Is Fuji’s Kaizen philosophy only a marketing gag?

Fujifilm x100s in spring

Fujifilm x100s in spring

One reason to switch from Nikon to Fuji was Fuji’s Kaizen philosophy (Kai=change Zen=good).
This means, that Fuji will improve their cameras by firmware updates. And this even after months or years after the release. And even after the release of the successor. So the X100 got an autofocus improvement after the release of the X100s.

You might say, that that a good camera should be ready at release and don’t need an improvement. I think, both is true. Some of the „improvements“ Fuji should have at the release. Especially because the cameras are quite expensive. But some things you will recognize after some usage.

Now fujirumors say, there will be no more improvements for the X100s. That’s very pity for me, because I love this camera.
Yes, I could buy the successor, the X100T. But for a camera with a fixed lens it is a lot of money. And when Kaizen is only a marketing gag, I don’t know, if I want to spend so much money for another Fuji camera.

So Fuji, I hope this is only a rumor, and not the truth. And if you don’t have ideas, how to improve the X100s, I’m pretty sure, the users can deliver. And I believe, most of them won’t be costly (I know, how it works, I’m a software developer).
Here are some ideas:

– customizable Q-menu
– iso shifting by exposure compensation in manual mode (I need this so bad)
– classic chrome (I don’t need this really, but I know, many owners wants it) (and I know David Hobby had a X100s prototype with this film simulation)
– more slots for custom settings
– I want to name the custom settings
– show the exposure time all the time in aperture priority mode (not only, when I half press the release botton)
– focus should stay at the same point when I turn the camera off an then on
– better battery indicator

Is Fuji’s Kaizen philosophy only a marketing gag? We’ll see. Fuji, it’s up to you to prove me wrong.

Review: Photo Hatchback 22L AW

Photo Hatchback 22L AW Rucksack mit meinem Stativ und einer Flasche Wasser an der Seite

Photo Hatchback 22L AW Rucksack mit meinem Stativ und einer Flasche Wasser an der Seite

Vor einiger Zeit habe ich einen Rucksack recherchiert. Ich wollte einen Rucksack, denn ich fürs Wandern und für Städtereisen nutzen wollte. Ich besitze bereits zwei Fotorucksäcke, einen Kleineren und einen Größeren. Doch das sind reine Fotorucksäcke. Beim Wandern und auf Städtereisen benötigt man aber meistens noch andere Sachen, wie Getränke, Proviant, Reiseführer etc.

Also brauchte ich einen Rucksack, der beides kann. Doch davon gibt es erstaunlich wenige. Ich hatte einige Ansprüche, müsste jedoch feststellen, dass keiner der Rucksäcke meinen Ansprüchen zu 100 % entspricht. Der Rucksack sollte so aufgeteilt sein, dass der Teil fürs Fotoequipment nicht all zu groß ist. Die meisten der in Frage kommenden Rucksäcke sind für DSLR ausgelegt. Daher ist der Teil fürs Fotoequipment meist zu groß, was sich negativ auf den Teil für Proviant recht klein ausfällt.
Ich habe ein kompaktes und leichtes Reisestativ, welches ich mitnehmen möchte. Bei vielen Rucksäcken befestigt man das Stativ aber hinten, quasi da, wo man auch ans Fotoequipment ran muss. So muss man jedes mal das Stativ abmachen, um ans Equipment zu kommen. Am liebsten war es mir, wenn man das Stativ seitlich befestigen kann.
Und natürlich sollte der Rucksack möglichst wenig kosten. Es ist unglaublich, wie viel man für so einen Rucksack hinblättern kann. Für diese Preise bekommt man locker einen großen modernen Wanderrucksack und ausgefeiltem Tragesystem. Finde das echt frech, was manche Hersteller verlangen.

Letztendlich habe ich mich für den Lowepro Hatchback 22L AW entschieden. Er hat mich knapp 77 € gekostet und erfüllt mehr oder weniger meine Anforderungen. Eine andere Farbe hätte mir besser gefallen, aber es gab ihn zu der Zeit nicht in einer anderen Farbe.

In das Equipmentfach passen meine Fuji X-T1 mit aufgesetztem Objektiv, dazu 2-4 kleine bis mittelgroße Objektive. Das Stativ kommt in die Seitentasche. In die andere Seitentasche kommt für gewöhnlich eine Wasserflasche.
Ins vordere Fach packe ich meist Kleinkram, wie Akkus, Filter, Adapter usw. Das Fach ist eigentlich für Notebooks oder Tablets gedacht. Bisher habe ich es aber nicht so genutzt.

Photo Hatchback 22L AW Rucksack  mit Fuji X-T1 und einigen Objektiven

Photo Hatchback 22L AW Rucksack mit Fuji X-T1 und einigen Objektiven

Photo Hatchback 22L AW Rucksack

Photo Hatchback 22L AW Rucksack

Ins obere Fach kommt bisher meine Polaroid SX-70 und Proviant. Darin befindet sich außerdem eine zusätzliche Tasche, die man von innen mit einem Reißverschluss schließen kann. Darin verstaue ich mein Portmonee. Darin befindet sich ein Bandit einem Hacken dran. An diesen Haken befestige ich meinen Schlüssel, so dass der nicht zufällig raus fällt, wenn ich mal das Portmonee heraus holen muss.
Leider ist dieser Haken aus Plastik, könnte also relativ leicht kaputt gehen.

Photo Hatchback 22L AW Rucksack mit leerem oberen Fach

Photo Hatchback 22L AW Rucksack mit leerem oberen Fach

Photo Hatchback 22L AW Rucksack mit befüllten oberen Fach

Photo Hatchback 22L AW Rucksack mit befüllten oberen Fach

Außerdem besitzt der Rucksack einen integrierten Regenschutz.

Besonders gut gefällt mir, dass man die Polsterung fürs Equipment komplett, wie eine Tasche heraus nehmen kann. Man kann die Unterteilung zwischen dem oberen und unterem Fach entfernen, und erhält so einen ganz normalen Rucksack mit 22 Litern Fassungsvermögen. Sehr flexibel also.

Die Verarbeitung ist solide, wenn auch hier und da Fäden abstehen. Das sind aber nur Endstücke, die man einfach abschneiden kann. Dann ist alles gut. Reißverschlüsse und Materialien sind sehr gut. Der Rucksack macht einen soliden Eindruck, so dass man ihm gerne sein teures Equipment anvertraut.

Bisher konnte ich ihn auf zwei Wanderungen nutzen. Der leere Rucksack ist relativ leicht. Er lässt sich bepackt gut und bequem tragen. Bei Bedarf kommt man schnell ans Equipment.
Mit diesem Rucksack nehme ich nun gerne mein Stativ mit und nutze es auch ausgiebig. Außerdem habe ich Platz für genügend Proviant.
Der Preis ist auch ok, wenn man bedenkt, dass man über 250 € für so was ausgeben kann.

Es gibt nur einen größeren Nachteil. Es gibt keine einfache Möglichkeit eine Jacke oder einen Pullover außen anzubringen. Beim Wandern kann es recht kühl sein. Doch wenn man einen steilen Berg hoch klettert, dann wird einem schnell sehr warm, und man möchte seine Jacke los werden. Oben will man sie aber wieder anziehen.
Da muss ich mir noch was überlegen.

Polaroid SX-70

Polaroid SX-70

Polaroid SX-70

Ich experimentiere ja schon seit längerem mit der analogen Fotografie. Bisher habe ich mich aber lediglich auf analoge Fotografie mit Filmen (Kleinbild und Mittelformat) beschränkt. Das hat sich nun geändert.

Irgendwann letztes Jahr bekam ich den Poladarium-Kalender geschenkt, und es war um mich geschehen. Ich habe mich in die Sofortbild-Fotografie verliebt.
Bereits auf der Photokina habe ich mich umgesehen. Fuji hat noch einige Sofortbild-Kameras und bietet auch die passenden Filme dazu an. Auf der Photokina wurden einige interessante Arbeiten von verschiedenen Künstlern gezeigt, die mir auch sehr gut gefallen haben.

