Berlin 2015 – Der verschliffene Diamant – Part 1

Berliner Ampelmännchen

Berliner Ampelmännchen

Müde Gestalten im Neonlicht,
Mit tiefen Falten im Gesicht
Die Frühschicht schweigt, jeder bleibt für sich
Frust kommt auf, denn der Bus kommt nicht…
Und überall liegt Scheiße, man muss eigentlich schweben
Jeder hat n‘ Hund aber keinen zum Reden
Ich atme ständig durch den Mund das ist Teil meines Lebens,
Ich fühl mich ungesund, brauch was Reines dagegen

Dies ist ein Auszug aus dem Lied „Schwarz zu blau“ von Peter Fox, in dem er von seiner Liebe zu Berlin singt. Und ich finde, er beschreibt es darin ganz gut, das was Berlin ausmacht. Es ist eine laute, dreckige und raue Stadt mit extremen Gegensätzen. Außerdem ist es eine der Städte mit der außergewöhnlichsten Geschichte der letzten Zeit.

Am besten ich fange ganz vorne an. Das erste, was einem auffällt, wenn man am Berliner Hauptbahnhof ankommt, sind die Unübersichtlichkeit und die vielen Treppen. Und das zieht sich eigentlich durch alle öffentlichen Verkehrsmittel durch. Treppen, Treppen und noch mehr Treppen.

Größtes Wandmural in Berlin

Größtes Wandmural in Berlin

Auf der Seite unseres Hotels ist das größte Wandmural Berlin zu sehen, welches auch wirklich sehr imposant ist.
Da unser Zimmer noch nicht ganz fertig war, ließen wir unser Gepäck im Hotel und gingen erst mal eine Kleinigkeit essen. Wir waren ja schon seit 5 Uhr auf den Beinen.
Direkt um die Ecke haben wir genau das Richtige gefunden. Ein niedliches Cafe in einem Altbau.

Da das Zimmer immer noch nicht fertig war, haben wir beschlossen zum KaDeWe (Kaufhaus des Westens) zu laufen. Auf dem Weg dahin fanden wir einen schönen urbanen Park fast direkt neben unserem Hotel. Viele Bäume findet man dort zwar nicht, dafür viel Platz, einige Sportanlagen für junge Leute und Eisenbahnbrücken.

Das KaDeWe ist eigentlich nichts anderes, als ein großes Kaufhaus, ähnlich dem Kaufhof in Köln. Uns interessierte besonders die Lebensmittel- und Feinkostabteilung. Eine wirklich sehr große Auswahl haben die da.
Dort haben wir auch mit Champagner auf Simones Geburtstag angestoßen.
Irgendwann forderten das sehr frühe Aufstehen und die Reise ihren Tribut.

Nach dem wir unser Zimmer bezogen haben, haben wir uns kurz frisch gemacht, und machten uns auf die Suche nach einem schönen Restaurant fürs Abendessen.
Gefunden haben wir das Riehmers. Ein schönes kleines und ruhiges Restaurant mit leckerem Essen. Ein schöner Abschluss für Simones Geburtstag.

Paris 2015 – Instant

Sacre Coeur auf Impossible SX-70 Color

Sacre Coeur auf Impossible SX-70 Color

Dies hier ist nun mein Letzter Beitrag zum Thema Paris 2015.
Wie schon erwähnt, hatte ich auch meine Polariod SX-70 mit, und habe dort auch ein wenig damit fotografiert (wenn ich mal dran gedacht habe).

Die Kamera ist 40 Jahre alt, die Filme nicht original von Polaroid (gibt es ja nicht mehr). Daher sind die Ergebnisse eher durchwachsen. Habe in Paris einen kleinen Foto-Laden gefunden, der sich auf analoge Fotografie spezialisiert hat. Fand ich sehr schön übrigens.

Paris 2015 – Breakdancer

Breakdancer in Paris

Breakdancer in Paris

Im Prinzip ist mein Bericht über Paris 2015 abgeschlossen. Ich habe mich aber dazu entschlossen noch zwei Artikel auszukoppeln, um die bisherigen Artikel zu dem Thema nicht noch mehr zu überfrachten.

Dies ist die erste Auskopplung und behandelt ein Ereignis vom Samstag als wir einen Teil des Nachmittags am Centre Pompidou verbracht haben.
Vor dem Strawinski-Brunnen befindet sich ein Platz mit flachem Boden. Am Samstag waren dort ein paar junge Männer, die eine Breakdance-Vorführung veranstaltet haben. Ich habe nicht wirklich viel Ahnung von der Materie, aber ich habe schon einige Vorführungen auf Wettbewerben auf YouTube gesehen, und die Jungs in Paris waren jetzt nicht schlecht, aber auch nicht besonders herausragend.
Aber das ist auch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, dass die Jungs Spaß und auch das Publikum Spaß hatte. Die Jungs hatten die Gelegenheit vor Publikum aufzutreten und ein wenig Geld zu sammeln, und das Publikum hatte was zum Gucken.

Ursprünglich wollte ich nur ein Bild davon machen. Aber wie das mit digitaler Fotografie ist, man macht in der Regel doch mehrere Bilder, um eine Auswahl zu haben und sich am Ende fürs Beste zu entscheiden. Die Vorführung dauerte nicht besonders lange (oder ich merkte nicht, wie die Zeit verflog), so dass ich fast die ganze Zeit kurz vor und während der Vorführung fotografiert habe.

