Currywurst in Berlin

Berlin 2019 – Part 1

Currywurst in Berlin

Currywurst in Berlin


Ich war mal wieder in Berlin. Mittlerweile das dritte Mal. 2001 zur Loveparade (war einer meiner wildesten Reisen), dann noch mal im Jahre 2015. Habe daher nicht damit gerechnet „so schnell“ wieder hin zu fahren, aber es hat sich einfach so ergeben. Berlin ist aber auch eine Stadt, die man ruhig öfter besuchen kann, weil sie einfach groß und im ständigen Wandel ist. War auch eine gute Gelegenheit mal wieder „raus zu kommen“.

Berliner Fernsehturm aus der Bahn raus gesehen

Berliner Fernsehturm aus der Bahn raus gesehen


Berliner U-Bahn

Berliner U-Bahn


Trabbant ( Trabbi )

Trabbant ( Trabbi )

Donnerstag

Bin an einem Donnerstag angekommen und eines meiner ersten Ziele war die Markthalle 9 in Kreuzberg. Habe die Halle bereits 2015 besucht und dort den leckersten Pulled Pork Burger und die leckerste Focaccia meines Lebens gegessen, doch Donnerstags ist nun Street Food Thursday. Das heißt, in der gesamten Halle (bis auf den Aldi) findet man Street Food außer aller Welt. Und so war auch das Publikum, denn Deutsch hörte man dort nicht besonders viel. Wir probierten verschiedene Gerichte und es war alles lecker. Ich hatte scharfe Taccos und Tibetische Momos. Zum Abschluss gab es Bier und ein leckeres Gebäck aus Sizilien.
Aber schon der Weg zur Markthalle war sehr interessant, denn ich liebe Viertel wie Kreuzberg.

Berlin Kreuzberg

Berlin Kreuzberg

Berlin Kreuzberg

Berlin Kreuzberg

Vor der Markthalle 9

Vor der Markthalle 9

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Markthalle 9 (Berlin)

Nachdem wir uns voll gefuttert hatten, haben Freunde, die in Berlin leben, uns zum nahe liegenden Spreeufer geführt, dann in Richtung Oberbaumbrücke und zur East Side Gallery. Eigentlich wollte ich keine dieser bekannten Sehenswürdigkeiten besuchen, aber ich habe mich mit den anderen treiben lassen und es wurde doch ganz nett. Zum Fotografieren war es perfekt, denn die Sonne ging gerade unter und gleichzeitig kamen große dunkle Wolken auf, was zu einem schönen Naturschauspiel führte.
Am Spreeufer selbst genossen junge Menschen den warmen Abend, die Sonne, Bierchen und einige verrauchte Kräuter. Eine Stimmung ähnlich wie in Amsterdam. Sehr entspannt.

Spree und Fernsehturm in Berlin

Spree und Fernsehturm in Berlin

Oberbaumbrücke

Oberbaumbrücke

Pirates Berlin

Pirates Berlin

Berliner Mauer

Berliner Mauer

East Side Gallery

East Side Gallery

Spreeufer

Spreeufer

East Side Gallery

East Side Gallery

Regen zieht auf in Berlin

Regen zieht auf in Berlin

Freitag

Am Freitag bin ich zunächst mit einem älteren Fotoclub-Mitglied in eine Siedlung gefahren, in der er als Kind gewohnt hat und sich dort im Keller vor den Bomben im Zweiten Weltkrieg versteckt hat. Anschließend trafen wir alle anderen auf dem RAW-Gelände. An sich eine coole Location, doch wenn man dort in der Woche am frühen Nachmittag aufkreuzt, dann fühlt es sich wie eine Filmkulisse an, denn es fehlen die Menschen, die so etwas aufbauen und nutzen. Habe also nicht viele Bilder gemacht, außer von Überwachungskameras und Geldautomaten. So etwas erwartet man dort eigentlich nicht.

RAW-Gelände ATM

RAW-Gelände ATM

RAW-Gelände Überwachung

RAW-Gelände Überwachung

Banksy Maus

Banksy Maus

Anschließend wollten die meisten zu den Hackeschen Höfen. Eigentlich nicht so meine Welt, aber dort konnte ich ein paar „Souvenirs“ für daheim kaufen. Zwei Magnet-Ampelmännchen für die heimische Magnetwand und ein kleines Bild im Stil von Streetart-Künstlern. An sich sind die Hackeschen Höfe eher was für gut betuchte Leute. Abends waren wir dann noch in einer Ur-Berliner Kneipe, der Dicken Wirtin, futtern.

Hackeschen Höfe

Hackeschen Höfe

Hackeschen Höfe

Hackeschen Höfe

Hackeschen Höfe

Hackeschen Höfe

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Review: Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Nachdem unter anderem mein Fujifilm Fujinon XF 56mm F1.2 R gestohlen wurde, habe ich überlegt, ob ich es mir wieder holen soll. Optisch ist es ein wirklich unglaublich gut. Die Nachteile sind Größe, Gewicht und der Preis. Der Autofokus war zwar nicht schlecht, aber auch nicht wirklich berauschend.

