KW43/2015 – Brotbäcker

KW43/2015 – Brotbäcker

KW43/2015 – Brotbäcker

Diese Woche war ich viel unterwegs und bin fast gar nicht zum Fotografieren gekommen.
Am Wochenende haben wir uns allerdings ein wenig Zeit genommen, und haben uns mit ein paar Helfern und Flüchtlingen auf dem Hubertusmarkt getroffen.
Als wir am Treffpunkt noch auf ein paar Leute gewartet haben, habe ich mich gelangweilt. Daher bin ich ab und auf gelaufen und habe mich ein wenig umgesehen. Direkt benen uns stand ein Stand eines Brotbäckers. Dort wird Brot noch auf die traditionelle Art und Weise zubereitet. Es wird von Hand gemischt und geknetet. Dann kommt es in einen mit Holz geheizten Ofen. Die Leute, die dort arbeiten, haben auch eine alte Bäckerbekleidung an.

Einer der Bäcker ist mir aufgefallen. Er war im hinteren, etwas erhöhten Teil des Standes, in dem der Teig zubereitet wird. Ab und an konnte ich ihn an der Seite sehen, denn die Tür war zweiteilig, und der obere Teil war offen.
Ich fand ihn mit seinem Bart, seinen Ohrringen und der Bäckerkleidung irgendwie interessant. Kein gewöhnlicher Typ. Also fragte ich kurzerhand, ob ich ein Foto machen dürfe. Ich war überrascht, denn er sagte prompt zu.
Und das ist nun das Bild.

Es ist leider nicht optimal aufgebaut, da ich schnell machen musste, und links von mir war der heiße Ofen. Ich mag es trotzdem, da er so schön lächelt.

KW42/2015 – House Running

KW42/2015 – House Running

KW42/2015 – House Running

Dieses Wochenende hat meine Freundin ihr Geburtstagsgeschenk, einen Gutschein für House Running eingelöst. Sie ist zwar nicht auf dem Bild hier zu sehen, aber man kann sich das so in etwa vorstellen.
In der Stadt, in der ich lebe gibt es einen ca. 50 Meter hochen Kletterturm, der zum Kletterwald gehört (sind aber beide räumlich voneinander getrennt). Dort kann man verschiedene sportliche Aktivitäten tätigen, darunter eben auch House Running.

Ich habe mir das mal von oben und von Unten angeschaut und habe großen Respekt davor. Vielleicht mache ich das auch irgendwann mal. Sah von unten sehr lustig aus.

KW41/2015 – Autumn

KW41/2015 – Autumn

KW41/2015 – Autumn

Was für ein schöner Altweibersommer. Ich liebe solche Tage. Die Sonne steht tief, die Natur schillert in allen möglichen Farben.
Wir nutzten die Gelegenheit ein wenig am See spazieren zu gehen. Die gleiche oder eine ähnliche Idee hatten natürlich auch andere. So auch ein Radfahrer, den ich in diesem schönen Licht einfangen konnte.

KW40/2015 – Ruinen

KW40/2015 – Ruinen

KW40/2015 – Ruinen

Ich habe bereits eine Fotoserie von Lüttich veröffentlicht. Trotzdem finde ich diese Stadt fotografisch immer noch sehr interessant, und sehe auf dem Weg dort hin immer wieder Ecken, wo ich noch fotografieren möchte. Und zwar abseits des berühmten und totfotografierten Bahnhofs Liège-Guillemins.
Diesmal machten wir einen kleinen Spaziergang über die Kirmes und dann durchs Bahnhofsviertel. Dort wird gerade das alte Finanzamt abgerissen. Es ist bereits durch einen modernen Glasfassadenbau ersetzt, der aus den Abriss-Ruinen aufragt.
An dem Tag hatten war es trocken, aber dichte und dunkle Wolken kündigten bereits das nahende Herbstwetter an. In meiner früheren Bildserie habe ich ja bereits über die ungewöhnliche Stadtplanung und Architektur berichtet. Auch das ist wieder ein Beispiel dafür, wenn auch etwas anders, als damals. Hier wird irgendwann das Neue das Alte ersetzen. Doch momentan existiert beides nebeneinander, auch wenn das Alte nur noch als bereits teilweise abgerissene Ruine zu sehen ist. Irgendwie empfinde ich diese Situation momentan sehr surrealistisch, wie aus einem Endzeit-Film. Höchst wahrscheinlich wird die Gegend ganz anders aussehen, wenn ich das nächste Mal dort bin, denn bei meinem letzten Besuch war vom neuen Gebäude noch nichts zu sehen.