Die Jungs standen so, dass sie die Sonne im Rücken hatten, also die Zuschauer quasi gegen’s Licht schauen mussten. Viele Fotografen mögen das nicht. Ich bin aber nicht viele, ich mag so etwas. Schon beim Fotografieren hatte ich sehr kontrastreiche Schwarzweiss-Bilder von der Szene im Kopf.

Bei der Auswertung der Bilder zu Hause stellte ich fest, dass unerwartet fast alle Bilder zumindest technisch ganz gut geworden sind. Unerwartet deswegen, weil erfahrungsgemäß Kameras und Objektive bei Gegenlicht oft ihre Probleme haben. Und meine Fujifilm X100s, mit der ich die Bilder gemacht habe, hat ein weitwinkliges Objektiv und eine recht kleine Streulichtblende (auch Gegenlichtblende). Beides Faktoren, die unerwünschte Lichteffekte begünstigen.
Aber ich habe mich getäuscht. Die Bilder sind technisch gut geworden, und haben noch viel mehr Zeichnung, als ich es vor Ort erwartet habe.

Beim Aussortieren konnte ich mich schwerlich für ein oder zwei Bilder aus der ganzen Reihe entscheiden. Mir ist außerdem aufgefallen, dass, wenn man sich die Bilder relativ schnell hintereinander anschaut, daraus eine Art Bewegungsstudie entsteht, die auch narrativ ist. Eigentlich logisch, aber zugegeben, vor Ort habe ich darüber nicht nachgedacht. Ziel waren ja ursprünglich auch nur ein oder zwei Bilder als Ergebnis.

Ach ja, normalerweise gebe ich Leuten auf der Straße höchst selten Geld, aber die Bilder waren es mir wert.

Paris 2015 – Part 3

Im Fenster vom Louvre

Im Fenster vom Louvre

Der Sonntag begann auch recht entspannt. Erst mal gemütlich frühstücken, dann überlegen, was man unternehmen kann.
Nach dem Frühstück ist die ganze Gruppe zu einem Wochenmarkt gegangen, der sich aber nicht wirklich von unseren Wochenmärkten unterschieden hat. Mehr oder weniger alle fanden das nicht so spannend, und so ging es recht schnell weiter zum Louvre, dem berühmten Museum, in dem man unter anderem die Mona Lisa bestaunen kann.

Da wir unseren Zug am Nachmittag besteigen mussten, hatten wir keine Zeit das Museum zu besuchen. Macht nichts, ich war da schon mal drin. Für dieses Museum braucht man eigentlich eh mehrere Tage.
Aber um das Museum herum ist auch einiges los. So richtig spannend war aber auch das nicht wirklich. Ich habe dann, um etwas Zeit tot zu schlagen einfach die Touristen bei ihren touristischen Tätigkeiten fotografiert.

In der Nähe des Museums haben wir dann unser Mittagessen in einem schönen Bistro zu uns genommen. Das Essen war wirklich sehr gut, der Service auch, und das zu humanen (pariser) Preisen.

Danach ging es noch mal zum Centre Pompidou, da sich die, die am Vortag nicht dabei waren, selbst ein Bild machen wollten.
Es ist erstaunlich, wie sich so ein Ort innerhalb weniger Stunden von der Atmosphäre wandeln kann. Oberflächlich schien es gleich zu sein, doch wenn man genauer hinsah, erkannte man, dass es doch wesentlich ruhiger zu ging. Mag sein, dass es daran lag, dass es Sonntag Mittag war, und die Pariser sich vom Vorabend erholten.
Trotzdem gab es wieder einige schöne Fotomotive. Ansonsten haben wir es uns hier und da gemütlich gemacht und die Sonne genossen.

Wir waren so entspannt, dass jeder von uns die Zeit aus dem Blick verloren hat. Plötzlich große Aufregung. Unser Zug fährt bald ab, und wir müssen noch unsere Koffer, die wir im Hotel deponiert haben, abholen. Also schnell zur Metro, dann zum Hotel, Koffer schnappen und wieder zur Metro rennen. Die Fahrt zum Bahnhof Gare du Nord zog sich, und die Teilnehmer wurden immer nervöser. Hinzu kam, dass es mittlerweile ziemlich warm war, so dass man ganz schön ins Schwitzen kam.

Am Bahnhof angekommen rannten wir zu den Gleisen. Den Thalys sah man dann recht schnell, den dieser Bahnhof ist ein Kopfbahnhof. Wir rannten den Zug entlang. Plötzlich bleibt Simone stehen und liest sich ein Schild auf dem Zug durch. Dort steht, dass der Zug nach Amsterdam fährt, also der Falsche für uns ist. Auf Nachfrage erfahren wir, dass unser Zug auf dem gleichen Gleis steht, nur weiter vorne. Also rannten wir weiter. Schließlich haben wir den Zug mehr oder weniger fast auf die Minute pünktlich erreicht. Das war ganz schön knapp. Unserem Organisator sind ganze Felsblöcke vom Herzen gefallen.
Die Rückreise war dann sehr entspannt und unspektakulär.

Gospelchor

Gospelchor

Dieser Zug bringt uns heim

Dieser Zug bringt uns heim

Das ist zwar nicht der letzte Beitrag zum Thema FAB Exkursion Paris 2015 (es werden noch zwei Beiträge mit speziellen Themen folgen), aber der letzte Teil, der sich nur um die Reise an sich dreht.
Daher ist es nun an der Zeit ein Fazit zu ziehen.
Wie bereits erzählt, war ich schon mal vor ca. 8 Jahren in Paris. Damals allerdings noch nicht wirklich fotografisch unterwegs. Damals war ich etwas enttäuscht. Nicht weil die Stadt schlecht wäre, sondern weil ich ganz andere Erwartungen hatte. Diese Erwartungen kamen von Erzählungen, TV-Sendungen, Berichten, Filmen etc.