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Ich kam zu dem Schluss, dass es, zumindest momentan, nicht viel Sinn macht dieses Objektiv erneut anzuschaffen. Es ist hervorragend für z.B. Portraits. Wer aber, wie ich, viel Wert auf Bewegungsfreiheit legt, der wird vermutlich mit dem Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR glücklicher. Ja, die Brennweite ist etwas kürzer und es ist nicht so lichtstark, dafür ist es günstiger, leichter, kleiner und der Autofokus scheint mir auch flotter zu sein. Natürlich kann man auch damit Portraits machen. Für meine gelegentlichen Portraits reicht das allemal.

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Auch hier werde ich keinen technischen Bericht schreiben, davon gibt es schon viele im Netz. Für mich reiht es sich was Größe, Gewicht, Bildqualität und Preis anbelangt gut in die F2-Objektivserie ein. Auffällig ist nur die etwas längere Gegenlichtblende. Verglichen mit dem 56er ist sie aber noch ganz moderat. Auch bei dem Objektiv ist der Blendenring etwas schwergängig, was aber viele Fotografen bevorzugen.

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR

Alles in allem ein hervorragendes Objektiv.

Beispielbilder

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f2 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f2 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f2 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f2 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f5.6 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f5.6 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f8 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f8 – Beispielbild

Infrarot

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f2.8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f2.8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f5.6 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f5.6 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 50mm F2 R WR @f8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Review: Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Das Fujifilm Fujinon XF 35mm F1.4 R Objektiv war seinerzeit einer der ausschlaggebenden Punkte weswegen ich mich für das Fujifilm System entschieden habe. Davor war ich an das Nikon AF-S DX Nikkor 35mm F1.8 auf meiner D90 gewohnt. Mittlerweile nutze ich zwar die 23 mm Brennweiten öfter, aber 35 mm sind immer noch eine von mir genutzte Brennweite. Daher musste ein Ersatz für mein gestohlenes F1.4er her. Ich habe tatsächlich länger hin und her überlegt, ob ich wieder das F1.4er kaufe, oder auf das neuere F2er gehe. Das F1.4er ist optisch ein tolles Objektiv mit eigenem Charakter. Dazu super verarbeitet, schön und lichtstark. Es hat allerdings ein großes Manko. Es ist eines der ersten Objektive für das Fujifilm-X-System, daher ist der Autofokus ziemlich langsam. Meistens kam ich damit halbwegs klar, aber da ich nun häufig kleine Kinder fotografiere, ist das mittlerweile doch ein wichtiges Kriterium für mich geworden.

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Einen technischen Bericht kann und will ich hier nicht schreiben, davon gibt es schon genug im Netz. Viel lieber hätte ich einen Vergleich zwischen dem F1.4 und dem F2 gemacht. Das geht aber leider nicht, da ich mein F1.4er leider nicht mehr besitze.

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Ich kann allerdings sagen, dass es in so ziemlich jeder Hinsicht ein sehr gutes Objektiv ist. Es ist kompakt, leicht, hat einen flotten Autofokus und die Bildqualität ist auch top. Nur das Design stört mich etwas, denn ich fand das F1.4er einfach schön. Dass die Gegenlichtblende aus Kunststoff gefertigt wurde, stört mich nicht weiter. Wie beim Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR finde ich auch bei diesem Objektiv, dass der Blendenring recht schwergängig ist. Aber ich weiß auch, dass viele Fotografen das gut finden.

Alles in allem ein hervorragendes Objektiv.

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR

Beispielbilder

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 - Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 - Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f5.6 - Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f5.6 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 - Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 – Beispielbild

Infrarot
Für Infrarot-Aufnahmen ist das Objektiv meiner Meinung nach nicht gut geeignet, da es einen mal mehr mal weniger sichtbaren Hotspot aufweist.

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 - Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 - Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 - Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 - Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 – Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 - Infrarot Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 – Infrarot Beispielbild

Photoszene Köln Festival 2019 - Kein Kunstwerk, bitte benutzen

Photoszene Köln Festival 2019

Bereits letztes Jahr habe ich vom Photoszene Köln Festival berichtet. Es ist von der Art her recht ähnlich dem Düsseldorfer Photoweekend, zu dem ich auch bereits Berichte geschrieben habe.
Wir sind an einem Samstag viel gelaufen und haben so einige Ausstellungen abgeklappert. Schade fand ich dieses Mal, dass wir eher in Galerien und speziellen Ausstellungsräumen gelandet sind. Ich mag ja die Ausstellungen, die beim Künstler im Atelier stattfinden.
Fotografisch hat mich jetzt nichts vom Hocker gehauen, dennoch gab es einige interessante Bilder zu sehen. Am Rand vom Stadtgarten (und wie ich später auch gesehen habe im Kölner Hauptbahnhof) gab es eine interessante Installation über die Arbeit von behinderten Menschen (Mensch-Arbeit-Handicap).
Besonders gut gefallen hat mir die Ausstellung InstantCologne. Ausgestellt wurden ausschließlich Bilder aus Sofortbild-Kameras, den meisten als Polaroid bekannt. Da ich selbst gerne solche Bilder mache, war das eine gute Inspirationsquelle sowohl für Motive, wie auch für Präsentation der Bilder.