Polaroid SX-70 zusammengefaltet

Polaroid SX-70 zusammengefaltet

Ich wollte das erst Mal ausprobieren und nicht zu viel Geld investieren. Daher habe ich auf eBay recht günstig eine Polaroid SX-70 Land Camera Model 2 ersteigert. Die Kamera wurde zwischen 1974 und 1977 hergestellt. Somit ist meine Kamera mindestens 38 Jahre alt. Funktioniert aber noch ganz gut.

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Die Firma Polaroid gibt es leider nicht mehr, daher gibt es auch keine originalen Filme, außer abgelaufene Restbestände. Es gibt allerdings ein von Fans initiiertes Projekt (Impossible Project), im Zuge dessen man eine alte Polaroid-Fabrik gekauft und mit Hilfe eines ehemaligen Arbeiters wieder ans Laufen gebracht hat.

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Leider entsprechen die Filme, die dort produziert werden nicht den Originalen. Entweder es weiß keiner mehr genau, wie es ging, oder man darf die alte Rezeptur nicht mehr mutzen.
Die alternativen Filme sind anfälliger bei der Bildentwicklung, sollen angeblich die Farben nicht so lange halten können, brauchen sehr lange für die Bildentwicklung (S/W 10 Min., Farbe 30-40 Min.) und enthalten 8 statt der früher üblichen 10 Bilder. Hinzu kommt, dass die Filme recht teuer sind. Die Filme kosten ca. 21 €, das macht knapp 2,70 € pro Bild. Das ist man gar nicht mehr gewohnt, da digitale Bilder erst Mal nichts kosten. Da überlegt man sich schon sehr gut, was man wie fotografieren möchte.

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Ich habe noch einige Polaroid-Bilder aus meiner Kindheit, und die sehen erstaunlich gut aus, im Vergleich zu so manchem Foto auf Papier aus dieser Zeit. Die alternativen Bilder sehen doch anders aus.
Da es keine anderen Alternativen für diese Kamera gibt, gilt hier „Friss oder stirb“. Ich finde die Bilder trotzdem oder gerade deswegen sehr interessant und schön. Irgendwie sehen viele der Bilder aus, wie Gemälde.

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Habe bereits einen Schwarzweiss- und einen Farb-Film verarbeitet. Die Ergebnisse sind durchaus ansprechend, wie ich finde. Man braucht allerdings ein wenig Übung und Erfahrung. Doch das geht recht schnell.
Ich habe z.B. gemerkt, dass die Bilder bei Kälte noch länger zum Entwickeln brauchen und dann meistens so einen Gelb-Blau-Stich bekommen. Ist aber auch logisch. Beim Entwickeln finden chemische Reaktionen statt. Und diese laufen grundsätzlich schneller ab, wenn man Wärme zuführt. Wärme ist ein Katalysator.

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

In Zukunft werde ich noch einige Manipulationen mit den Bildern ausprobieren. Man kann die Bilder bemalen (das Bild selbst oder den Rand), man kann sie auseinanderschneiden und neu zusammenfügen, man kann sehr viel Wärme zuführen (z.B. mit einem Fön) und dann die weiche Farbsicht verschieden bearbeiten, oder man legt die Bilder in eine Emulsion, die die Farbschicht abtrennt, die man dann wieder auf Papier oder andere Träger aufkleben und andere verrückte Dinge damit machen kann.
Ich habe Spaß an so was.

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Impossible 2784 Sofortbildfilm für Polaroid SX 70 Kamera (s/w monochrome/sepia 8 Aufnahmen)

Real world review: Fuji X100s for traveling

I usualy don’t wirte my blog in english, so please don’t judge me for my bad english. If you find mistakes, you can keep them.
But I think this would be interesting for more than only the german speaking people. I’m not a pro photographer and Fuji didn’t pay me.
I just want to share my experiences with Fujis cameras as travel cameras, and a little wish list 😉
Maybe someone will find this review helpful for his/her own trip. So let’s start.

I live in Germany and until now I only traveled across Europe. For example I was hiking with all my big backpack full of heavy Nikon gear through the Alps, and it was horrible.

A few weeks ago, I did a three weeks backpacking tour through Vietnam.
Before I started the tour, I was really unsure which camera I should take with me. Once I bought the X100s especially for this trip. But then I bought a X-T1 a few weeks before the trip. Too many options, hard to decide.
I think everybody knows this. Which camera should I take? Which lenses? Do I need a tripod? But what if I see a beautiful landscape? Than I will need a wide lens. But what if I see an interesting detail. Than I will maybe need a tele lens. And so on.
In the end everybody pack too much gear, and so did I. Even with the mirrorless system.
I had my X100s with a lens hood, a clear filter, a soft release button and a garitz half case. I even didn’t use bag or the lens cap for it.
And than I have the X-T1, the borrowed XF 18-55 mm, my XF 14 mm and my XF 35 mm. A small travel tripod, a nd-filter, cleaning stuff and some other little things like extra batteries and sd-cards.
So, I thought I was prepared.

My travel kit

My travel kit

When I arrived in the Old Quarter in Hanoi I quickly realized, my X-T1 and all my lenses are the wrong gear for ME in this place.
It’s overcrowded, it’s loud, the traffic is unbelievable chaotic. This is the right place for street and people photography.
Of course you can use a X-T1 for street photography. I even did (I will tell you later). But the X100s has some advantages.

The viewfinder is on the left side of the camera. Luckily I’m using the right eye to watch through the viewfinder. So I can use the left eye to watch the whole scene to get the right moment.
And when I’m shooting people, they can see my face. I think, this is important, because when you can’t speak a language, a smile can open the people for you.

Smile and the people will smile back

Smile and the people will smile back

The camera is small, lightweight and unobtrusive. I can take it wherever I want. I had it the whole time with me, even when we were in a restaurant for dinner. Usually you won’t bring a huge and loud dslr with you, if you want a nice and romantic evening.
Vietnam, especially the central and the south, is a hot country. I’m used to the weather in central europe. So I don’t want to carry big bags or heavy gear in a country, where I sweat like a pig.
Most of the time I wear short clothes, a slim waist bag (which I can hide under my shirt. I think it was the Jack Wolfskin Document Belt) for small stuff like extra battery, money, credit card and my cell phone, the X100s with a lens hood, clear filter, garitz half case and the soft release button. Nothing else. Not even a small bag for the camera. I wanted to keep so much liberty of action as possible. That feeling of freedom was great. I was not a pack mule anymore.
When we were traveling from one city to another city, the camera was stowed in my backpack (without a special camera bag) or I had it in my hand because I want to make pictures of the travel.

This is how I usually collect experiences

This is how I usually collect experiences

The leaf shutter is so damn quiet, I often had to check, if I made the photo. When I want to make a photo and don’t be discovered, this is a huge advantage. For example you are in a quiet temple and you don’t want to disturb the people there. You can turn your lcd off and only use the viewfinder. This and the quiet leaf shutter turns your camera into a stealth mode. Most of the people did’t even noticed I was making pictures of them.

The camera gives me free moving space, so I can fight with a crazy dangerous bonzai tiger

The camera gives me free moving space, so I can fight with a crazy dangerous bonzai tiger

The controls make it easy to use the camera quickly. I usually shoot in aperture priority and auto iso. So the most used controls are the aperture ring and the exposure compensation dial. In the viewfinder or on the lcd you can immidiately see the impact of your settings, before you press the release button. You don’t have to chimp because you know how the picture would look like before you press the release button. With a dslr you take a picture, you chimp, you modify your settings, you make the picture again until you have the „right“ exposure. This costs space on your sd card and time (while making the picture and later while postproduction).

After 14 hours in a train and after a shower we made plans

After 14 hours in a train and after a shower we made plans

The fixed lens without zoom might be not flexibel enough, you will think. But this lens has two advantages. It force you to think more about composition and what you really want to show. I had the XF 18-55 mm, but I can’t get used to it. I don’t like that I can’t see the setted aperture when the camera is not on. And when I zoom, the aperture changes.
I’m a prime lens guy.