Ich fand es damals sehr laut (ja, ich weiß, ist eine Großstadt). In den viel gelobten Straßencafés konnte man sein eigenes Wort nicht verstehen, weil der Verkehr so stark war und fast überall Kopfsteinpflaster ausgelegt war.
Diesmal hatte ich das Gefühl, dass der Verkehr nicht so stark war, und es mehr asphaltierte Straßen gab.

Die Menschen damals fand ich auch eher arrogant und abweisend. Und das vor allem da, wo man das Gegenteil erwarten würde, also in Service-Bereichen, wie Einzelhandel oder Gastronomie.
Doch das hat sich, zumindest etwas geändert. Mittlerweile können die meisten Angestellten in diesen Bereichen wenigstens ein wenig Englisch. Damit und mit Simones gutem Schul-Französisch sind wir ganz gut zurecht gekommen. Aber getrennte Rechnungen kriegen die immer noch nicht hin. Wenn man mit 11 Leuten zusammen in einem Restaurant isst, dann gibt das immer Chaos, wenn man am Ende nur eine Gesamtrechnung bekommt. Ist auch nicht besonders clever von den Service-Kräften, denn mit Einzelrechnungen würden sie mehr Trinkgeld bekommen.

Paris ist eine Großstadt und die Hauptstadt einer der größten Volkswirtschaften der Welt. Dennoch hat man eher das Gefühl in einer fast mediterranen Stadt zu sein, zumindest wenn die Sonne scheint. Irgendwie ist es das Licht und die lässige Atmosphäre, die es besonders machen. Die viele Häuser haben wunderschöne Fassaden, die meist weiß oder sandsteinfarben sind. Bei schönem Wetter ergibt das ein schönes warmes Licht.

Ach ja, wir haben ja im Foto-Club Mitglieder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Sie waren zwar nicht mit, aber man achtet dann schon mal hin und wieder auf deren Belange. Paris ist so gar nicht barrierefrei. Hohe Bordsteine und wie man mit einem Rollstuhl zur Metro kommen soll, ist mir auch schleierhaft. Vielleicht gibt es da aber alternative Möglichkeiten.

Alles in Allem hat es mir diesmal wesentlich besser gefallen. Meine Lieblingsstadt ist Paris aber dennoch nicht. Nicht mal die europäische Lieblingsstadt. Mit Amsterdam hat es aber auch eine sehr starke Konkurrenz.

Paris 2015 – Part 2

Panorama vom Place des Vosges

Panorama vom Place des Vosges

Der Samstag startete mit bestem Städtetrip-Wetter. Sonnenschein, blauer Himmel mit ein paar Wölkchen, eine frische Brise und nicht zu heiß.
Auch das Frühstück war überraschend gut. Normalerweise war ich es in Frankreich gewohnt nur Croissants und Marmelade zu bekommen. Wir hatten auch Baguettes, Toast und Körnerbrötchen. Dazu auch Schinken und Käse.

Nach dem Frühstück sind alle zusammen los gegangen. Zuerst haben wir einen botanischen Garten (Jardin des Plantes), ähnlich der Flora in Köln, besucht. War ganz nett, aber nicht besonders interessant.

Wir liefen weiter zu einer hübschen kleinen Straße (Rue Cremieux), die aber auch eher langweilig war. Dort zeichnete sich ab, dass einige Teilnehmer nicht so viel laufen konnten oder wollten, so trennten wir uns. Simone führte, als lebendes Navi, Klaus und mich an. Der Rest bestieg die Metro zu anderen Zielen.

Rue Cremieux und ich

Rue Cremieux und ich

An der Seine fanden wir einen Antikmarkt. Simone war schon halb drin, wurde jedoch von einem „Türsteher“ zurück geholt, der uns zu Verstehen gegeben hat, dass man dafür Eintritt zahlen muss. Sehr merkwürdig, aber naja. Wir sind natürlich außen rum weiter gelaufen.

Nach einiger Zeit erreichten wir den Place des Vosges. Dieser Platz hat es mir auf Anhieb angetan, da er mich ein wenig an die Parks und begrünten Plätze in Köln im Sommer erinnert hat. Nur schicker. Der Platz selbst ist sehr symmetrisch aufgebaut. In der Mitte befindet sich eine Statue, darum sind Bäume, und darum sind Grünflächen. In den vier Ecken des Platzes standen sehr schöne Brunnen. Umringt ist der Platz von einer Straße und einer Reihe von alten Häusern. Auf den Grünflächen genossen die Menschen das schöne Wetter, Kinder tollten umher, und mittendrin wir. Der perfekte Ort für eine Pause.
Ich mag so etwas, denn dabei kommen oft die besten Fotos raus. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man für gute Bilder in einer solchen Umgebung, die Situation erst mal auf sich wirken lassen sollte. Einfach um die Atmosphäre in sich aufzunehmen und und ein Teil davon zu werden. Dann fallen einem plötzlich ganz viele Motive auf, die man beim Vorbeilaufen überhaupt nicht sehen konnte.
Ich hätte den ganzen Tag da bleiben können. Doch die Zeit drängte, und wir liefen weiter zum und durchs angesagte Viertel Le Marais.