Photoszene Köln Festival 2019 - Künstlerarchiv

Photoszene Köln Festival 2019 – Künstlerarchiv

Photoszene Köln Festival 2019

Photoszene Köln Festival 2019

Photoszene Köln Festival 2019 - Mensch-Arbeit-Handicap

Photoszene Köln Festival 2019 – Mensch-Arbeit-Handicap

Photoszene Köln Festival 2019 - Mensch-Arbeit-Handicap

Photoszene Köln Festival 2019 – Mensch-Arbeit-Handicap

Photoszene Köln Festival 2019 - Mensch-Arbeit-Handicap

Photoszene Köln Festival 2019 – Mensch-Arbeit-Handicap

Photoszene Köln Festival 2019 - Mensch-Arbeit-Handicap

Photoszene Köln Festival 2019 – Mensch-Arbeit-Handicap

Photoszene Köln Festival 2019 - InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 – InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 - InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 – InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 - InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 – InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 - InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 – InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 - InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 – InstantCologne

Photoszene Köln Festival 2019 - Collodion meets Canvas

Photoszene Köln Festival 2019 – Collodion meets Canvas

Photoszene Köln Festival 2019 - Collodion meets Canvas

Photoszene Köln Festival 2019 – Collodion meets Canvas

Photoszene Köln Festival 2019 - HIGH FIVE goes Nippes

Photoszene Köln Festival 2019 – HIGH FIVE goes Nippes

Photoszene Köln Festival 2019 - HIGH FIVE goes Nippes

Photoszene Köln Festival 2019 – HIGH FIVE goes Nippes

Photoszene Köln Festival 2019 - HIGH FIVE goes Nippes

Photoszene Köln Festival 2019 – HIGH FIVE goes Nippes

Photoszene Köln Festival 2019 - HIGH FIVE goes Nippes

Photoszene Köln Festival 2019 – HIGH FIVE goes Nippes

Photoszene Köln Festival 2019 - Der müde Künstler

Photoszene Köln Festival 2019 – Der müde Künstler

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

Review: Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

Mit meiner neuen Fujifilm X-E3 habe ich das Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR Objektiv im Kit mit gekauft. Mein Plan war es meine X100s (Real world review: Fuji X100s for traveling) abzuschaffen und sie durch diese Combo zu ersetzen. Die X100s ist eine tolle Kamera, mit der ich mein „Ein Jahr, eine Stadt, eine Linse“-Projekt durchgeführt habe. Dennoch möchte ich auf Dauer eigentlich nicht mehrere Kameras haben, da ich mich jedes Mal entscheiden muss. So habe ich den Vorteil, dass ich einen modernen Body habe, der größtenteils die Nachteile der X100s ausgemerzt hat, und ich kann Objektive wechseln, wenn ich will. Natürlich ist die X100s kompakter, als die X-E3 + XF 23 mm f2. Aber irgendwas ist ja immer.
Grundsätzlich gibt es an dem Objektiv nichts auszusetzen. Manche meckern über die Kunststoff-Gegenlichtblende, ich finde das ok. Finde das Blendeneinstellrad etwas schwergängig, aber ich weiß, dass viele Fotografen genau das bevorzugen, weil sie ständig unbeabsichtigt die Blende verstellt haben. Mir ist das eigentlich nie passiert. Aber man gewöhnt sich dran. Bei dem Design bin ich zwiegespalten. Einerseitzs sieht es aus, wie alte klassiche Objektive und passt ganz gut auf die X-E3. Andererseits bevorzuge ich das Design des XF 35 mm f1.4 oder XF 18 mm f2. Die haben auch eine Metal-Gegenlichtblende. Aber auch daran werd eich mich gewöhnen.

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

F2 vs F1.4

Das Objektiv an sich ist dennoch relativ kompakt verglichen mit seinem großen Bruder dem Fujinon XF 23 mm f1.4. Der große Bruder ist was Bildqualität und Lichtstärke anbelangt besser als sein kleiner Bruder. Dafür ist er auch wesentlich teurer, größer und schwerer. Für mich ist ein 23 mm Objektiv auf einem Crop-Sensor eine gute Reportage-Brennweite, und dafür ist mir der große Bruder einfach zu groß und zu schwer. Ich mag Bewegungsfreiheit und benötige nicht die Bildqualität und Lichtstärke des großen Bruders nicht wirklich. Man muss Kompromisse eingehen.

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

F2 vs X100(s)

Ich habe mal einen direkten (dilettantischen) Vergleich zwischen dem XF 23 mm f2 und dem Objektiv der X100(x) Serie, also mit meiner X100s gemacht und war doch sehr überrascht. Eigentlich habe ich erwartet, dass das XF 23 mm f2 deutlich besser abschneidet, da es neuer und größer ist. tatsächlich musste ich feststellen, dass bei meinem Test das Objektiv der X100s besser abgeschnitten hat. In der Mitte sind sie eigentlich meistens gleichauf. An den Rändern scheint mir das XF 23 mm f2 allerdings schwächer zu sein. Dazu muss ich allerdings sagen, dass mein Test wirklich sehr dilettantisch war und die X-E3, an der ich das XF 23 mm f2 getestet habe, eine höhere Auflösung hat. Ich weiß nicht, ob das Auswirkung hat, aber ich wollte es dennoch erwähnen. Dafür ist der Autofokus des XF 23 mm f2 spürbar schneller. Ob das Autofikus der X100F, der vergleichbaren Kamera, auch langsamer ist, kann ich nicht sagen.

