwintern mit in die Wohnung genommen. Ich hoffe, dass dadurch in der Saison 2013 die Früchte früher und zahlreicher kommen.
Ambientfestival “Zivilisation der Liebe” 2013
Nachdem es uns letztes Jahr schon so gut gefallen hat, wollten wir uns das Ambient Festival „Zivilisation der Liebe“ in der Kölner St. Aposteln Kirche am Neumarkt nicht entgehen lassen.
Das Festival ging zwar vom 17.01-20.01.2013, zeitlich haben wir es aber leider nur am Samstag hin geschafft. Das war aber auch unser Ziel, denn am Samstag war Nils Frahm mit von der Partie.
2012 ist Nils Frahm zusammen mit Peter Broderick aufgetretten. Dieses Jahr leider nicht. Dafür gab es vor Nils zwei sehr gute Künstler, die wir bis dahin nicht kannten.
Zunächst trat James Blackshaw aus London mit seiner Akustikgitarre auf. Sein Konzert war sehr interessant. Er schaffte es seine Gitarre zum Teil wie zwei Gitarren oder wie eine Sitar klingen zu lassen.
Danach kam Rafael Anton Irisarri aus Seattle, der ein sehr sphärisches elektronisches Live-Set spielte. Seine Musik ist schwer zu beschreiben. Sehr verträumt, unterlegt mit einem starken und pulsierenden Bass. So etwas habe ich bis dahin noch nie gehört. Es hat mir außerordentlich gut gefallen.
Zum Schluss spielte Nils Frahm endlich seine Musik und zog trotz später Stunde und Kälte alle in seinen Bann. Es war wieder einfach nur wundervoll.
Die Location, also die St. Aposteln Kirche in Köln ist für dieses Event einfach nur perfekt. Es handelt sich um eine romanische Kirche, welche für diesen Zweck mehr oder weniger dunkel gelassen wird. Es gibt nur einige Kerzen und natürlich spacige Beamer-Animationen an den Wänden.
Von dem Punkt aus, wo ich gesessen habe, konnte ich nur eine Wand fotografieren. Habe daraus eine Collage gemacht.
Diesmal wurde auch das Hauptschiff der Kirche geöffnet, so dass wesentlich mehr Besucher Platz fanden. Fand ich an sich ganz gut, allerdings brachte das auch mehr Unruhe in die ganze Sache. Viele Besucher verließen das Konzert auch mittendrin. Mag sein, dass es ihnen nicht gefallen hat. Ich vermute eher, dass es die Kälte war. Die Kälte war über so einen langen Zeitraum wirklich schwer auszuhalten.
Ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder ein weiteres Festival geben wird.




