Das hat uns auch richtig gefallen. Natürlich tummelten sich da nicht wenige Touristen rum, aber man traf dort, wie auf dem Place des Vosges, sehr viele Einheimische. Wir suchten uns ein nettes Bistro aus, und aßen zu Mittag. Das Essen war gut, der Service auch. Dort habe ich mir das teuerste Bier meines Lebens gegönnt. Für 0,5l Affligem Blonde habe ich 11,60 € bezahlt. Paris ist halt teuer, und 0,5l Bier bekommt man dort im Restaurant kaum unter 8 €. Aber das war schon heftig. Aber Affligem (das Dubbel, nicht das Blonde) ist mein Lieblingsbier aus Belgien, und der Tag war so schön, da wollte ich nicht geizen.

Affligem in Paris

Affligem in Paris

Kellner in einem Bistro in Le Marais

Kellner in einem Bistro in Le Marais

Nach dem Essen erkundeten wir weiter das schöne Viertel. Hier und da standen verschiedene Künstler, und versuchten Aufmerksamkeit zu erregen. Straßenmusikanten, sogar eine Opernsängerin und eine junge italienische Fotografin, die ihre Bilder einfach mit Tesafilm an eine Häuserwand klebte, um sie so für den Verkauf zu präsentieren.
Wir kamen ins Gespräch mit ihr, Klaus kaufte ihr sogar drei Bilder ab, und als ich meine 40 Jahre alte Polaroid SX-70 rausholte, war sie hin und weg.

Weiter ging’s. Wir gingen zum Centre Pompidou, dem weltberühmten Kunstmuseum, dessen Ableger ich bereits in Metz besucht habe. Natürlich hatten wir keine Zeit das Museum selbst zu besuchen, obwohl ich das liebend gern gemacht hätte. Aber bei nicht mal drei Tagen war das einfach nicht drin.
Aber um das Museum herum gab es schon mehr als genug zu sehen. Auf dem großen Vorplatz gab es wieder verschiedene Straßenkünstler. Einer machte eine Show für und mit den Zuschauern, ein anderer machte riesige Seifenblasen, wiederum andere machten mit Klebeband ein Kunstwerk auf den Boden.
Seitlich des Museums gab es noch zwei andere Plätze. Auf dem einen stand ein selbstreinigendes öffentliches Klo. Sehr ulkig. Dort war auch ein Graffiti-Künstler, der einfach Klarsichtfolie zwischen zwei Bäumen aufgespannt hat, und das als „Leinwand“ genutzt hat.
Auf dem Platz neben dem Strawinski-Brunnen haben Break-Dancer ihre Show abgezogen (dazu werde ich einen gesonderten Blogbeitrag schreiben) und einige Jungs Fußball gespielt. Das fand ich sehr schön, denn so kam dort Jung und Alt zusammen und es gab viel Abwechslung. Ich glaube nicht, dass so etwas in Deutschland möglich wäre.
Auch hier haben wir eine Pause eingelegt, und alles auf uns wirken lassen. Ich wäre gerne länger geblieben, aber wie immer, die Zeit war unerbittlich.

Wir fuhren mit der Metro zum ausgemachten Treffpunkt, der berühmten Kirche Sacré Coeur. Die Kirche ist zwar wunderschön, aber dort war es einfach furchtbar. Ein Tsunami aus Touristen. Man hatte das Gefühl, man wäre am Kölner Hauptbahnhof, nachdem der FC gespielt hat.

Blick von Sacré Coeur runter auf Paris

Blick von Sacré Coeur runter auf Paris

Klaus in Aktion

Klaus in Aktion

Sacré Coeur und die Touris

Sacré Coeur und die Touris

Wir sind ganz schnell geflüchtet, und suchten uns ein altes und interessantes Café aus, um uns mit einem kalten Bier zu erfrischen.
So etwas habe ich auch noch nicht gesehen. Das Café sah von innen aus, als hätte es ziemlich wilde Zeiten durchlebt. Vor allem Türen und Fenster waren arg mitgenommen. Aber das gefiel mir sehr. Dort lief auch ein ziemlich betrunkener Kerl rum, der als Cowboy verkleidet war, und plauderte mit vielen Menschen. Plötzlich tut sich der Boden direkt vor dem Eingang auf, und ein Aufzug fährt hoch mit dem Getränke und Leergut aus oder in den Keller transportiert werden. Irgendwie lustig.

Nach dem Bier haben wir uns mit dem Rest der Teilnehmer getroffen und machten uns auf die Suche nach einem Lokal fürs Abendessen. nach einer kleinen Wanderung wurde es schließlich eine Pizzeria. Das Essen war gut, sonst nichts Besonderes.
Nach dem Essen sind wir zum Tour de Montparnasse gefahren. Es ist ein Hochhaus mit einem Aussichtspunkt. Doch selbst spät abends gab es dort eine Schlange, die sich kaum fort bewegte. Außerdem kostete der Eintritt 15 € pro Nase. Dafür bekomme ich ja schon fast 1,5 Bier 😉
Wir haben uns alle entschieden darauf zu verzichten.
Wir liefen von da aus zu Fuß zurück zum Hotel. Angeblich nur 2 km, aber es kam allen viel länger vor.
Erschöpft haben wir uns noch einen kleinen Absacker im Café vorm Hotel gegönnt, und uns gegenseitig die Erlebnisse des Tages erzählt.