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F2)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F2)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Ecke oben links bei F2)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Ecke oben links bei F2)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F2.8)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F2.8)

23mm_f2_8_links_oben_vergleich

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Ecke oben links bei F2.8)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F4)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F4)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Ecke oben links bei F4)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Ecke oben links bei F4)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F5.6)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F5.6)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Ecke oben links bei F5.6)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Ecke oben links bei F5.6)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F8)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Mitte bei F8)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Ecke oben links bei F8)

Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR vs X100s (Ecke oben links bei F8)

Infrarot

Nach meiner bisherigen Erfahrung eignet sich das Objektiv hervorragend für Infrarot-Aufnahmen.

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fujifilm X-E1 IR und Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR ( Infrarot, Infrared )

Fazit

Alles in allem ist es ein schönes und gutes Objektiv. Ob man die Vorteile des großen Bruders braucht und dessen Nachteile in Kauf nimmt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

Fujifilm X-E3 mit Fujifilm Fujinon XF 23mm F2 R WR

Beispielbilder:

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 - Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 - Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 - Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f2 – Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 - Beispielbild

Fujifilm Fujinon XF 35mm F2 R WR @f8 – Beispielbild

Wildling Tanuki Umi

Wildlinge

Dieses Review ist diesmal kein fotografisches Review. Ich mag das Internet aber unter anderem dafür, dass man von Erfahrungen anderer Menschen profitieren kann. Dafür müssen diese Menschen ihre Erfahrungen aber auch teilen. Das mache ich hiermit.

Wildling Tanuki Umi

Wildling Tanuki Umi

Ich hatte jahrelang immer wieder mit Rückenschmerzen zu kämpfen, die teilweise so heftig waren, dass ich mich mich nicht mehr bewegen konnte. Da ich noch nicht so alt bin, dachte ich mir, das kann so nicht weiter gehen. Wie soll das erst werden, wenn ich tatsächlich mal alt bin. Also habe ich einige Maßnahmen getroffen, um den Schmerzen entgegen zu wirken. Ich war beim Orthopäden, der mir bescheinigt hat, dass mit meinem Rücken grundsätzlich alles halbwegs im grünen Bereich ist. Daher war klar, es ist kein struktureller Schaden, es liegt vermutlich daran, dass ich zu viel sitze. Ich habe mir daher ein spezielles Kissen gekauft, was Nackenschmerzen vorbeugen soll, ich mache täglich einige Faszien-Übungen und versuche mich allgemein mehr zu bewegen. Als eine weitere Maßnahme habe ich mich zum Thema Barfußschuhe informiert, da die Füße das ganze Gewicht tragen und daher maßgeblich wichtig für den gesamten Bewegungsapparat sind. Mittlerweile ist bekannt, dass Barfußgehen mit am gesündesten für Füße ist. Das kann man aber nicht immer machen und ist auf Schuhe angewiesen. Daher gibt es mittlerweile eine breite Palette an speziellen Schuhen, die eine recht dünne Sohle ohne jegliche Dämpfung haben, so dass der Fuß geschützt ist, man aber fast das Gefühl hat barfuß zu gehen. Das hört sich zunächst paradox an, weil man ja mit Dämpfung weniger Belastung assoziiert. Doch schaut man sich die Geschichte der Menschheit an, dann stellt man fest, dass der Mensch den überwältigend größten Teil seiner Geschichte barfuß oder zumindest in Schuhen mit dünner Sohle gegangen ist. Dazu gehört natürlich, dass man in diesen Schuhen anders läuft, als in gefederten Schuhen. Man tritt nicht mehr mit der Ferse auf, weil man ja dort keine Federung hat. Das passiert aber eigentlich direkt automatisch, nur dass die Muskulatur in den Füßen und in den Beinen dafür nicht genügend ausgebildet ist. Das führt am Anfang dazu, dass man diese Belastung schnell merkt. Daher empfehle ich am Anfang eher kurze Strecken zu gehen, bis die Muskulatur sich wieder ausbilden und den Fuß wie vorgesehen stützen kann. Es ist auch anfangs ungewohnt, da man viel mehr vom Weg merkt. Vorher hat die Sohle fast alles „geschluckt“, jetzt hat man viel mehr Gefühl im Fuß. Mit der Zeit gewöhnt man sich dran und man lernt dieses Gefühl zu schätzen.

Wildling Tanuki Umi

Wildling Tanuki Umi

Ich habe mich dann auf die Suche nach entsprechenden Schuhen begeben und musste feststellen, dass diese Schuhe oft recht hochpreisig sind. Mal eben ein Paar zum Ausprobieren kaufen ist nicht wirklich möglich, zumindest wenn man etwas Vernünftiges haben möchte. Außerdem sehen manche Barfußschuhe echt merkwürdig aus, so dass man sich nicht wirklich darin wohlfühlen würde (zumindest ich nicht). Die Meisten sehen aber eher wie spacig-futurische Sportschuhe aus. im Sommer mit kurzen Hosen kann das gut aussehen (werde mir vermutlich auch noch so etwas zulegen), aber so für den Alltag wollte ich eher unauffällige Alltagsschuhe, die zu der entsprechenden Garderobe passen.
So bin ich bei Wildling Shoes gelandet. Ein Start-Up mit interessanten Modellen und Materialien. Die Schuhe reichen von auffällig rot, bis hin zu unauffällig schwarz. Ich habe mich nach anfänglichem Hin und Her zunächst für das Modell Tanuki Yoru entschieden. Als ich sie dann bestellen wollte, stellte ich fest, dass sie nicht mehr verfügbar sind. Also schaute ich nach einem anderen Modell und stellte fest, dass viele Modelle zwar gelistet, aber nicht verfügbar sind. Ich war enttäuscht. Warum hat man so viele Modelle, die nicht verfügbar sind, im Shop gelistet? Vermutlich, damit der Shop nicht so leer aussieht. Man kann manchmal nicht verfügbare Modelle nachbestellen, wenn sie als Retour zurück gekommen oder nachgefertigt wurden. Aber ich wollte ja jetzt Schuhe kaufen, und nicht irgendwann.