The second advantage is, that when you don’t have the option to change the lens or the focal length, there is one parameter less to set. When you use this camera for a while, it becomes a part of your arm and of your vision. In the beginning I have to turn the camera on and look and try if the frame is right. But after a while I can see a subject and I know if I have to get closer or have to move back to get the right frame.
Did I missed some shoots? Of course I did. Sometimes I wished I had more wideangle or more tele.
But you also will miss shoots with an dslr and a range of 18-300 mm, because you will not have your camera with you and the people will notice you before you can take the picture of them.

They didn't noticed me

They didn’t noticed me

The classic design is also an advantage. When you point with a big dslr monster with a big lens (travellers often use „travel-lenses“ like 18-300) on somebody, you are not in stealth mode. And many people are scared.
If you point the X100s at somebody, this person often think, that this is a film camera. And they don’t take me seriously. They even often came to me and tell me how beautiful the camera is. A nice icebreaker. Our female guide of the cooking class in Hoi An fall in love with this camera, as she said.

I think it’s imortant to think about what kind of travel you gonna make and for what will the pictures be.
For example, if I would travel for my own, and have more time to make the pictures (using a tripod…) I maybe will shoot differently. If I will travel for example to Iceland (I plan this for the future), then I will use the X-T1 because Iceland has beautiful landscapes. And there I will use my XF 14 mm a lot.
But if you travel with your wife, maybe your kids or friends, the X100s will be the better camera. My goal was to make a personal travel diary for my family, for my friends and for the future me. So I tried to make the pictures more personal with more meaning for me and not this fancy pictures I was used to do.

The captain was a nice guy

The captain was a nice guy

I recommend you to watch David Hobby’s (The Strobist) workshop „The Traveling Photographer„. He said a nice sentence: „If you want better travel pictures, you have to have better travel experiences“. So don’t let your big and heavy gear stand between you and your travel experiences.

Is the X100s the perfect travel camera? Hell no!
Maybe Fuji will read this and I hope that they find my „wish list“ helpful.

The jpgs of the Fuji X cameras are great. I love the film simulations and the custom settings. But why have the X100s only 3 slots for custom settings? On my X-T1 I have 3 color- and 4 b&w-settings.
On the X100s I have 1 color- and 2 b&w settings. I need more!
Lets stay by the custom settings. I would like to give names to my custom settings. For example, if I have 3 b&w custom settings (more, less and normal contrast) I can’t see which setting I have to choose, because they have all the same name (the name of the film simulation). Now I have to choose a setting and watch which settings are included.

For a camera like the X100s, which is great for streetphotography, a face detection af would be great. So I can shoot from the hip and have the focus on the face of the people.

The lens is fast enough for most of the time. But an image stabilizer won’t hurt. I like the stabilizer of the zooms, where you can make photos with motion blur without a tripod.

The lens is fixed, so I think it would be easy to build this camera weather sealed. If you are travelling for example in Vietnam, as I did, you can be suprised by a really heavy rain. Or I was kayaking in the Ha Long Bay and I wanted to make pictures of this experience. I had to put my camera into a small plastic bag. This was annoying.

Sometimes I want to shoot in manual mode. Why can’t I choose the iso setting with the exposure compensation dial, when iso is set to auto iso? So I can choose the aperture, the shutter time and the exposure I want. This would make using manual mode much easier.

I love the tilting screen of the X-T1. I know, this doesn’t fit into the classic design concept. But I think usability should be more important than the design.

I can see the values like exposure time (in aperture priority) or iso, when I half press the release button. I want to see them all the time (like on my Nikon).

Everytime I turn the camera off an on, the camera sets the focus to a default point. Even if the manual focusing is set. Sometimes I see an interesting scene, but something is missing (maybe a human). So I turn the camera in manual focus mode and I pre-focus. And then I have to wait. Sometimes I have to wait a long time until the right moment. In this time I turn the camera off to save battery and turn it quickly on, when the right moment seems to appear. But then my pre-focus is gone, because the camera set it to default, when I turned the camera off.

Most of my wishes can be fulfilled by a firmware update. So Fuji please! 😉
When the next model of the X100(x) series will have my hardware wishes, I will immediately replace my loved X100s. I know, some of my wishes are part of the X100t, but not enough.

Please feel free to watch and read my travel diary. The texts are in german language, but maybe the google translator is good enough. The pictures were made all handheld. Most of them are made with the X100s. The last days of my trip I forced myself to use the X-T1 because I did’t want to carry this camera through Vietnam for nothing.
Maybe the pictures of the X-T1 are sharper (better lens), but the X100s pictures are my favourites. And when I watch my pictures and think about this trip, I always have a smile on my lips.

Brass Petzval 85mm Objektiv von Lomography

Nikon FE2 und Petzval 85mm

Nikon FE2 und Petzval 85mm

Dieses Petzval Objektiv habe ich nicht irgendwo auf einem Dachboden eines alten Herrenhauses gefunden. Es ist eine Neuauflage des legendären Petzval Objektives, welches das erste Portrait Objektiv der Welt war und 1840 konstruiert wurde. Lomography haben das als Kickstarter-Projekt aufgezogen und Erfolg damit gehabt.
Fast zur selben Zeit hat der Stilpirat die Linse auch getestet. Dort findet ihr noch ein paar mehr Bilder und technischen Daten dazu. Auch chip.de testete das Objektiv bereits.
Nun konnte ich das Objektiv endlich auch testen. Wie immer kein technischer sonder ein Alltags-Test.

Petzval 85mm und analoger Film

Petzval 85mm und analoger Film

Die Außenhülle besteht aus Metal, ebenso Gegenlichtblende, Deckel und die Blenden. Daher ist es nicht gerade leicht, aber es geht noch. Natürlich hat es keinen Autofokus. Fokussiert wird mit dem dicken Rad an der linken Seite. Die Blenden werden einfach in den dafür vorgesehenen Schlitz geschoben.

Petzval 85mm mit der X-E1

Petzval 85mm mit der X-E1

Hört sich eigentlich alles ziemlich umständlich an, und das ist es auch. So richtig scharf wird es nie und der Schärfeabfall zu den Rändern hin ist „zerstörerisch“.
Also warum tut man sich ein solches Objektiv an?

Petzval 85mm mit der X-E1

Petzval 85mm mit der X-E1

Nun, es liefert Bilder, die man so mit keinem anderen Objektiv erreichen kann. Es erinnert vom Ergebnis her ein wenig an die Objektive von Lensbaby. Gerade mit seinen 85mm Brennweite ist es für Portraits prädestiniert. Aber das ist nicht das Besondere. Man kann damit einen einzigartigen analogen Look erzeugen. Und ganz besonders ist der berühmte „Swirl-Effekt“. Wenn man eine große Blendenöffnung wählt, kann man bei geeignetem Hintergrund das Bokeh tonnenförmig um das Motiv „legen“. Ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll. Am besten, man schaut sich die Bilder an, dann versteht man, was ich meine.

Petzval 85mm mit der X-E1

Petzval 85mm mit der X-E1

Zusätzlich dazu gibt es Blenden in verschiedenen Mustern, darunter auch Sterne, Tropfen, usw. Theoretisch kann man sich auch eigene Blenden basteln mit eigenen Mustern. Das wirkt sich dann aufs Bokeh so aus, dass man dieses Muster als Bokeh im Hintergrund sieht.

Leider sieht man hier nur einen Stern

Leider sieht man hier nur einen Stern

Nun zum Alltagstest. Ich habe das Objektiv für das Nikon-Bajonett ausprobiert (gibt es auch für Canon). Und sowohl an meiner analogen Nikon FE2 als auch an der digitalen Fujifilm X-E1.