Gare du Nord

Paris 2015 – Part 1

Gare du Nord

Gare du Nord

Wie jedes Jahr hat die FAB auch dieses Jahr eine Jahresexkursion unternommen. Für 11 Mitglieder war diesmal Paris das Ziel.
Ich habe lange überlegt, ob ich mitfahren soll, da ich schon mal vor ca. 8 Jahren in Paris war, und nicht so begeistert war. An sich eine interessante Stadt, aber ich hatte irgendwie andere Erwartungen.
Diesmal hatte ich keine besonderen Erwartungen, da ich ja schon mal da war. Außerdem war der Zweck meiner Reise ein anderer.
Doch diesmal war irgendwie alles anders. Aber dazu später mehr.

Auch dieses Mal sind wir mit dem Thalys gefahren. Die Preise sind ok, man sitzt relativ gemütlich und ist in 4 Stunden mitten in Paris. Die Reise war sehr entspannt und ohne besondere Ereignisse.

In Paris angekommen ging es in die Metro um zum Hotel zu kommen. Von der Metro-Station mussten wir noch ein wenig zum Hotel laufen. Auf dem Weg da hin hörten wir plötzlich Schreie. Diese kamen von einem Tumult auf einer Kreuzung. Recht schnell eskalierte der Tumult zu einer ausgewachsenen Schlägerei zwischen einem Taxi-Fahrer und einem Moped-Fahrer. Zwei Passanten sind dazwischen gegangen und bekamen auch ordentlich was auf die Nase. Die Leute waren vollkommen außer sich.
Ich habe das absichtlich nicht fotografiert, ist nicht so mein Ding.

Das Hotel lag in einer ruhigen Straße, die Zimmer waren nichts Besonderes, aber ok. Da wir nur zum Schlafen da sein würden, war das auch nicht so wichtig. Aber kein Vergleich zu den Hotels in Vietnam. Sowohl was Ausstattung, Service und auch Preis anbelangt. Aber das ist nun mal Paris. Da ist alles irgendwie teuer.

Nach dem Einchecken gingen wir schon mal los um die Gegend zu erkunden und nach einem Lokal fürs Abendessen Ausschau zu halten. In dem Viertel gab es eine schöne Straße mit netten Geschäften, die auch recht belebt war. Nach einigem Hin und Her haben wir uns schließlich für ein Restaurant entschieden. Es roch dort zwar etwas merkwürdig, und es war recht schräg dekoriert, der Service war aber ok. Als wir alle unser essen hatten, macht es auf ein Mal PAFF! und es wurde dunkel. Stromausfall. Trotz vieler Bemühungen verschiedener Personen gab es dort an dem Abend keinen Strom mehr. Wir hatten unser Essen schon, war uns also egal. Bis auf Simone. Simone hat sich ein Raclette bestellt, welches natürlich mit Strom betrieben wurde.

Gestärkt machten wir uns weiter auf den Weg, diesmal Richtung Seine und Notre Dame. Es kam, wie es früher oder später kommen musste, irgendwie haben wir uns gegenseitig aus den Augen verloren. Ich gehörte zu einer kleinen Gruppe von vier Personen. Macht nix, so liefen wir einfach weiter, kehrten zwischendurch in einer Kneipe auf ein Bier ein, und liefen zurück zum Hotel.

Und das war’s auch schon mit dem ersten (halben) Tag in Paris. In Kürze mehr…

Real world review: Fuji X100s for traveling

I usualy don’t wirte my blog in english, so please don’t judge me for my bad english. If you find mistakes, you can keep them.
But I think this would be interesting for more than only the german speaking people. I’m not a pro photographer and Fuji didn’t pay me.
I just want to share my experiences with Fujis cameras as travel cameras, and a little wish list 😉
Maybe someone will find this review helpful for his/her own trip. So let’s start.

I live in Germany and until now I only traveled across Europe. For example I was hiking with all my big backpack full of heavy Nikon gear through the Alps, and it was horrible.

A few weeks ago, I did a three weeks backpacking tour through Vietnam.
Before I started the tour, I was really unsure which camera I should take with me. Once I bought the X100s especially for this trip. But then I bought a X-T1 a few weeks before the trip. Too many options, hard to decide.
I think everybody knows this. Which camera should I take? Which lenses? Do I need a tripod? But what if I see a beautiful landscape? Than I will need a wide lens. But what if I see an interesting detail. Than I will maybe need a tele lens. And so on.
In the end everybody pack too much gear, and so did I. Even with the mirrorless system.
I had my X100s with a lens hood, a clear filter, a soft release button and a garitz half case. I even didn’t use bag or the lens cap for it.
And than I have the X-T1, the borrowed XF 18-55 mm, my XF 14 mm and my XF 35 mm. A small travel tripod, a nd-filter, cleaning stuff and some other little things like extra batteries and sd-cards.
So, I thought I was prepared.

My travel kit

My travel kit

When I arrived in the Old Quarter in Hanoi I quickly realized, my X-T1 and all my lenses are the wrong gear for ME in this place.
It’s overcrowded, it’s loud, the traffic is unbelievable chaotic. This is the right place for street and people photography.
Of course you can use a X-T1 for street photography. I even did (I will tell you later). But the X100s has some advantages.

The viewfinder is on the left side of the camera. Luckily I’m using the right eye to watch through the viewfinder. So I can use the left eye to watch the whole scene to get the right moment.
And when I’m shooting people, they can see my face. I think, this is important, because when you can’t speak a language, a smile can open the people for you.