Wildling Tanuki Umi

Wildling Tanuki Umi

Also entschied ich mich schließlich für das Modell Tanuki Umi, die vom Schuh her genau wie die Tanuki Yoru sind, nur nicht schwarz, sondern blau. Ich war skeptisch, weil man auf den Produkt-Bildern nicht wirklich sehen konnte, wie hell oder dunkel das Blau tatsächlich ist. Da ich meistens blaue Jeans-Hosen trage, wollte ich eigentlich gerne schwarze Schuhe, da die einen gewissen Kontrast zu den Hosen bieten und gut kombinierbar sind. Blau, je nach dem, wie hell es ist, ist da schon nicht so einfach.

Die Tanuki Umi Schuhe sind vegan, es wurden also keinerlei Materialien verwendet, die von Tieren stammen. Außerdem bestehen sie zu einem Teil aus Washi-Stoff, der zum Teil aus Papier besteht. Die Sohle besteht zur Hälfte aus recyceltem Synthetik-Gummi. Die Schuhe sind daher wirklich sehr biegsam und vor allem sehr leicht. Wie haltbar die Schuhe sind, wird sich dann mit der Zeit zeigen. Bei dem Preis habe ich allerdings schon hohe Erwartungen.

Wildling Tanuki Umi

Wildling Tanuki Umi

Gut hat mir auch gefallen, dass es auf der Webseite einen bzw. zwei Größenfinder für die Schuhe gibt. Es gibt eine Anleitung zum Messen mit einem Lineal, aber auch eine PDF-Datei, die man sich ausdrucken und zum Messen nutzen kann. Dazu stehen da Tipps, was man bei der Wahl der Größe beachten sollte. Das hat mir sehr gut gefallen. So mindert man auch die Anzahl der Retouren.

Die Schuhe wurden nach ein paar Tagen geliefert und bisher kann ich eigentlich noch nichts Negatives darüber sagen. Habe sie mit und ohne Socken ausprobiert. Ohne Socken finde ich es eigentlich angenehmer, denn obwohl es nur Socken sind, sie schmälern das Barfuß-Gefühl schon merklich. Jetzt im Frühling ist es mir aber oft ohne Socken einfach noch zu kalt. Für kurze Strecken ist das noch hinnehmbar, aber wenn man länger draußen ist, dann bekommt man irgendwann doch kalte Füße. Ich bin auch noch gespannt, wie das wird, wenn ich mal durch den Regen laufen muss. Wie nass werden die Füße? Wie lange brauchen sie zum Trocknen? Wie gut lassen sie sich bei Verschmutzung abwaschen? Das alles wird die Zeit zeigen und ich werde berichten.

Update Regen

In der Zwischenzeit hatte ich die Schuhe auch mal beim Regen getragen und muss sagen, dass sie dafür weniger geeignet sind. Sie trocknen zwar schnell, der Fuß im Schuh aber natürlich nicht so. Vor allem wenn man Socken an hat.
Wenn man dann mit nassen Füßen z.B. auf der Arbeit ankommt und den ganzen Tag mit nassen Füßen rum laufen muss, ist das nicht so angenehm.

Fujifilm X-E3 + Fujinon XF 23 mm F/2

Fujifilm X-E3: Spätes Review

Warum spätes Review? Na die Kamera ist seit 1,5 Jahren auf dem Markt. Da mich aber niemand sponsert, kann ich nur darüber berichten, was ich auch privat besitze.
Ich habe schon länger ein Auge auf die Kamera geworfen und mein Plan war es eigentlich in diesem Jahr damit meine X-T1 und X100s zu ersetzen. Beides sind gute Kameras, aber bei den neueren Fujifilm-Modellen gibt es doch ein paar Verbesserungen, die ich gerne hätte.Bevor ich den Plan in die Tat umsetzen konnte, „half“ das Schicksal etwas nach. Wobei ich auf diesen „Schubser“ gerne verzichtet hätte. Im Januar ist in unser Haus eingebrochen worden und unter anderem meine komplette Fujifilm-Ausrüstung gestohlen worden. Also X-T1 und alle Objektive. Meine Infrarot X-E1 haben sie da gelassen (sah vermutlich nach analog aus) und meine X100s hatte ich zu der Zeit bei mir.

Da ich im Prinzip nichts mehr hatte, konnte ich auch mal über den Fujifilm-Tellerrand schauen, was die anderen Hersteller in der Zwischenzeit so anbieten. Habe mir daher die Sony A7 II und die Sony Alpha 6500 angeschaut. Beides sehr gute Kameras. Bei der A7 II störte mich allerdings die Größe und Gewicht, vor allem mit hochwertigen Objektiven und die DSLR-Bauweise. Ich brauche kein Vollformat. Bildstabilisierung im Gehäuse und Klappdisplay sind zwar ganz gut, aber machen die Nachteile für mich nicht wett. Die Alpha 6500 wäre schon eher was für mich. Kleiner, leichter, trotzdem Klappdisplay und Bildstabilisierung im Gehäuse. Hier störte mich allerdings die Bedienung. Man kann zwar viel auf seine Bedürfnisse konfigurieren, aber der Blendenring fehlt mir doch, und die Belichtungskorrektur finde ich zu umständlich. Eine meiner meist genutzten Funktionen.