KW39/2015 – Smoke

KW39/2015 – Smoke

KW39/2015 – Smoke

An diesem Wochenende waren wir mal wieder bei einem Koelnergram Fotowalk dabei. Diesmal ging es zunächst durch die Kölner Flora und später an den Rhein.
Zwar kommen immer wieder mal neue Gesicherter dazu, und andere bleiben fern, doch wir waren ja schon ein paar Mal dabei und man kennt sich mittlerweile. So macht es um so mehr Spaß.

Bevor wir die Flora verließen, machten wir noch Rast im dortigen Café. Wir saßen alle zusammen, tranken Kaffee oder Tee, aßen eine Kleinigkeit und quatschten. Auf dem Bild sieht man einen Teilnehmer, der sich seine Zigarre schmecken ließ. Er guckt zwar ein wenig skeptisch, aber weniger wegen mir, als wegen dem Rauch, der ihm in die Augen stieg.

KW38/2015 – Besuch in der Flüchtlingsunterkunft

KW38/2015 – Besuch in der Flüchtlingsunterkunft

KW38/2015 – Besuch in der Flüchtlingsunterkunft

Dieses Wochenende haben wir uns mit den Jungs, die wir letztens in der Stadt kennengelernt haben, verabredet.
Wir besuchten die Jungs in ihrer Unterkunft, Simone hat Kuchen gebacken und wir hatten einen interessanten und schönen Nachmittag.
Wir haben lange geredet, doch leider meistens nur mit zweien, nämlich denen, die englisch konnten. Aber ich habe auch immer wieder versucht die anderen ins Gespräch einzubinden um auch ein wenig mehr über sie und ihre Geschichte zu erfahren.
Einer der Jungs hat mit seiner Mutter (ich glaube, es war seine Mutter) geskypet und Simone durfte mal winken. Sehr ulkig.

Wir haben uns vorgenommen demnächst zusammen zu kochen. Dann vermutlich bei uns. Wir haben abgemacht, dass wir etwas „Deutsches“ kochen, und die Jungs etwas aus ihrer Heimat. Wird sicher interessant.

KW37/2015 – The Dragon

KW37/2015 – The Dragon

KW37/2015 – The Dragon

Ich bin mal wieder sehr spät dran, aber in letzter Zeit war ich viel unterwegs.

Dieses Bild entstand in Köln in Odonien auf dem Roboter-Kunst-Festival Robodonien. Es ist ein mechanischer Stahl-Drache, der sich bewegt hat und Feuer spuckte. Eine von vielen eindrucksvollen Figuren dort.
Werde bald etwas mehr davon berichten.

KW36/2015 – Heimatvertriebene

KW36/2015 – Heimatvertriebene

KW36/2015 – Heimatvertriebene

Es gibt Wochen, da fällt es mir schwer mich für ein Wochenbild dieses Projekts zu entscheiden. Diesmal jedoch war es ganz einfach, und das obwohl ich aufgrund von Urlaub mehr fotografiert habe, als sonst.

Hier in Brühl gibt es eine recht aktive Facebook-Gruppe, die Themen rund um Brühl behandelt. Daraus hat sich eine weitere Facebook-Gruppe entwickelt, bei der sich Menschen austauschen, die Flüchtlingen/Heimatvertriebenen/Menschen helfen möchte.
Am Samstag haben sich einige Mitglieder dieser Gruppe zu einem Treffen mit einigen Flüchtlingen auf dem Brühler Altstadtfest verabredet.

Wie das halt so ist, gab es anfangs ein paar organisatorische Schwierigkeiten, aber am Ende war doch alles gut. Wir lernten einige junge Männer (alle so um die 22 Jahre alt) kennen, die vor dem Krieg aus Syrien und dem Irak geflohen sind. Trotz ihrer Vorgeschichte, trotz der Sprachbarriere und trotz des schlechten Wetters war es ein interessantes und lustiges Treffen.