Petzval 85mm mit der X-E1

Petzval 85mm mit der X-E1

Die Blenden stecken recht lose im Schlitz, so dass man sie verlieren könnte. Man kann aber den Fokus auf unendlich stellen, dass klemmt die Blende beim Transport etwas ein. Ich würde aber empfehlen bei Nichtgebraucht die Blende rauszunehmen.
Der Fokusring geht recht leicht, aber der Weg von ganz nah bis unendlich ist recht kurz. An der X-E1 mit Focus-Peaking lässt sich so aber mit etwas Übung ganz flott fokussieren. An der FE2 ist der Sucher auch so groß, dass das Fokussieren dort auch recht gut geht.
Dennoch, die Position ist etwas doof, denn mit der Linken Hand halte ich für gewöhnlich Objektiv und Kamera von unten, und bediene die Kamera mit der rechten Hand. Nun muss ich mit der linken Hand fokussieren, und mit der Rechten Kamera halten und die Kamera bedienen.

Petzval 85mm mit X-E1

Petzval 85mm mit X-E1

Der Swirl-Effekt ist auch nicht ganz so einfach hin zu bekommen. Ich hatte das Objektiv nur einen Nachmittag lang zur Verfügung. Ich denke, man muss das etwas üben und vor allem ein Auge für den richtigen Hintergrund haben.

Würde ich dieses Objektiv empfehlen? Nicht uneingeschränkt.
Wenn man gerne experimentiert oder bei Portraits einen besonderen einzigartigen Look sucht, dann wird man mit dem Objektiv viel Spaß haben. Für alle Pixelzähler und Schärfefanatiker ist es allerdings nichts. Mit einem Preis von derzeit 550 € ist es auch nicht ganz so günstig, da es eher ein Spezial-Objektiv ist. Man kann es nicht so universell einsetzen wie ein herkömmliches 85mm Objektiv. Es ist eben eine Lomo-Linse und bei Lomo ging schon immer einen anderen Weg.

Ach ja, noch was. Wer es nicht mag von Leuten angesprochen zu werden, sollte die Finger von dem Objektiv lassen. Ich bin es schon gewohnt wegen meiner analogen FE2 oder der analog aussehenden X-E1 und X100s angesprochen zu werden. Aber bei dem Objektiv klappt den Leuten die Kinnlade runter. Ähnlich, wie damals, als ich mit der Yashica Mat 124 (einem Nachbau der berühmten Rolleiflex Mittelformatkamera) gemütlich durch die Stadt gelaufen bin.

Petzval 85mm mit analogem Film

Petzval 85mm mit analogem Film

Fujifilm XF 56mm F1.2 R – Review

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Zusammen mit der Fujifilm X-T1 hatte ich auch das Fujifilm XF 56mm F1.2 R Objektiv zum Test. Wie immer mache ich keinen technischen, sondern einen Alltagstest.

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Mit 56mm Brennweite (84mm Kleinbild Äquivalent) und einer maximalen Blendenöffnung von f/1.2 ist es das klassische Portrait-Objektiv schlechthin. Leiches und lichtstarkes Tele eben. Mit einem Straßenpreis von um die 950 € aber auch nicht ganz billig.

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/11

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/11

Für das Geld bekommt man aber ein gut verarbeitetes und optisch hervorragendes Objektiv, was den Preis durchaus gerechtfertigt. Das Objektiv ist relativ groß und schwer, aber bei der Brennweite und maximalen Blendenöffnung auch so zu erwarten.

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Ich habe meine übliche Testreihe einer Mauer mit verschiedenen Blenden gemacht. Hier die 100% Crops der linken oberen Ecke (aus RAW, entwickelt mit minimalen Einstellungen.

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2 100% Crop linke obere Ecke

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2 100% Crop linke obere Ecke

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/2.8 100% Crop linke obere Ecke

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/2.8 100% Crop linke obere Ecke

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/5.6 100% Crop linke obere Ecke

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/5.6 100% Crop linke obere Ecke

Man sieht, bei Offenblende ist der Rand schon etwas unscharf, bei Blende f/2.8 ist das aber schon deutlich besser, und bei f/5.6 ist der Rand knüppelscharf.
Die geringe Randunschärfe ist bei Offenblende aber nicht so gravierend. Dafür bietet die Offenblende von f/1.2 sehr viel Möglichkeiten auch bei wenig Licht ohne zusätzliches Licht zu fotografieren. Der wichtigste Vorteil davon dürfte aber die Möglichkeit sein das Motiv freizustellen, indem das Motiv scharf und der Hintergrund unscharf ist. Dafür ist das Objektiv perfekt.
Einen „Nachteil“ hat die große Offenblende aber schon. Sobald die Sonne auch nur ein wenig heraus kommt, hat man mit 1/4000 Sek. Belichtungszeit (kürzer können Fujis Kameras nicht) ganz große Chancen das Bild über zu belichten. Ein Graufilter schafft da aber Abhilfe.
Abgeblendet ist liefert das Objektiv durchgehend sehr scharfe und detailreiche Bilder.

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/8

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/8

Der Autofokus ist an der X-T1 sehr schnell und auch sehr treffsicher. Habe damit auf einer Hochzeit fotografiert, und hatte fast keinen Ausschuss, auch nicht bei wenig Licht.
An der X-E1 war das nicht ganz so gut, aber ausreichend. Da hat das Objektiv schon öfters mal hin und her gepumpt.

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm XF 56mm f/1.2 @ f/1.2

Fujifilm X-T1 – Review

Fujifilm X-T1

Fujifilm X-T1

Achtung! Warnung!
Wer nur mal schauen möchte, aber im Moment eigentlich keine Kamera kaufen möchte, sollte hier aufhören zu lesen. Andernfalls will man das Ding haben.

Dies ist mein persönliches und subjektives Review der Fujifilm X-T1 Kamera. Beispiele zur Bildqualität und Rauschverhalten gibt es in anderen Reviews im Netz, daher spare ich mir das. Ich besitze ja bereits die X100s, die den gleichen Sensor beinhaltet. Daher weiß ich auch, was der Sensor leisten kann.
Mir geht es eher um die zahlreichen Funktionen, die Haptik und wie sich die Kamera so in meinem Foto-Alltag schlägt.
Ein bekannter hat sich die Kamera gekauft und mir freundlicherweise für ein Wochenende auf dem ich auf einer Hochzeit fotografieren wollte, überlassen. So konnte ich das Gerät ausgiebig und im „Echtes-Leben“-Einsatz ausprobieren.

Gehäuse
Die Kamera ist von den Abmessungen her nicht wesentlich größer als eine X-E1 oder X-E2. Lediglich der Buckel für den Sucher ragt aus dem Gehäuse auf, wie das üblicherweise bei SLR-Gehäusen so ist. Und das ist auch schon der größte Kritikpunkt, den ich an dieser Kamera festgestellt habe. Ich schaue mit dem rechten Auge durch den Sucher. Bei der X-E1 und X100s ist der Sucher links im Gehäuse, so dass wenn ich da durch schaue, mein Gesicht weitestgehend frei ist. Bei der X-T1 hingegen habe ich beim Sachauen durch den Sucher direkt meine Nase am Display platt gedrückt und natürlich Flecken hinterlassen.
Durch den ausgeprägteren Wulst auf der rechten Seite liegt das Gehäuse gut in der Hand und fühlt sich sehr wertig an. Es wird sich zeigen, wie lange die Ummantlung an diesem Wulst halten wird, denn da wird das Material schon stark beansprucht.
Das Gehäuse ist Staub- und Spritzwasser geschützt. Ist für mich jetzt nicht entscheidend, aber für den Fall der Fälle ganz nett. Bisher gibt es nur ein Fuji-Objektiv, welches ebenfalls so geschützt ist. In der nächsten Zeit wird es aber mehr davon geben.