Fujifilm X-E3 + Fujinon XF 23 mm F/2

Fujifilm X-E3 + Fujinon XF 23 mm F/2

Entscheidung für die X-E3

Die Entscheidung fiel letzt endlich doch auf die Fujifilm X-E3. Sie ist definitiv nicht optimal für mich, da sie kein Klappdisplay, keine Bildstabilisierung im Gehäuse und keinen Wetterschutz bietet. Das sind alles Dinge, die man locker hätte umsetzen können, wie die Alpha 6500 beweist. Fast alle neuen Fuji-Objektive sind Wetter geschützt (WR), warum dann nicht auch die Gehäuse neuer Kameras? Ja, das Klappdisplay mag vielleicht nicht ganz zum Design passen, aber wenn man es nicht ausklappt, wird man eh keinen Unterschied sehen. meine Vermutung ist, dass Fuji eine technische Abgrenzung zu den „höherwertigeren“ Serien, wie X-Pro, X-T oder seit neuestem X-H haben wollte. Die X-E3 mit Klappdisplay, Wetterschutz und Bildstabilisierung wäre die fast perfekte Kamera für mich.
Warum habe ich mich also gegen die anderen Kameras und für die X-E3 entschieden? Nun, zum einen kenne ich mich mit diesen Kameras ganz gut aus, es ist also kaum Umgewöhnung notwendig. Ich bin immer noch großer Fan des Bedienungskonzepts, das sich stark an analogen Kameras orientiert. Die Kamera ist schön, leicht, kompakt und bietet technisch sehr viel. Die ganzen technischen Eckdaten werde ich hier nicht auflisten, davon gibt es genug im Netz. Fuji hat allerdings ein paar negative Punkte, die ich bei älteren Fujifilm-Modellen moniert habe, tatsächlich verbessert. Dazu später mehr. Hinzu kommen einige sinnvolle Neuerungen, so dass die Kamera trotz der fehlenden oben genannten Features für mich attraktiv genug war. Und nicht zuletzt der Preis. Momentan gibt es den Body für knapp 700 € neu zu kaufen. Im Vergleich zur Alpha 6500 kann ich mir die X-E3 und schon fast ein Objektiv kaufen.

Fujifilm X-E3 + Fujinon XF 14 mm F/2.8 + Fujinon XF 23 mm F/2 + Fujinon XF 35 mm F/2 + Fujinon XF 50 mm F/2 = 1330 g

Fujifilm X-E3 + Fujinon XF 14 mm F/2.8 + Fujinon XF 23 mm F/2 + Fujinon XF 35 mm F/2 + Fujinon XF 50 mm F/2 = 1330 g

Objektive

Ich werde in den nächsten Wochen auch noch ein paar Reviews zu Objektiven schreiben, da ich jetzt auch neue Objektive habe und es nicht die Gleichen sind, wie ich sie vorher hatte. Ich konzentriere mich nun mehr auf die neuen „kleinen“ f2 Objektive, auch Fujicron genannt. Die sind optisch vielleicht nicht ganz so stark, wie die „Großen“, aber immer noch hervorragend. Dafür sind sie meist günstiger, kompakter, leichter und haben einen schnelleren Autofokus. Das sind Aspekte, die momentan wichtiger sind. Lediglich das XF 14 mm f/2.8 habe ich mir wieder geholt, weil es trotzdem recht kompakt ist und ich weiß, dass es sich gut für Infrarot-Fotografie eignet.

Fujifilm X-E3 Rückseite

Fujifilm X-E3 Rückseite

Body

Aber zurück zur X-E3. Deren Gehäuse ist sogar noch einen Tick kleiner, als das der Vorgänger. Dafür musste auch der integrierte Blitz weichen. Den gibt es jetzt als aufsteckbaren Popup-Blitz, wie ich ihn schon von der X-T1 kannte. Für mich persönlich nicht so schlimm, da ich eh kaum blitze. Außerdem finde ich diesen Bitz etwas einfacher: hoch geklappt = eingeschaltet; runter geklappt = ausgeschaltet. Obwohl das Gehäuse sehr kompakt ist, kann ich gut damit arbeiten. Wie das mit den großen Objektiven an der Kamera wäre, weiß ich nicht. Ist für mich aber auch nicht so wichtig, da ich eher auf die kompakten Objektive setze. Und die X-E3 und diese Objektive sind wie füreinander gemacht.
Auch das Stativgewinde befindet sich wieder nicht auf der optischen Achse. Das kann man durch einen entsprechenden Handgriff beheben. Ist für mich aber auch nicht so wichtig, da ich verhältnismäßig wenig Stativ nutze, und wenn doch, dann mache ich keine Panoramas damit.
Die Tasten auf der Rückseite befinden sich nun alle rechts oder oberhalb vom Display, so dass man alles mit der rechten Hand bedient.

