Shop für Polaroid auf Papier Unikate eröffnet

Ich fotografiere schon länger und gerne mit alten Polaroid-Kameras. Lange habe ich nach einer schönen und außergewöhnlichen Präsentationsmöglichkeit für die Bilder gesucht und bin dabei auf das Emulsion-Lift-Verfahren gestoßen. Dabei wird das Polaroid-Bild von der Trägerschicht getrennt und auf Papier aufgezogen. Ich verwende hochwertiges Aquarellpapier mit einer schönen Textur. Sowohl die Polaroid-Bilder selbst, wie auch das Endprodukt sind Unikate. Die Verarbeitung der Bilder erfolgt in reiner Handarbeit.

Jetzt habe ich einen kleinen Shop für meine Bilder eröffnet, der sich nach und nach mit weiteren Arbeiten füllen wird. Die Bilder sehen an der Wand richtig edel aus und eignen sich auch wunderbar als Geschenk.

Nextcloud-Umzug von Raspberry Pi 4b auf einen NUC

Nachdem ich hier von meinen Erfahrungen mit der Nextcloud als Familien-Cloud berichtet habe, wollte ich dem Projekt noch eine Chance geben, indem ich es auf andere Hardware umziehe. Ich habe bereits geschrieben, dass ich vermute, dass mein Raspberry Pi 4b für so manches Problem verantwortlich ist. Vor allem für die schlechte Performance und Instabilität.

Hardware

Vor kurzem hat ein großer Onlinehandler seinen großen Angebotstag und derzeit haben wir ja auch „nur“ 16 % Märchensteuer. Und so habe ich mir einen NUC8i5BEH Barebone-PC mit 16 GB DDR4 RAM (Crucial CT16G4SFD824A) und einer Samsung MZ-V7S500BW 970 EVO Plus 500 GB NVMe M.2 Interne SSD gegönnt. Hatte von meinem PI-Versuch ja noch eine 480 GB SSD, die ich noch für die Dateien an sich zusätzlich eingebaut habe. Das Teil ist nicht viel größer und mindestens genau so leise, wie das Pi.

Software

Also Betriebssystem habe ich mich für Ubuntu Server 20.04 LTS entschieden. Zwar haben mir einige davon abgeraten, weil Ubuntu Snap nutzt, aber ich habe mich aus verschiedenen Gründen doch dafür entschieden. Bei der Installation hat mir Ubuntu angeboten Nextcloud direkt mit zu installieren, was ich auch genutzt habe. Damit hatte ich direkt eine zwar „nackte“ aber auch vollständig funktionierende Nextcloud-Instanz. Habe die gleichen Apps installiert, die ich auch auf dem Pi genutzt habe. Dann habe ich die Nextcloud-Datenbank ausgetauscht, die Daten auf die SSD im NUC kopiert, die Nextcloud-Config angepasst, und ich hatte meine kleine Wolke wieder. Selbst das let’s encrypt Zertifikat war kein Problem. Davor hatte ich eigentlich am meisten Bammel.

Zugegeben, ich musste mich erst mal ein wenig mit Snap vertraut machen, und auch mit der Nextcloud als Snap, aber im Endeffekt lief alles wesentlich reibungsloser, als ich befürchtet habe. Hier und da etwas Recherche und etwas Frickelei, das war’s. Weil alles so gut lief, habe ich mir auch noch Webmin und file2ban installiert und konfiguriert. Für weitere Vorschläge bin ich dankbar.

Performance und Stabilität

Das waren ja meine Hauptmotivationen den Wechsel zu wagen, und es hat sich ausgezahlt. Alles, wirklich alles läuft viel schneller und flüssiger. Die Seiten im Browser werden viel schneller angezeigt. Die Synchronisation der verschiedenen Apps (News, Tasks, Nextcloud, …) ist viel kürzer. Selbst 24 MP Fotos werden im Browser sofort angezeigt und man kann bequem durchblättern. Zuvor dauerte es entweder lange, oder ewig, oder das Pi hat sich komplett weg gehängt. Auf dem Pi habe ich per Skript automatisiert täglich nur die Datenbank auf eine externe HDD sichern können. Ein Backup der Daten dauerte Stunden, sofern sich das Pi dabei nicht weg gehängt hat, was sehr oft passierte. Auf dem NUC dauert ein komplettes Backup einige wenige Minuten, ein inkrementelles Backup ein paar Sekunden und das Teil läuft danach einfach weiter.

Fazit

Das Rasberry Pi 4b hat zwar augenscheinlich gute und ausreichende Spezifikationen. Der Feldtest hat aber gezeigt, mit einem Dienst wie Nextcloud und dem dazugehörigen Drumherum ist das Teil einfach überfordert. Ja, es hat mich einiges an Geld, Nerven und Aufwand gekostet, aber es hat sich gelohnt. Bisher bin ich mit dieser Lösung sehr zufrieden. Allein die Tatsache, dass ich automatisiert Backups erstellen kann, ist schon Gold wert. Auch die Nutzung des Dienstes mach jetzt viel mehr Spaß und bringt eine wesentlich höhere Akzeptanz bei Usern und dem Admin. Daher ist meine Empfehlung ganz klar, wenn Nextcloud, dann Finger weg vom Pi. Falls schon vorhanden, ein Umzug lohnt sich.