Smile and the people will smile back

Smile and the people will smile back

The camera is small, lightweight and unobtrusive. I can take it wherever I want. I had it the whole time with me, even when we were in a restaurant for dinner. Usually you won’t bring a huge and loud dslr with you, if you want a nice and romantic evening.
Vietnam, especially the central and the south, is a hot country. I’m used to the weather in central europe. So I don’t want to carry big bags or heavy gear in a country, where I sweat like a pig.
Most of the time I wear short clothes, a slim waist bag (which I can hide under my shirt. I think it was the Jack Wolfskin Document Belt) for small stuff like extra battery, money, credit card and my cell phone, the X100s with a lens hood, clear filter, garitz half case and the soft release button. Nothing else. Not even a small bag for the camera. I wanted to keep so much liberty of action as possible. That feeling of freedom was great. I was not a pack mule anymore.
When we were traveling from one city to another city, the camera was stowed in my backpack (without a special camera bag) or I had it in my hand because I want to make pictures of the travel.

This is how I usually collect experiences

This is how I usually collect experiences

The leaf shutter is so damn quiet, I often had to check, if I made the photo. When I want to make a photo and don’t be discovered, this is a huge advantage. For example you are in a quiet temple and you don’t want to disturb the people there. You can turn your lcd off and only use the viewfinder. This and the quiet leaf shutter turns your camera into a stealth mode. Most of the people did’t even noticed I was making pictures of them.

The camera gives me free moving space, so I can fight with a crazy dangerous bonzai tiger

The camera gives me free moving space, so I can fight with a crazy dangerous bonzai tiger

The controls make it easy to use the camera quickly. I usually shoot in aperture priority and auto iso. So the most used controls are the aperture ring and the exposure compensation dial. In the viewfinder or on the lcd you can immidiately see the impact of your settings, before you press the release button. You don’t have to chimp because you know how the picture would look like before you press the release button. With a dslr you take a picture, you chimp, you modify your settings, you make the picture again until you have the „right“ exposure. This costs space on your sd card and time (while making the picture and later while postproduction).

After 14 hours in a train and after a shower we made plans

After 14 hours in a train and after a shower we made plans

The fixed lens without zoom might be not flexibel enough, you will think. But this lens has two advantages. It force you to think more about composition and what you really want to show. I had the XF 18-55 mm, but I can’t get used to it. I don’t like that I can’t see the setted aperture when the camera is not on. And when I zoom, the aperture changes.
I’m a prime lens guy.

The second advantage is, that when you don’t have the option to change the lens or the focal length, there is one parameter less to set. When you use this camera for a while, it becomes a part of your arm and of your vision. In the beginning I have to turn the camera on and look and try if the frame is right. But after a while I can see a subject and I know if I have to get closer or have to move back to get the right frame.
Did I missed some shoots? Of course I did. Sometimes I wished I had more wideangle or more tele.
But you also will miss shoots with an dslr and a range of 18-300 mm, because you will not have your camera with you and the people will notice you before you can take the picture of them.

They didn't noticed me

They didn’t noticed me

The classic design is also an advantage. When you point with a big dslr monster with a big lens (travellers often use „travel-lenses“ like 18-300) on somebody, you are not in stealth mode. And many people are scared.
If you point the X100s at somebody, this person often think, that this is a film camera. And they don’t take me seriously. They even often came to me and tell me how beautiful the camera is. A nice icebreaker. Our female guide of the cooking class in Hoi An fall in love with this camera, as she said.

I think it’s imortant to think about what kind of travel you gonna make and for what will the pictures be.
For example, if I would travel for my own, and have more time to make the pictures (using a tripod…) I maybe will shoot differently. If I will travel for example to Iceland (I plan this for the future), then I will use the X-T1 because Iceland has beautiful landscapes. And there I will use my XF 14 mm a lot.
But if you travel with your wife, maybe your kids or friends, the X100s will be the better camera. My goal was to make a personal travel diary for my family, for my friends and for the future me. So I tried to make the pictures more personal with more meaning for me and not this fancy pictures I was used to do.

The captain was a nice guy

The captain was a nice guy

I recommend you to watch David Hobby’s (The Strobist) workshop „The Traveling Photographer„. He said a nice sentence: „If you want better travel pictures, you have to have better travel experiences“. So don’t let your big and heavy gear stand between you and your travel experiences.

Is the X100s the perfect travel camera? Hell no!
Maybe Fuji will read this and I hope that they find my „wish list“ helpful.

The jpgs of the Fuji X cameras are great. I love the film simulations and the custom settings. But why have the X100s only 3 slots for custom settings? On my X-T1 I have 3 color- and 4 b&w-settings.
On the X100s I have 1 color- and 2 b&w settings. I need more!
Lets stay by the custom settings. I would like to give names to my custom settings. For example, if I have 3 b&w custom settings (more, less and normal contrast) I can’t see which setting I have to choose, because they have all the same name (the name of the film simulation). Now I have to choose a setting and watch which settings are included.

For a camera like the X100s, which is great for streetphotography, a face detection af would be great. So I can shoot from the hip and have the focus on the face of the people.

The lens is fast enough for most of the time. But an image stabilizer won’t hurt. I like the stabilizer of the zooms, where you can make photos with motion blur without a tripod.

The lens is fixed, so I think it would be easy to build this camera weather sealed. If you are travelling for example in Vietnam, as I did, you can be suprised by a really heavy rain. Or I was kayaking in the Ha Long Bay and I wanted to make pictures of this experience. I had to put my camera into a small plastic bag. This was annoying.