Fujifilm X-T1 Klappdisplay

Fujifilm X-T1 Klappdisplay

Display
Die X-T1 besitzt ein großes und hochauflösendes Display, welches sich nach oben und unten kippen lässt. Besonders viel gibt es dazu nicht zu sagen. Dass sich das Display kippen lässt, erleichtert dem Fotografen nicht nur das Leben, es eröffnet ganz neue Möglichkeiten.
Eine Erleichterung ist es, wenn man z.B. auf einem Stativ in Bodennähe (z.B. bei Makroaufnahmen) arbeitet. Bei DSLRs ohne LiveView musste man früher ziemliche Verrenkungen machen, vor allem wenn man selbst groß ist. Mit LiveView war es schon einfacher, aber mit fest angebrachtem Display konnte sich das je nach Winkel der Kamera trotzdem zu einer ungewollten Yoga-Stunde entwickeln.
Mit dem Klappdisplay ist das nun weitestgehend vorbei. Einen Minuspunkt hat das Ganze dann aber doch. Das Display lässt sich nicht nach rechts oder links klappen. Man kann also die Vorteile des Klappdisplays nicht nutzen, wenn man die Kamera hochkant nutzt.

Fujifilm X-T1

Fujifilm X-T1

Sucher
Der elektronische OLED-Sucher der X-T1 ist das Sahnestück der Kamera. Er ist so groß, wie der Sucher einer einer professionellen Vollformat-Kamera, er ist hell und klar. Nutzt man die Kamera hochkant wird das Bild im Sucher quasi gedreht, d.h., die Anzeigen, wie Blende, ISO, Verschlusszeit usw. drehen sich mit, so dass man sie immer bequem lesen kann.
Durch die schiere Größe des Suchers hat man zu den zusätzlichen Funktionen, wie Focus-Peaking und Schnittbild nun auch einen Splittscreen zum manuellen Fokussieren eingebaut. Bei den bisherigen X-Kameras konnte man beim manuellen Fokussieren den Fokus-Punkt „zoomen“ also quasi den Abschnitt wie durch eine Lupe sehen. Es ging dabei aber nur entweder Normal-Bild oder Lupe. Beim Splittscreen geht beides gleichzeitig. Das normale Bild ist dann zwar etwas kleiner, dafür wird rechts davon ein vergrößertes Bild, also die Lupe eingeblendet. So kann man sowohl punktgenau manuell fokussieren, und dabei die Bildkomposition und was da so im Bild passiert, im Auge behalten. Sehr gute Idee.
Bei den bisherigen X-Kameras konnte man zwischen drei verschiedenen View-Modes auswählen. Entweder wird nur das Display, oder nur der Sucher genutzt, oder der Augensensor am Sucher entschiedet. Hatte man die Kamera auf nur Sucher stehen, war der Sucher immer aktiv. Bei der X-T1 kann man aber auch dafür den Augensensor nutzen, so dass der Sucher erst aktiviert wird, wenn der Augensensor merkt, dass man durchschaut. Die bisherigen Modi gehen natürlich weiterhin wie gewohnt.
Das Einzige, was mir am Sucher nicht gefällt, ist die fest verbaute Gummiwulst um den Sucher. Das ist bei den anderen X-Kameras leider auch so. Fotografiert man mit Brille, so gibt das immer Abdrücke auf der Brille. Ziemlich nervig. Bei meiner Nikon konnte man das einfach abnehmen.

Fujifilm X-T1 Bedienelemente

Fujifilm X-T1 Bedienelemente

Bedienelemente
Besonders in diesem Bereich zeigt die X-T1 ihre wahre Stärke. Anfänger könnten durch die vielen manuellen Einstellungsmöglichkeiten direkt am Gehäuse überfordert sein. Für etwas erfahrene Fotografen sind sie aber ein Segen.
Bei den meisten bisherigen X-Kameras gab es bereits dedizierte Regler für Belichtungszeit und Belichtungskorrektur. Die Blende wird bei fast allen Objektiven direkt mit dem Blendenring am Objektiv eingestellt. Bei der X-T1 kommt zusätzlich dazu noch ein dediziertes Rad für ISO.
Es gibt nun getrennte Buttons für AE-L und AF-L Buttons. Bisher war das in einem Button vereint. Will man die Belichtungsmessung blocken und gleichzeitig Backfocusing machen, dann war das bisher nicht möglich. Nun schon.
Weiterhin gibt es einen Button für WLAN (dazu später mehr), und zum Filmen. Wenn man mit der Kamera filmen möchte, ist das sicher super, dass man nicht erst im Menü umschalten muss. Blöd finde ich nur die Position des Buttons, denn der liegt rechts neben dem Auslöser. Ist mir zwar nicht passiert, aber es könnte passieren, dass man statt den Auslöser die Filmaufnahme startet.
Gut finde ich auch, dass es einen dedizierten Lösch-Button gibt. Ich verstehe nur nicht, warum er da liegt, wo er liegt. Ich hätte die Position mit dem Play-Button (zum anzeigen der gemachten Fotos) getauscht, denn den nutzt man sicher um ein vielfaches mehr.
Hinzu kommen dedizierte Einstellungsmöglichkeiten für den Aufnahmemodus (Normal, Panorama, Doppelbelichtung, …) und für die Belichtungsmessung. Mit den beiden Reglern spart man sich ganz viel Zeit. Tolle Sache. Leider gibt es aber auch hier keine mittenbetonte Integralmessung.
Und zu guter Letzt kann man sich insgesamt 6 Buttons frei belegen. Dazu kommt noch das bereits aus anderen X-Kameras bekannte Q-Menü und die „Custom Settings“. Hat man die Kamera ein mal auf seine (verschiedenen) Bedürfnisse eingestellt, braucht man fast nie mehr ins Menü. Man kann dann alles Wichtige über irgendeinen Knopf, Regler oder Rad einstellen. Das setzt natürlich etwas Übung voraus, aber hat man es mal drin, kann man die Kamera mit verbundenen Augen einstellen.

Fujifilm X-T1 WLAN App

Fujifilm X-T1 WLAN App

WLAN + Smartphone-App
Besonders spannend fand ich auch die WLAN-Funktion. Man kann damit nicht nur Bilder zum Smartphone oder Tablet übertragen, man kann die Kamera damit auch fernsteuern. Da ich immer mein Smartphone bei mir habe, ist das eine super Sache, denn so braucht man keinen Fernauslöser mehr. Das ist sogar besser, als ein gewöhnlicher Fernauslöser, da man dabei wo anders sein kann, und dabei quasi durch den Sucher sieht. So kann man auch beim Fernauslösen das Bild genau kontrollieren.
Ja, das Bild, welches übertragen wird, könnte etwas größer sein. Und die Verbindung zwischen Kamera und Smartphone dauert meist zwischen 5-10 Sekunden. Aber das ist nicht so schlimm, und kann sicher noch per App-Update und Firmware-Update noch verbessert werden.
Die Kamera hat auch einen eingebauten Intervalometer, was sie zu einer guten Timelapse-Kamera. Ich habe aber nicht herausgefunden, ob man das Intervall auch per App einstellen und nutzen kann.
Die App gibt es für iOS und Android. Ich habe es mit meinem S3 und Nexus 7 getestet. Hat alles wunderbar funktioniert. Nur wenn man sich in der Nähe eines dem Smartphone bekanntem WLAN befindet, dann kann es passieren, dass das Smartphone durcheinander kommt.

Fujifilm X-T1 Klappdisplay

Fujifilm X-T1 Klappdisplay

Sonstiges
Der Autofokus ist deutlich besser, als bei meiner X-E1. Er wird sicher nicht so gut sein, wie der einer ausgewachsenen Profi-DSLR, aber in 95% der Fälle wird das ausreichen. Ich habe auch die (subjektive) Erfahrung gemacht, dass die AF-Geschwindigkeit und Treffsicherheit teilweise am Objektiv liegen. Bei wenig Licht pumpte mein XF 35mm schön öfter hin und her, während meine X100s ganz schnell fokussierte. Aber mit meinem XF 14mm oder dem XF 56mm ging das dann an der X-T1 auch wieder flott.
Größere Kritikpunkte sind für mich außerdem der Akku, der immer noch für nicht all zu lang reicht, die Akku-Anzeige, auf die man sich nicht verlassen kann und die etwas dürftige Blitz-Steuerung.