NUC und Raspberry Pi als Vergleich nebeneinander
Nextcloud Family

Nextcloud als Familien-Cloud?

Nextcloud Family
Nextcloud Family

Meine Frau und ich nutzen schon lange diverse cloudbasierte Internetdienste, die uns beim Organisieren unseres Lebens helfen. Dateiablage, Kalender, ToDo-Listen, Einkaufsliste, RSS-Reader, Notizen, usw. alles Dienste, die wir zum Teil gemeinsam genutzt haben, also geteilt haben. Das ist immens praktisch, denn so habe ich auch unterwegs immer die Möglichkeit zu schauen, ob wir an einem bestimmten Termin Zeit haben. Für fast alle diese Dienste haben wir gemeinsame Anwendungsfälle.

Auch wenn das alles sehr praktisch und einfach war, hatte ich bezüglich des Datenschutzes immer Bauchschmerzen. Das sind schließlich sehr sensible personenbezogene Daten. Irgendwann waren die Bauschmerzen dann doch so groß, dass ich mich nach Alternativen umgeschaut habe. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten mit verschiedenen Vor- und Nachteilen. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden es mal mit Nextcloud zu versuchen. Zunächst habe ich mir eine gemanagte Instanz bei einem Webhoster gemietet. Ja, ich weiß, das ist datenschutztechnisch nicht optimal, aber ich wollte erst mal klein anfangen, denn so hat man sich Kosten für Server und Ausfallsicherheit sparen. Das entpuppte sich schnell als Reinfall. Als reine Dateiablage war das ok, wenn auch ziemlich lahm. Es scheiterte aber schon an am Einrichten des Cronjobs für den RSS-Aggregator. Einen Zugang zur Konsole um OCC-Befehle auszuführen, gab es auch nicht.

Das alles war sehr unbefriedigend und so entschloss ich mich ein weiteres Testprojekt, das ich schon länger starten wollte, auszuprobieren. Ich kaufte mir ein Raspberry Pi 4b, dazu ein aktives USB-Hub und zwei SSD-Festplatten und installierte Raspbian (Raspberry Pi OS) als Betriebssystem und Nextcloud per Installationsskript. Hat auch alles so weit ganz gut funktioniert. Natürlich wollte ich meine Instanz aus dem Internet erreichbar machen, damit ich die Dienste auch von unterwegs nutzen kann. Das war dann schon der erste große Stolperstein. Meine Internetleitung war eine Dual-Stack Lite Leitung, die mit IPv6 arbeitet. Da reicht ein DynDns-Eintrag und Portweiterleitung am Router nicht aus. Also habe ich mir einen normalen Zugang inkl. passendem Router zugelegt. Domain und Domain-Weiterleitung habe ich bei Selfhost eingerichtet. Damit das halbwegs sicher ist, wollte ich natürlich dass die Kommunikation über https funktioniert, was ein Zertifikat erfordert. Habe es zunächst mit einem selbstsignierten Zertifikat versucht, um zu merken, dass das nicht klappt. Also habe ich ein Zertifikat bei Let´s Encrypt erstellt. Hört sich einfach an, aber ich habe etliche Tutorials ausprobiert, in Foren diskutiert und habe das gesamte Projekt fast aufgegeben, bis es endlich funktioniert hat.

Ich habe ja zwei SSDs gekauft, denn meine Idee war das erste Level an Backup über einen Raid 1 Verbund zu lösen, also zwei Platten, auf denen die Daten gespiegelt werden. Fällt eine aus, wird sie einfach ersetzt, die Daten bleiben erhalten. Die Idee an sich finde ich immer noch gut, die Umsetzung gestaltete sich schwierig. Bis der Verbund stand, habe ich mehrfach Daten verloren, lag allerdings an mir. Das führte dennoch zu viel Frust. Letztendlich musste ich feststellen, dass diese Idee mit der Hardware, die ich hatte, nicht einsetzbar ist. Sobald der Traffic auf den Platten etwas höher wurde, ist die komplette USB-Schnittstelle abgeschmiert und es half nur ein kompletter Reboot. Dumm nur, wenn das passiert, wenn man gerade nicht zu Hause ist. Ich habe dann viel recherchiert und versucht das Problem zu lösen, vergebens. Irgendwann habe ich diese Idee aufgegeben und die Daten liegen jetzt nur auf einer Platte.

Zwischendurch habe ich auch noch andere Dinge, wie ein automatisiertes Backup, versucht einzurichten. Das mündete teilweise in Datenverlust und Frust. Auch hier habe ich viel Lehrgeld bezahlt. Momentan ist die Situation immer noch unbefriedigend, denn nur das Datenbank-Backup läuft automatisiert. Meist hängt sich die USB-Schnittstelle irgendwann mitten bem Backup auf. Ich muss teilweise die Platten an einen „richtigen“ Computer hängen und darüber ein Backup machen. Würde ich das alles heute noch mal anfangen, würde ich nicht mehr zu einem Raspberry Pi greifen. Die Spezifikationen dieses Computers hören sich gut an und man kann damit sicherlich ein paar spaßige Bastelprojekte realisieren, aber für einen produktiven Einsatz als Familien-Cloud ist es nach meiner Erfahrung nicht geeignet.