Sometimes I want to shoot in manual mode. Why can’t I choose the iso setting with the exposure compensation dial, when iso is set to auto iso? So I can choose the aperture, the shutter time and the exposure I want. This would make using manual mode much easier.

I love the tilting screen of the X-T1. I know, this doesn’t fit into the classic design concept. But I think usability should be more important than the design.

I can see the values like exposure time (in aperture priority) or iso, when I half press the release button. I want to see them all the time (like on my Nikon).

Everytime I turn the camera off an on, the camera sets the focus to a default point. Even if the manual focusing is set. Sometimes I see an interesting scene, but something is missing (maybe a human). So I turn the camera in manual focus mode and I pre-focus. And then I have to wait. Sometimes I have to wait a long time until the right moment. In this time I turn the camera off to save battery and turn it quickly on, when the right moment seems to appear. But then my pre-focus is gone, because the camera set it to default, when I turned the camera off.

Most of my wishes can be fulfilled by a firmware update. So Fuji please! 😉
When the next model of the X100(x) series will have my hardware wishes, I will immediately replace my loved X100s. I know, some of my wishes are part of the X100t, but not enough.

Please feel free to watch and read my travel diary. The texts are in german language, but maybe the google translator is good enough. The pictures were made all handheld. Most of them are made with the X100s. The last days of my trip I forced myself to use the X-T1 because I did’t want to carry this camera through Vietnam for nothing.
Maybe the pictures of the X-T1 are sharper (better lens), but the X100s pictures are my favourites. And when I watch my pictures and think about this trip, I always have a smile on my lips.

Vietnam 2014 – The End

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Gelbe Blumen für die Ahnen

Es sind die letzten Stunden in Vietnam, die letzten Stunden unserer Reise. Wir schlendern wie so oft zuvor durch die Straßen Hanois. Doch diesmal ist es anders.
Das Wissen um das baldige Ende erzeugt eine schwer zu beschreibende Stimmung.
Deutschland und das gewohnte Leben erscheint so fern und so unwirklich. Wie ein Traum, an dessen Fetzen man sich nach dem Aufwachen wage erinnert. Vietnam ist halt so einnehmend und durchdringend, es frisst einen mit Haut und Haaren, wenn man sich auf das Abenteuer einlässt.
Andererseits fängt das Hirn wieder auf den alt bekannten Schienen zu fahren. Man fängt an im Kopf Listen zu führen, was man machen muss, wenn man zu Hause angekommen ist, was man einkaufen muss usw.
Die letzten drei Wochen mit seinen zahlreichen Erlebnissen erscheint einem fast wie ein fesselnder Film. Man fragt sich wirklich, ob man das alles erlebt hat, und was man daraus in sein zukünftiges Leben mit nimmt. Denn eins ist klar, so etwas lässt einen nicht unberührt.
Doch ich glaube, dafür ist es noch zu früh. Das braucht etwas zeitlichen und mentalen Abstand. Ich weiß noch nicht wann, aber wenn mein Bauchgefühl es sagt, werde ich die Reise noch mal reflektieren und einen Epilog schreiben.

Hanoi verabschiedet sich mit tropischem Wetter und Temperaturen über 30 Grad. In Deutschland erwarten uns Temperaturen um die 4 Grad. Im Flugzeug ist es erfahrungsgemäß auch recht kühl, also ziehe ich das erste mal seit 3 Wochen eine lange Hose an, und hasse das Gefühl sofort, wie nach dem Ende des Sommers.

Diesmal fliegen wir nachts über Hong Kong und man kann sogar die berühmte Skyline erkennen. Ist bestimmt auch ein interessantes Reiseziel.
Wir nehmen Schlaftabletten und schaffen es sogar ca. 6 Stunden zu schlafen. Ob unser Plan gegen den Jetlag aufgeht, wird sich noch zeigen.

Wir kommen früh morgens in Frankfurt an. Es ist kalt, es ist ruhig, es ist grau. Wir fahren noch 2 weitere Stunden von Frankfurt nach Hause und uns fällt auf, wie trist es hier ist. Das liegt zum Teil am Winter, aber zum großen Teil einfach daran, dass hier Farben fehlen. Man ist seit 3 Wochen an das bunte Vietnam gewöhnt und vermisst es schon nach so kurzer Zeit.
Andererseits kommt man mit jedem Kilometer seinem Heim näher, seinen sehr vermissten Katzen und natürlich Freunden und Familie.

Schnell ausgepackt, kurz die erste Waschmaschine angeworfen und direkt einkaufen gefahren, denn den Kühlschrank haben wir vor der Reise leer gemacht.
Abends noch kurz auf den Weihnachtsmarkt gegangen und beim ersten genüsslich geschlürften Glühwein Familie und bekannte Gesichter getroffen.
Das „Leben“ hat uns wieder.

Morgen noch ein wenig die Wohnung auf Vordermann bringen, etwas chillen, denn am Montag fängt der Ernst des Lebens wieder an und wir werden an den Schreibtischen unserer Büros sitzen und uns fragen, wie unglaublich schnell 3 Wochen vergehen können.
Aber nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. War sicher nicht die letzte Reise dieser Art.

Vietnam 2014 – Transfer von Ho Chi Minh City nach Hanoi

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Hanoi von oben

Immer noch kein Internet. Das ärgert mich richtig, denn ich möchte noch meinen Bericht hochladen. Ok, muss ich halt bis zum Flughafen warten.

Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen, doch überraschenderweise gibt es hier kein WLAN. Ho Chi Minh City ist die größte Stadt in Vietnam und verfügt über einen internationalen Flughafen. Selbst auf dem verhältnismäßig kleinen Flughafen in Da Nang und am Hauptbahnhof von Hanoi gab es WLAN.
Klappt natürlich dann nicht, wenn man es dringend braucht.
Ich muss meinen Bericht abermals verschieben.

Das einzig Interessante am Flug war eine Kamera, die an der Front des Flugzeugs angebracht war. Man konnte so den Flug aus der Sicht der Piloten mit verfolgen.

Simone wollte noch einen Kaffee trinken und hat sich ein schönes Café mit einem Baum drin ausgesucht. Wir liefen die Straße auf und ab, fanden es aber nicht. So setzen wir uns in ein anderes Café um kostenloses WLAN zu bekommen, um nach den eigentlichen Ziel suchen zu können.
Ziel anvisiert, und schließlich gefunden – das Align Café in einer alten französischen Villa. Ich hatte einen leckeren Eistee mit Apfelsirup.

Auf dem Weg machten wir noch Halt in dem Restaurant, in dem Simone ihren ersten vietnamesischen Kaffee hatte, der ihr besonders im Gedächtnis geblieben ist. Simone hatte unter anderem ihren geliebten Saigon Café und wir nutzen direkt die Gelegenheit etwas zu essen. War ganz nett, aber nichts außergewöhnliches.

Vietnam 2014 – Ho Chi Minh City (Sai Gon) Part 4

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Saigons Wahrzeichen, die Loutusblüte

Heute sind wir relativ spät aufgestanden, der lange und ereignisreiche Tag zuvor hat ganz schön geschlaucht.
Wir haben uns auch nicht wirklich etwas Spezielles vorgenommen. Man muss sich auch mal etwas Ruhe gönnen.
Nach dem Frühstück sind wir noch recht lange im Hotel geblieben und haben uns ausgeruht.

Irgendwann wollten wir dann doch noch raus, einfach ein wenig spazieren. Damit habe ich vor der Reise nicht gerechnet, aber da ich während der Reise fast die ganze Zeit nur mit der Fuji X100s fotografiert habe, wollte ich noch meine X-T1 ausführen, so dass sie auch mal dran kommt. Wollte sie nicht ganz umsonst mitgenommen haben. Arbeite gerade auch an einem Artikel, warum das so gekommen ist.
Und um das Ganze etwas spannender zu machen und quasi als Abschied werde ich bis zum Ende der Reise nur noch in Schwarz-Weiß fotografieren.

Wir liefen mal wieder ziellos umher, doch diesmal in einer anderen Gegend als sonst.
Wir kamen in eine Straße, in der es viele Geschäfte mit Aquarien, Zierfischen und Deko für Aquarien gab.
Vor einem dieser Läden war viel von dieser Deko auf dem Boden ausgestellt. Und mittendrin hat es sich eine Katze gemütlich gemacht. Sah fast so aus, als wäre sie ein besonderes großes Stück Deko.
In einem anderen Laden saß ein Mann und bastelte an aufwändigen Bonsai Bäumchen, die er in Handarbeit für Aquarien herstellte.

Am Nachmittag fing es wieder an zu regnen, und wir kehrten in einem Café ein.
Schon lustig, was man hier bekommt, wenn man einen Kaffee und einen Tee mit Milch bestellt.
Aber fast jedes Mal bekommt man ein kleines Glas Flüssigkeit, die wie Tee aussieht, aber anders schmeckt. Das wird auch immer wieder nachgefüllt.

Abends waren wir noch in einer Straße essen, die eher auf Touristen ausgerichtet war. Das hat man auch am Essen gemerkt. Es war nicht unbedingt schlecht, aber auch nicht erwähnenswert.

Zurück im Hotel wollte ich wie üblich meinen Artikel schreiben und Bilder hochladen, doch das Internet im Hotel streikte.
Schon komisch. Bevor ich nach Vietnam reiste, bin ich davon ausgegangen, dass ich hier kaum Internet haben werde.
Doch gegen Vietnam ist Deutschland ein digitales Neandertal. Hier scheint jeder ein Smartphone zu besitzen und auch ausgiebig Gebrauch davon zu machen. Viele nutzen auch Tablet – PCs. Dabei sind die Geräte nicht wirklich billiger, als bei uns.
In jedem Café, jedem Restaurant, jedem Hotel, also quasi überall hat man kostenloses WLAN, so dass man ohne zusätzliche Kosten sehr gut erreichbar ist. Umd das sind keine langsamen Verbindungen. Wir hatten sogar auf dem Boot in der Ha Long Bucht WLAN und Internet, wenn auch recht langsam. Aber immerhin. In Deutschland haben viele Hotels keinen oder nur kostenpflichtigen Internetzugang.
Das GSM-Netz scheint hier auch sehr gut ausgebaut zu sein. Ich habe hier Menschen an Orten telefonieren gesehen, die bei uns gar nicht abgedeckt gewesen wären.
In Hoi An gab es sogar ein kostenloses Stadtnetz. Das gab es zwar nur im Zentrum und da auch nur recht begrenzt, aber immerhin.
Deutschland ist ein Land, das für eine blöde Maut Satelliten ins All schießt, aber so etwas Einfaches und Elementares, wie Internetabdeckung bekommen wir nicht hin.
Das werde ich in Deutschland vermissen.