Fujifilm X-T1 Klappdisplay

Fujifilm X-T1 Klappdisplay

Fazit
Die X-T1 ist eine Spitzenkamera mit einigen wenigen Kritikpunkten. Die gleiche Kamera, aber mit 24 Megapixel und besserer Blitzsteuerung, und man hat eine Traumkamera. Eigentlich wollte ich noch keine neue Kamera, aber nachdem ich die X-T1 mal ausprobieren durfte, wurmt es mich doch. Andererseits ist ja bald Photokina. Hmpf! Mal abwarten.

Beispiele direkt aus der Kamera nur verkleinert

Fujifilm X-T1 und XF 14 mm

Fujifilm X-T1 und XF 14 mm

Fujifilm X-T1 und XF 14 mm

Fujifilm X-T1 und XF 14 mm

Fujifilm X-T1 und XF 14 mm

Fujifilm X-T1 und XF 14 mm

Fujifilm X-T1 und XF 35 mm

Fujifilm X-T1 und XF 35 mm

Fujifilm X-T1 und XF 35 mm

Fujifilm X-T1 und XF 35 mm

Sirui T-025X Carbon mit Kugelkopf C10X fur das Fuji X System

Aus meiner DSLR-Zeit habe ich noch mein Giottos MTL8350B Karbon Stativ mit einem Novoflex Kopf (den Kopf habe ich mal auf einem Wettbewerb der Photokina gewonnen). Es ist ein gutes und recht stabiles Stativ, aber obwohl es aus Karbon ist, ist es nicht so leicht, dass man es so oft mitnimmt, wie man eigentlich sollte.

Da ich nun auf ein leicheres System umgestiegen bin, entschloss ich mich, auch ein passendes Stativ zu kaufen. Das Fuji X System bietet ja recht leichte Kameras und Objektive, und wirklich lange Linsen nutze ich eh nicht. Daher war mir felsenfeste Stabilität gar niczt so wichtig. Wichtig war mir Portabilität (also Gewicht und Größe) und Flexibilität.
Ich habe nicht wirklich einen guten Überblick über den Stativ-Markt, aber aus meiner Sicht ist das Sirui T-025X Stativ mit dem C10X Kugelkopf da die beste Alternative.

Man kann die Beine des Statives so umklappen, dass sie zum Kopf zeigen. Das ermöglicht ein sehr kleines Packmaß. Es ist aus Karbon gefertigt, und recht filigran gehalten, so dass es auch sehr leicht ist.

Sirui T-025X und Fuji X100s im Größenvergleich

Sirui T-025X und Fuji X100s im Größenvergleich

Ausgefahren kann man die Beine in drei verschiedenen Stellungen arretieren. Die Mittelsäule ist abschraubbar, so dass man den Kopf direkt auf das Stativ schrauben kann. Damit lassen sich auch bilder recht nah am Boden machen lassen.

Sirui T-025X in der niedrigsten Stellung

Sirui T-025X in der niedrigsten Stellung

Sirui T-025X in der mittleren Stellung

Sirui T-025X in der mittleren Stellung

Sirui T-025X in der höhsten Stellung

Sirui T-025X in der höhsten Stellung

Sirui T-025X mit ausgefahrenen Segmenten

Sirui T-025X mit ausgefahrenen Segmenten

Außerdem besteht die Mittelsäule aus zwei Segmenten, so dass sie sich noch verlängern lässt.
Ich habe mich mal als Größenvergleich daneben gestellt (ich bin 1,84m groß).

Sirui T-025X mit ausgefahrener Mittelsäule

Sirui T-025X mit ausgefahrener Mittelsäule

Sind alle Segmente inkl. Mittelsäule ausgefahren, ist es eine ein wenig wackelige Sache. Ich würde niemandem empfehlen da direkt die Kamera auszulösen, sondern einen Fernauslöser zu nutzen. Aber das ist halt der Preis, den man für Kompaktheit und Leichtigkeit zahlen muss.

Der Kopf ist ein gewöhnlicher Kugelkopf. Hier habe ich allerdings die einzigen wirklichen Kritikpunkte. Ist die Kamera auf dem Kopf befestigt, so ist die Schraube zum Lösen so nah am Boden der Kamera, dass es etwas fummelig ist, die Schraube zu lösen.

Sirui C10X Kugelkopf

Sirui C10X Kugelkopf

Außerdem hat die Schraube, die an der Schnellwechselplatte für die Befestigung an der Kamera dient, nur einen Schlitz. So braucht man irgendein Werkzeug, eine Münze, einen dünnen Schlüssel oder etwas Ähnliches, um die Schraube zu befestigen, oder zu lösen.
Wirklich schlimm ist das aber nicht.

Sirui C10X Schnellwechselplatte

Sirui C10X Schnellwechselplatte

Im Lieferumfang sind neben Kopf, Schnellwechselplatte und Stativ auch eine kleine Tragetasche und ein kleiner Karabinerhaken. An der unterseite des Stativs ist ein Metalring, an den man mit dem Karabinerhaken eine Tasche mit Gewichten für mehr Stabilität hängen kann.

Karabinerhaken des Sirui T-025X

Karabinerhaken des Sirui T-025X

Alles in allem finde ich das Stativ, bis auf wenige keine Kritikpunkte sehr gut. Aber um mir eine abschließende Meinung zu bilden, muss ich es natürlich erst ein paar mal im Einsatz gehabt haben.

Nachtrag:

Habe das Stativ nun ausprobieren können. Einen dicken Minuspunkt habe ich dann doch noch gefunden.
Die Schreube, mit der man die Schnellwechselplatte am Stativ befestigt, ist etwas fummelig zu lösen, denn die Bodenplatte der Kamera ist im Weg.
Nun ist diese Schraube aber noch mehr im Weg, wenn man die Kamera hochkant stellen möchte. Sie kommt einfach gegen die Fassung der Kugel. Man kann das ausgleichen, indem man das Bein, welches auf der Seite der Kamera ist, einfach nicht so weit ausfährt. Ausgleichen kann man das mit dem Kopf. Ist aber schon ziemlich fummelig und nervig.

Sirui T-025X Problem

Sirui T-025X Problem

So muss man immer drauf achten die Schraube auf der anderen Seite der Kamera zu haben, so dass sie beim Kippen der Kamera in die Luft ragt statt gegen den Kopf gedrückt zu werden.

Fuji X und Camslinger von Cosyspeed

Camslinger Cosyspeed 105

Camslinger Cosyspeed 105

Ich bin immer auf der Suche nach guten Fototaschen und muss gestehen, dass ich mittlerweile einige Taschen und Rucksäcke besitze.
Für meine Fuji X100s habe ich mir anfangs die Manfrotto Nano VI gekauft, die an sich auch nicht schlecht ist. Dennoch, das aus und einpacken der Kamera ist etwas fummelig, weil die Kamera genau passt. Außerdem leiert die Tasche den Gürtel ein wenig aus, man muss immer den Gürtel zumindest teilweise ausziehen, um die Tasche dran oder ab zu machen. Der größte Nachteil ist aber, dass T-Shirts, Hemden oder Jacken, die etwas länger sind, auf der Tasche aufliegen.

Manfrotto Nano VI

Manfrotto Nano VI

Vor einigen Wochen bin ich auf die Taschen-Serie Camslinger von Cosyspeed gestoßen. Derzeit gibt es diese Taschen in zwei Größen: 105 und 160.
Diese Taschen bringen ihren eigenen Gurt mit, an dem sie fest befestigt sind. An sich nicht schlecht, vor allem wenn man mal keinen eigenen Gurt trägt (z.B. im Sommer). Der Gurt hat einen Sicherheitsverschluss, so dass er nicht einfach zufällig aufgeht, oder nicht so einfach von Dieben geöffnet werden kann.
Die Taschen bestehen aus robustem und wasserabweisenden Material, so dass man sich keine Sorgen um sein Equipment machen muss.