Normalerweise erfährt man das meiste über Flüchtlinge über die Medien. Aber es ist doch etwas anderes, wenn man persönlich auf diese Menschen trifft und sich mit ihnen unterhält. Für echte Empathie ist das schon sehr wichtig.
Die jungen Männer, die ich kennenlernen durfte, sind ganz normale, aufgeschlossene und lebensfrohe Menschen, die leider das Pech hatten, am falschen Ort zur falschen Zeit zu leben.

Dafür, dass die meisten erst 2-3 Monate in Deutschland sind, konnten sie schon erstaunlich viel Deutsch. Für eine richtige Unterhaltung reichte es natürlich noch nicht, aber das wird noch. Ich wollte wissen, wie sie das gelernt haben. Sie werden ab und an von Freiwilligen unterrichtet, und bilden sich außerdem mit ihren Smartphones weiter. Man merkt richtig, wie engagiert sie sind und etwas aus sich machen wollen.
Zwei von ihnen konnten auch ganz gut Englisch, so dass man sich mit etwas Hilfe und mit Händen und Füßen halbwegs unterhalten konnte. Man hat auch gesehen, wie gut es ihnen getan hat sich mal mit anderen Menschen, als nur mit Flüchtlingen zu unterhalten.

Einer der Jungs (ich nenne sie einfach mal so) ging plötzlich weg, und kam nach einer längeren Zeit wieder. Er entschuldigte sich und erzählte mir, dass er mit seinem Vater telefoniert hat, von dem er schon lange nichts mehr gehört hat. Die Erleichterung war ihm ins Gesicht geschrieben.
Ein anderer schwärmte mir von seiner Heimat vor, allerdings nur bis 2010.

Das war definitiv nicht das letzte Treffen. Vielleicht werde ich in Zukunft mehr davon berichten können.

KW35/2015 – Hermann

KW35/2015 – Hermann

KW35/2015 – Hermann

Wir waren letzte Woche im Teutoburger Wald, und dies ist ein kleiner Vorgeschmack auf den Bericht.
Es ist das berühmte Hermannsdenkmal, welches den Cheruskerfürsten Arminius (sein römischer Name) zeigt. Arminius war ein Germane, der aber bei den Römern aufgewachsen und dort auch militärisch ausgebildet wurde.
Ihm gelang es vor knapp 2000 Jahren einige germanische Stämme zu einen und gemeinsam bei der Varusschlacht gegen die römischen Besatzer zu kämpfen. Mit dem Sieg gegen die Besatzer stoppte das Römische Reich seine Expansion auf der rechtsrheinischen Seite, wodurch sich einige Bräuche und auch die Sprache, aus der sich später das heutige Deutsch entwickelte, bewahrt haben.
Im 19. Jahrhundert wurde Arminius dann zum Vater der Deutschen Nation hoch stilisiert.

Heute geht man davon aus, dass die Varusschlacht gar nicht im Teutoburger Wald stattfand, aber das Denkmal steht nun mal schon, und es bleibt.

KW34/2015 – Mittelformat

KW34/2015 – Mittelformat

KW34/2015 – Mittelformat

Bin mal wieder sehr spät dran. Aber ich habe derzeit Urlaub und versuche das Wetter zu nutzen. Demnach bin ich viel unterwegs.
Außerdem war meine Grafikkarte defekt und musste ersetzt werden.

Ich betreibe ja schon länger das Projekt Finding analog love, bei dem ich die im Einzelhandel erhältlichen analogen Kleinbildfilme teste.
Aber warum sich auf Filme beschränken. Derzeit arbeite ich an einem Artikel über analoges Mittelformat und habe mir dafür zwei analoge Mittelformat-Kameras geliehen.
Im Bild sieht man meinen Aufbau für den Test einer Hasselblad 500c. Eine ähnliche Kamera war auch schon auf dem Mond und im Marianengraben. Rein mechanisch, präzise, einfach. Durch die Größe, das Gewicht und die manuelle Bedienung ist das eine entschleunigte Art der Fotografie, auf die man sich erst mal einlassen muss. Aber es lohnt sich.
Ich hatte die Kamera sogar im Teutoburger Wald. Wie gesagt, Bilder und Artikel folgen noch.