Irgendwann war es dann so weit. Das Teil lief mehr oder weniger und konnte genutzt werden. Also habe ich mal geschaut, welche Apps es dafür gibt und die für mich interessanten installiert. Wir brauchen an sich nicht viel. Eine Dateiablage, über die man Ordner und Dateien anderen Nutzern, aber auch Außenstehenden freigeben kann. Kalender, die man mit anderen Nutzern teilen kann, ebenso ToDo-Listen und Notizen. Dazu noch den RSS-Aggregator und eine Kontakteverwaltung. Mittlerweile nutze ich auch noch die Bookmark-Verwaltung und ein digitales Kochbuch.
Hier muss man aber direkt gut aufpassen, denn die Apps sind Apps der Nextcloud-Instanz und können nur per Browser genutzt werden. Für seine mobilen Endgeräte gibt es dann, wenn man Glück hat, auch diese Apps, die man an die eigene Nextcloud-Instanz anbinden kann. Für die Synchronisation der Kontakte und Kalender unter Android benötigt man eine App, wie DAVx⁵. Ist das mal eingerichtet, funktioniert das auch ok. Intuitiv ist es aber nicht.

Ein weiteres großes Problem ist eines, was man bei OpenSource-Projekten leider sehr oft beobachten kann. Ich bin zwar ein großer Fan und Verfechter von Open Source, dennoch zeigte mir meine Erfahrung, dass es auch da Kritik würdiges gibt. Zunächst mal ist eine klare Ausrichtung des Projekts nicht wirklich ersichtlich. Der Hersteller von Nextcloud entwickelt hauptsächlich das Kernprojekt, also die reine Dateiablage. Es gibt zwar einige Referenz-Apps, die werden aber eher stiefmütterlich behandelt. In letzter Zeit hat man auch massiv neue Features implementiert, vor allem für den Enterprise Bereich. Dabei geht an anderer Stelle leider viel unter. Weiterhin ist es sehr schwierig an Lösungen bei Problemen zu kommen. Es gibt zwar viele Tutorials und ein Forum, aber oft hilft das nicht weiter. Es gibt zwar einen kostenpflichtigen Support, aber nur für Geschäftskunden. Bei den Apps, kann man teilweise auch direkt mit den Maintainern über GitHub/GitLab kommunizieren, aber die haben oft nicht die Zeit oder die Lust zu helfen oder Fehler zu beheben. Noch schwieriger wird es, wenn man neue Features anregt. Das wir meist ignoriert oder zerredet. Mir ist klar, dass die meisten Maintainer das kostenlos und in ihrer Freizeit machen, aber unterm Strich ist das Ergebnis dennoch sehr frustrierend. Das lässt mich auch an der Zukunftsfähigkeit dieser Projekte und damit auch meiner Nutzung zweifeln.

Mein Fazit ist, dass Nextcloud zwar aus meiner Sicht in die richtige Richtung geht, es aber für eine Familien-Cloud noch viel zu tun gibt. Mir ist auch klar, dass manche meiner Probleme nicht direkt von Nextcloud verursacht wurden, aber es hat mir gezeigt, dass die Installation und der Betrieb einer Nextcloud nicht von jedem average joe gemeistert werden kann. Man muss schon ziemlich Technik-affin sein und einiges an Erfahrung, Know-How, Hartnäckigkeit und Geduld mitbringen, damit das Projekt gelingt. Ich persönlich wäre auch bereit einen gewissen Kaufpreis zu zahlen, wenn alles einfacher und reibungsloser funktionieren würde und ich vernünftigen Support bekommen würde. Ich hoffe, dass Nextcloud sich weiterhin gut entwickelt und in Zukunft eine Möglichkeit bietet mehr Souveränität über seine Daten zu erlangen.

Update

Ich habe mich entschieden meine Nextcloud vom Raspberry Pi zu einem NUC umzuziehen.

Radioteleskop Effelsberg IR

Vor kurzem habe ich das Radioteleskop Effelsbrg in der Eifel besucht und Infrarot-Bilder gemacht.

Radioteleskop Effelsberg IR
Radioteleskop Effelsberg IR
Radioteleskop Effelsberg IR
Radioteleskop Effelsberg IR
Radioteleskop Effelsberg IR
Radioteleskop Effelsberg IR
Photodarium Kalender 2021 und Photodarium Kalender private 2021

Photodarium 2021

Wie letztes Jahr und die Jahre zuvor ist eines meiner Bilder im Photodarium 2021 Abreißkalender erschienen.
Dieser Kalender ist ein schönes Geschenk.

Photodarium Kalender 2021 und Photodarium Kalender private 2021

Photodarium Kalender 2021 und Photodarium Kalender private 2021

Mein Foto um Photodarium 2021 Kalender

Mein Foto um Photodarium 2021 Kalender