Fujifilm X-E3 Touch-Display

Fujifilm X-E3 Touch-Display

Touch-Display

Dafür bietet die X-E3 als erste X-Kamera ein Touch-Display an. Ich war zunächst skeptisch und bin es immer noch, aber das wird sich vermutlich mit etwas Übung ändern. Zunächst mal das Wichtigste: man kann Touch nutzen, muss es aber nicht. Die Kamera lässt sich auch komplett ohne der Touch-Funktionen nutzen. Das finde ich sehr gut. Der Fotograf kann für sich so entscheiden, welche Art der Bedienung besser ist. Der Joystick ist dafür ein super Ersatz.Nutzt man das Touch-Display aber nicht, verliert man dadurch 4 Fn-Tasten. Das Gehäuse an sich hat nicht so viele Tasten, dafür hat man Wischgesten, wie man sie vom Smartphone kennt, eingeführt. Diese Gesten kann man sich dann nach belieben mit Funktionen belegen. Zugegeben, wie man am besten wischt, wie empfindlich das Touch-Empfindlichkeit ist, da muss man sich erst mal dran gewöhnen. Außerdem finde ich es merkwürdig, dass man nicht per Touch durch die Menüs navigieren kann. Beim Fotografieren selbst kann das Touch-Display durchaus sehr nützlich sein. So kann man das Display unterschiedlich einstellen:

  • Man tippt aufs Display –> der Punkt wird fokussiert.
  • Man tippt aufs Display –> der Punkt wird fokussiert und die Kamera löst aus.
  • Das Display wird quasi wie ein Touch-Pad eines Notebooks verwendet. Nur scheibt man damit nicht den Mauszeiger über das Display, sondern den Fokus-Punkt.
  • Ob man das nun nutzt, oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Ich greife meist doch eher zum Joystick. Aber für Smartphone-Fotografen sicher ein interessantes Feature, weil man sich so nicht ganz so viel umstellen muss.

    Menü nicht immer intuitiv

    Die Menüführung finde ich auch etwas gewöhnungsbedürftig und nicht intuitiv. Was z.B. SD-Karte Formatieren oder Sensorreinigung in der Gruppe „Benutzereinstellungen“ verloren haben, erschließt sich mir nicht. Grundsätzlich ist das aber nicht so wild, da man sich meist die Kamera ein mal auf die persönlichen Anforderungen einstellt und dann nur noch selten das Menü aufsucht. Es gibt ja viele dedizierte Tasten, frei belegbare Fn-tasten und das konfigurierbare Q-Menü. Da muss man wirklich eher selten ins „richtige“ Menü.

    Eigene Namen für Custom Settings

    Seit den ersten X-Kameras von Fujifilm kann man sich Custom Settings definieren und einfach abrufen. Custom Settings sind quasi frei definierbare Einstellungspresets, über die man schnell viele Einstellungen auf bestimmte Situationen anpassen kann. Ein sehr nützliches Feature. Doch bisher konnte man für die Presets keine Namen vergeben. Sie hießen, wie die Filmsimulation, die man im Preset gewählt hat. Nicht besonders aussagekräftig, vor allem, wenn man mehrere Presets mit der gleichen Filmsimulation definiert hatte. Nun kann man endlich auch Namen vergeben. Die Bildschirm-Tastatur, die man dafür verwendet ist auch nicht besonders intuitiv nutzbar, aber wenn man es ein mal raus hat, ist es ok. Man nutzt sie eh sehr selten, da man in der Regel nicht so häufig neue Custom Settings definiert.

    Anzeige Belichtungszeit

    Sehr gut finde ich die neue Funktion, dass die aktuell errechnete Belichtungszeit im Zeitautomatik-Modus angezeigt wird. Das kannte ich schon von meiner alten Nikon D90 und habe mir das von Anfang an bei den Fujis gewünscht. Bisher war es so, dass man erst die aktuell berechnete Belichtungszeit erst sehen konnte, wenn man den Auslöser halb durchgedrückt hat. Nun wechselt die Anzeige, wenn man z.B. die Kamera schwenkt und sich die Lichtverhältnisse ändern. So kann man sehr schnell sehen, ob die errechnete Zeit für einen ok ist und ggf. manuell nachjustieren.

    ISO-Einstellung

    Eine weitere kleine, aber für mich sehr nützliche Funktion wurde implementiert. Bei den meisten X-Kameras hat man entweder ein dediziertes Einstellungsrad für ISO, oder man muss es übers Menü machen. Mein langgehegter Wunsch war es die ISO-Einstellung auf eines der vorderen oder hinteren Räder legen zu können, und zwar so, dass man dafür nicht noch extra eine Taste drücken muss, und ohne dass dafür ein Menü aufgeht. Es ist zwar etwas tricky einzustellen, aber man kann das vordere Einstellrad so belegen, dass wenn man dran dreht sich die ISO-Einstellung sofort ändern und man das nur an der ISO-Anzeige sieht. Es geht also kein Menü auf. Super Sache. Allerdings gibt es hier einen Wermutstropfen. Wenn man sich die wählbaren ISO-Werte auf einer Skala vorstellt (links die niedrigen Werte, rechts ansteigend), dann ist die Platzierung der Auto-ISO-Programme aus meiner Sicht an der falschen Stelle. Die sind nämlich ganz rechts, also noch hinter den größten ISO-Werten. In der Realität wird man meistens mit den Auto-ISO-Programmen arbeiten. Wenn man mal davon manuell abweichen möchte, wird man meist bei den kleineren ISO-Werten anfangen und sich dann bis zum gewünschten Wert „hocharbeiten“. Daher gehören für mich die Auto-ISO-Programme auf die andere Seite der Skala, weil man dann viel schneller bei den kleineren Werten anfangen und sich dann „hocharbeiten“ kann. leider kann man auch nur bis zum Ende der Skala scrollen. Wäre schön, wenn es da wenigstens eine Möglichkeit gäbe über das Ende der Skala zum anderen Ende zu springen (keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll).