Camslinger Cosyspeed 105

Camslinger Cosyspeed 105

Ich habe mir die 105er Tasche bestellt, die für eine (kompakte) Spiegellose Kamera mit einem aufgesetzten Objektiv ausreicht. Die 160er soll noch zusätzlich ein weiteres Objektiv fassen.
Meine 105er ist für meine X100s schon fast etwas zu groß. Man kann in einem gewissen Rahmen die Größe bzw. die Breite der Tasche verändern, aber auch in der kleinsten Einstellung ist da noch was Luft. Das macht aber nichts.

Camslinger Cosyspeed 105 und Fujifilm X100s

Camslinger Cosyspeed 105 und Fujifilm X100s

Auch meine Fuji X-E1 mit aufgesetztem Fujinon XF 35mm f/1.4 passt so gerade mit aufgesetzter GeLi, auch wenn es dann wieder etwas fummelig wird.

Camslinger Cosyspeed 105 und Fujifilm X-E1

Camslinger Cosyspeed 105 und Fujifilm X-E1

Die Tasche ist schnell an- oder ausgezogen. Die Länge des Gurtes lässt sich verstellen, so dass Menschen mit unterschiedlichem Hüftumfang sie nutzen können. Der Gurt könnte etwas gepolsterter sein, aber alles in allem lässt sich die Tasche sehr gut und bequem tragen, so dass man sie nach einiger Zeit einfach nicht mehr merkt und vergisst. Optimal für Reisen.
Auch der Zugang zum inneren geht recht einfach von der Hand. Es gibt einen Pinn, den man ziehen muss, der zusätzlich von einer Schlaufe gesichert werden kann (sieht man im Video unten ganz gut). So kann man die Kamera einhändig auspacken oder wieder verstauen. Mit etwas Übung geht das auch recht flott.

Habe irgendwo gelesen, dass es jemandem nicht gefallen hat, dass man mit der Tasche schlecht sitzen kann. Ich bin der Meinung, dass es drauf ankommt. Ich mache das immer so, dass ich die Tasche vor meinen Oberschenkel drehe, so dass sie beim Sitzen nicht unkontrolliert zur Seite baumelt. Mag man aber eng an einem niedrigen Tisch sitzen, dann wird es ungemütlich. Finde ich aber auch nicht schlimm, denn das gilt für jede Tasche. Man kann sie aber einfach schnell ausziehen und sich dann setzen. Ist also aus meiner Sicht kein Problem.

Camslinger Cosyspeed 105 vor dem Oberschenkel

Camslinger Cosyspeed 105 vor dem Oberschenkel

Natürlich gibt es auch Eigenschaften, die mir persönlich nicht so gut gefallen.
Zum einen sind da diese leuchtend-grünen Wimpel dran. Gegen die Wimpel an sich habe ich nichts, aber gegen die Farbe. Die Tasche ist schwarz und unscheinbar, was ich gut finde. Und dann diese Dinger, die jedem direkt ins Auge springen. Überlege, ob ich sie nicht einfach abschneide.
Des weiteren gibt es keinen gesonderten Stauraum für z.B. wenigstens einen Ersatzakku oder Speicherkarten (z.B. an den Seiten der Tasche). Es gibt noch zusätzlich bestellbar kleiner Taschen, die man einfach zusätzlich nach dem Baukastenprinzip an den Gurt befestigen kann. Es gibt eine Zusatztasche für Handys, eine für Akkus usw. Aber davon bin ich kein Fan, denn ich will so wenig, wie möglich Zeugs dran haben. Da die Tasche für meine X100s ein wenig überdimensioniert ist, packe ich einfach eine der Trennwände, die mitgeliefert werden, nach unten, und schiebe meinen Ersatzakku einfach darunter. So kann er nicht zufällig raus fallen.
Mitgeliefert wird auch eine Schlaufe, die man an die Kamera dran machen kann, um die Kamera einfacher aus der Tasche ziehen zu können. Aber ich nutze sie nicht, finde meine Schlaufe besser.
Wenn man die Tasche seitlich am Körper hängen hat, dann ist sie meinem Arm auch etwas im Weg, wenn ich ihn z.B. beim Marschieren/Wandern vor uns zurück schwinge. Aber auch das gilt für alle Taschen, außer Rucksäcken.

Camslinger Cosyspeed 105 ist der Hand etwas im Weg

Camslinger Cosyspeed 105 ist der Hand etwas im Weg

Der größte Nachteil für mich ist aber, dass die Tasche einfach zu teuer ist. Derzeit knapp 90 € für die 105er ist schon recht viel. Es ist ein gutes Konzept, sie bietet viele Vorteile, dennoch, für den Preis bekommt man schon eine ausgewachsene und gute Schultertasche.
Ich denke, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es ihm das wert ist. Lässt man den Preis außer Acht, ist das für mich derzeit die beste Tasche für die X100s.

Größenvergleich zwischen Camslinger Cosyspeed 105 und Manfrotto Nano VI

Größenvergleich zwischen Camslinger Cosyspeed 105 und Manfrotto Nano VI


Größenvergleich zwischen Camslinger Cosyspeed 105 und Manfrotto Nano VI

Größenvergleich zwischen Camslinger Cosyspeed 105 und Manfrotto Nano VI




Fujifilm X100s

Fujifilm X100s & Gordy's wrist strap

Fujifilm X100s & Gordy’s wrist strap

Papa hat ein neues Spielzeug 😉

Nach einigem Hin und Her habe ich mir eine gebrauchte FujiFilm X100s gekauft. Warum Hin und Her? Nun ursprünglich wollte ich ja das Objektiv XF 23mm f/1.4 kaufen. Aber nach meinem Test stellte ich fest, dass es für mich zu groß ist. Es ist ein haptisch und optisch tolles Objektiv, allerdings verhältnismäßig groß und schwer. Ich werde es mir vielleicht irgendwann trotzdem kaufen, aber derzeit suchte ich einfach nach etwas anderem.

Fujifilm X100s

Fujifilm X100s

Viele wundern sich. Ein Body mit einer fest verbauten Festbrennweite limitiert doch stark. Aber das macht mir nichts. Bisher bin ich auch meistens mit einem 35 mm Objektiv rum gelaufen. Nur sind 35 mm auf APS-C manchmal zu eng. Eine Festbrennweite zwingt den Fotografen sich mehr auf die Bildkomposition zu konzentrieren und dadurch, dass das Objektiv fest verbaut ist, entfällt der Drang Objektive wechseln zu wollen.
Ja, einige Bilder wird man damit nicht machen können, aber das stört mich nicht. Ich versuche mit dem kreativ umzugehen, was ich habe, als mich auf das zu konzentrieren, was nicht geht.

Warum gerade die X100s? Dafür gibt es viele Gründe. Ich suchte eine Kamera, die verhältnismäßig kompakt ist, und trotzdem tolle Bilder liefert. Wollte sie zu lockeren Treffen mit Freunden, aber auch zu meiner anstehenden Reise nach Asien mitnehmen.
Da ich eher schon an das Bedienkonzept von Fuji gewöhnt bin und es liebe, war es naheliegend die X100s in Betracht zu ziehen. Hinzu kommt der schnellere Autofokus, als bei meiner X-E1, ein unglaublich leiser Zentralverschluss, gute High-ISO Performance, ein kompaktes und vielseitiges Objekiv und natürlich das Design.

Gerade beim Objektiv war ich schon skeptisch. Aber nach meinen bescheiden Tests muss ich sagen, die Sorgen waren weitestgehend unbegründet. Bei Offenblende sind die Ecken zwar etwas unscharf, aber das ist kaum der Rede wert.

Fujifilm X100s @ F/2 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/2 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/2.8 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/2.8 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/4 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/4 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/5.6 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/5.6 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/8 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/8 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/11 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/11 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/16 100% Crom linke obere Ecke

Fujifilm X100s @ F/16 100% Crom linke obere Ecke

Die 23 mm Brennweite entspricht 35 mm auf Kleinbild und ist somit das klassische Reportage-Objektiv. Dadurch, dass die optischen Elemente so nah am Sensor sind, kann man im Makro-Modus die Naheinstellgrenze auf 10 cm reduzieren. Damit ist das Objektiv schon sehr flexibel.