    Camera Remote App

    Von der Camera Remote App habe ich mir wesentlich mehr versprochen. Ich hoffte, dass ich damit das Klappdisplay zumindest auf dem Stativ kompensieren könnte. Ich kannte die App schon von früher, aber die X-E3 ist meine erste Kamera, die auch die Bluetooth-Verbindung unterstützt. Ich erhoffte mir eine bessere und vor allem schnellere Verbindung zum Smartphone. Aber da hat Fujifilm aus meiner Sicht den größten Bock geschossen. Und die Bewertungen im Play Store geben mir da Recht. Zunächst wollte sich die App überhaupt nicht verbinden. Sie suchte endlos, es gab aber nie eine Verbindung. Ein wenig Recherche ergab, dass die App nur dann verbindet, wenn sie Zugriff auf aktivierte Standortdienste des Smartphones hat. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Wenn das so ist, warum kommt in der App keine entsprechende Meldung? Stattdessen such die App endlos. Noch besser wäre es, wenn man diesen Zwang komplett entfernen würde. Das ist doch eigentlich nur dann notwendig, wenn man seine Bilder geotaggen möchte. Ich möchte das aber nicht, und meine Standortdienste am Smartphone ist auch fast immer deaktiviert, weil ich sie nicht brauche und sie außerdem viel Akku fressen.Dann habe ich die App ein wenig genauer unter die Lupe genommen. Es sind Tracker von Google implementiert. ich weiß, dass diese Tracker das Nutzerverhalten protokollieren und an Google senden. Auch hier weiß ich nicht, wo ich anfangen soll, so mies ist das. Wenn man schon tracken will, dann kann man einen einsprechenden Dienst selbst hosten (in diesem Falle Fuji). Google ist natürlich billiger, aber auch nur deswegen, weil die App (und übrigens die meisten anderen auch) Google persönliche Daten freihaus liefert. Google, die Datenkrake schlechthin. Dabei gibt es immer die gleiche Ausrede, man will damit die App verbessern. Aber wenn man sich anschaut, wie mies die App ist, und wie wenig Fuji tut, um das zu ändern, dann kann man nur zu dem Schluss kommen, dass das schlichtweg eine Lüge ist. Meine Vermutung ist, dass man mit den Daten wesentlich einfacher personalisierte Werbung platzieren kann. Und mit den zwanghaft aktivierten Standortdiensten hat man dazu sogar noch ein Bewegungsprofil. Das geht gar nicht! Damit ist die App praktisch unbenutzbar für mich. Mag sein, dass das viele menschen nicht kümmert, aber die ganzen Datenskandale der letzten Zeit zeigen, dass der beste Schutz vor Datenverlust und Datenmissbrauch nun mal Datensparsamkeit ist.

    Acros Filmsimulation

    Diese Filmsimulation ist neu für mich. Ich habe mich schon sehr darauf gefreut. Momentan experimentiere ich noch etwas mit den Einstellungen rum. Den ganz großen Unterschied zu den bisherigen Schwarzweiß-Filmsimulationen habe ich noch nicht gesehen, aber vermutlich sieht man das bei anderen Lichtverhältnissen besser. Auch die Körnung, die man optional dazu schalten kann, ist für mich noch gewöhnungsbedürftig.Hier schon mal meine ersten Testbilder:

    Fujifilm X-E3 Acros Filmsimulation (OOC nur für den Blog verkleinert)

    Fujifilm X-E3 Acros Filmsimulation (OOC nur für den Blog verkleinert)

    Fujifilm X-E3 Acros Filmsimulation (OOC nur für den Blog verkleinert)

    Fujifilm X-E3 Acros Filmsimulation (OOC nur für den Blog verkleinert)

    Fujifilm X-E3 Acros Filmsimulation (OOC nur für den Blog verkleinert)

    Fujifilm X-E3 Acros Filmsimulation (OOC nur für den Blog verkleinert)

    Fazit

    Auch wenn ich noch einige Verbesserungsvorschlag habe, ist die X-E3 eine hervorragende Kamera für Fotografen, wie mich. Viel Kamera in einem hübschen und kompakten Gehäuse zu einem mittlerweile vergleichsweise günstigen Preis. Dazu ein gutes Objektiv-Lineup, mehr braucht man eigentlich selten.
    Ich habe nun die X-E3, XF 14 mm f/2.8, XF 23 mm f/2, XF 35 mm f/2 und das XF 50 mm f/2. Mit den Schutzkappen und Gegenlichtblenden der Objektive, den Objektiven, dem Blitz, Speicherkarte, Akku und Kamera wiegt mein Setup nun 1330 g. Oft bin ich nur mit der Kamera und dem XF 23 mm unterwegs, was insgesamt 600 g wiegt. Für das, was das Setup leistet und bietet, ist das ein schön geringes Gewicht. So mag ich es.