Nacheinstellgrenze der X100s normal

Nacheinstellgrenze der X100s normal

Nacheinstellgrenze der X100s Makro

Nacheinstellgrenze der X100s Makro

Die Kamera hat sogar einen eingebauten zuschaltbaren ND-Filter, der das Licht um 3 Blenden mindert. Sehr hilfreich bei starkem Licht und Offenblende oder für Langzeitaufnahmen in Kombination mit anderen ND-Filtern.

Auf den Hybrid-Sucher war ich sehr gespannt. Meine X-E1 hat ja nur einen elektronischen Sucher, was mich aber nie gestört hat. Ich muss sagen, derzeit ist der optische Sucher nur ein nettes Gimmik für mich. Die Vorteile des elektronischen Suchers sind einfach zu groß. Allein die Tatsache, dass man die Auswirkung der üblichen Parameter wie Blende, Verschlusszeit und ISO live im Sucher sieht, ist Gold wert. Hinzu kommen so nette Helferlein, wie live die Filmsimulationen (z. B. Schwarzweiß) im Sucher sehen, Focuspeaking oder die Lupenfunktion.
Wenn man die Gegenlichtblende aufsetzt, verdeckt diese eh einen Teil des Bildes des optischen Suchers.

Die Gegenlichtblende ist auch mein größter Kritikpunkt. Bei dem Preis für eine kompakte Kamera mit fest verbauen Objekiv erwarte ich eigentlich, dass diese dabei ist. Aber Pustekuchen. Und sie ist richtig teuer. Man kann sie aber für relativ wenig Geld von Drittherstellern beziehen. Aber wie schon gesagt, sie verdeckt einen Teil des optischen Sucherbildes und auch den eingebauten Blitz.

Der Blitz ist der beste eingebaute Blitz, den ich bisher genutzt habe. Er hat natürlich nicht die Leistung eines ausgewachsenen Aufsteckblitzes, aber für die meisten Anwendungsfälle ist er ausreichend. Gut finde ich, dass er sehr dezent arbeitet, so dass man kaum merkt, dass geblitzt wurde. Ist also sehr gut als Aufhellblitz für Unterwegs nutzbar, ohne dass man seine Motive „totblitzt“.

Ein weiterer Minuspunkt für mich ist dieses fummelige Rädchen hinten um durch die Optionen zu „rollen“, wie es das auch oft bei Canon-Kameras zu finden ist. Schon bei Canon konnte ich mich nicht damit anfreunden. Ich mag Steuerkreuze mit vernünftigen Druckpunkten und haptischen Feedback viel besser. Bei dem Rad verstelle ich hin und wieder unbeabsichtigt Optionen. Aber das ist vermutlich Geschmackssache. Funktionieren tut es auf jeden Fall.

Ich weiß nicht, wofür das „s“ in X100s steht, aber ich vermute es steht für „sexy“. Die X100s ist einfach eine klassische Schönheit im Leica-Stil. Von vielen wird sie auch abfällig als Leica für Arme bezeichnet. Mir ist das egal. Ich hatte schon Leicas in der Hand, und weiß, was ich grundsätzlich an meinem Fuji X-System habe. Eine Leica ist nämlich größer, schwerer und vor allem viel viel teurer. Und die Ergebnisse einer Leica sind nicht um so viel besser, als dass den Mehrpreis rechtfertigen würde. Oft wird dann das Argument gebracht, dass Leicas ja so robust und so hochwertig verarbeitet seien. Mag ja sein, aber in wenigen Jahren ist die Elektronik der Kamera veraltet und man schaut sich nach modernerem Ersatz um. Für den Preis eines aktuellen Leica M Body bekommt man 5 neue X100s. Und bei der Leica ist dann noch nicht mal ein Objektiv dabei. Das bedeutet, ich kann mir für den Preis einer Leica die aktuelle X100s und 5 Folgemodelle kaufen. Egal ob mir die X100s kauputt gehen sollte, weil sie nicht so robust ist (ist mir noch bei keiner Kamera passiert), oder weil ich bessere Bildqualität eines neueren Sensors haben möchte. Ich denke, dass in den zukünftigen Generationen einer X100s die Bildqualität deutlich besser sein wird, als die der aktuellen Leica.

Die geringe Größe, das dezente Design, der leise Verschluss und die Lichtstärke lassen einen fast in einer Art Stealth-Modus fotografieren.

Habe mir auch direkt ein wenig Zubehör zu der Kamera gegönnt. Und zwar welches, von dem ich normalerweise nicht viel halte. Aber ein anderes Kamera-Konzept lässt mich umdenken.
Bisher hielt ich nicht viel von Auslöseknöpfen (sogenannten Soft Release Button). Aber nachdem ich mal einen ausprobiert habe, muss ich doch gestehen, dass die Dinger nicht nur nett anzuschauen sind, sondern dem Fotografen auch mehr Gefühl beim Auslösen bieten. Habe aber den kleinen mit 1 cm Durchmesser genommen, um den Ein-/Ausschalter gut erreichen zu können. Werde mir so ein Teil auch für meine X-E1 besorgen.

Fujifilm X100s und ein roter Soft Release Button

Fujifilm X100s und ein roter Soft Release Button

Bisher habe ich auch nichts von UV- oder Klarfiltern gehalten, da diese meist nur zum Schutz des Objektiv genutzt werden, und nicht um etwas zu filtern. Normalerweise ist dafür die Gegenlichtblende besser geeignet, zumal diese auch noch den praktischen Nutzen hat für weniger Streulichteffekte zu sorgen. In diesem Fall möchte ich die Gegenlichtblende aber eher nicht nutzen. Die Nachteile dieser Gegenlichtblende überwiegen die Vorteile. Der Filter hat dann den Vorteil, dass ich nicht mal die Schutzkappe aufs Objektiv stecken muss, wenn ich sie wegpacke. So ist die Kamera immer einsatzbereit und das Objektiv ist geschützt.
Hatte ich bisher auch nicht in Verwendung, aber ich finde, zu dieser Kamera passt einfach eine Handschlaufe, statt einem ausgewachsenem Kameragurt. Habe mich etwas umgeschaut und mich vorerst für die Schlaufe von Gordy ’s entschieden. Mal schauen, vielleicht hole ich mir irgendwann noch eine Schlaufe von Leicatime, passend zu dem Gurt meiner X-E1, den ich liebe.

Fujifilm X100s & Gordy's wrist strap

Fujifilm X100s & Gordy’s wrist strap

Und zu guter Letzt habe ich mir noch von Manfrotto die Nano VI Gürteltasche geholt. Die ist von der Größe her wie für die X100s gemacht. Finde ich durchaus sehr praktisch, da man keine Tasche an sich baumeln hat, und auch keinen Rucksack auf dem Rücken tragen muss, und die Kamera ist immer schnell im Zugriff. Wird bestimmt gut bei unseren Wandertouren.

Fujifilm X100s & Gordy's wrist strap & Manfrotto Nano VI

Fujifilm X100s & Gordy’s wrist strap & Manfrotto Nano VI

Außerdem passt die Kamera perfekt in eine Innentasche meiner Umhängetasche, die ich täglich für den Weg zur Arbeit nutze. Somit habe ich die Kamera immer dabei, aber sie stört nicht.

Fujifilm X100s und meine Alltagstasche

Fujifilm X100s und meine Alltagstasche

Das Wichtigste an der Kamera ist aber, dass sie einfach Spaß macht. Diese Kamera hat einfach Seele.

David Hobby (The Stroboist) empfiehlt diese Kamera z.B. als Reisekamera.

Todd Gipstein hat mit dem Vorgängermodell (X100) ein sehr schönes Projekt durchgeführt, bei dem er 1 Jahr lang Fotos aus der Umgebung von 1 Meile um sein Haus herum gemacht hat.

Und natürlich die schönen Videos von Fuji Fotografen.

Einige Beispielbilder ohne künstlerischen Anspruch: