Paris 2015 – Part 3

Im Fenster vom Louvre

Im Fenster vom Louvre

Der Sonntag begann auch recht entspannt. Erst mal gemütlich frühstücken, dann überlegen, was man unternehmen kann.
Nach dem Frühstück ist die ganze Gruppe zu einem Wochenmarkt gegangen, der sich aber nicht wirklich von unseren Wochenmärkten unterschieden hat. Mehr oder weniger alle fanden das nicht so spannend, und so ging es recht schnell weiter zum Louvre, dem berühmten Museum, in dem man unter anderem die Mona Lisa bestaunen kann.

Da wir unseren Zug am Nachmittag besteigen mussten, hatten wir keine Zeit das Museum zu besuchen. Macht nichts, ich war da schon mal drin. Für dieses Museum braucht man eigentlich eh mehrere Tage.
Aber um das Museum herum ist auch einiges los. So richtig spannend war aber auch das nicht wirklich. Ich habe dann, um etwas Zeit tot zu schlagen einfach die Touristen bei ihren touristischen Tätigkeiten fotografiert.

In der Nähe des Museums haben wir dann unser Mittagessen in einem schönen Bistro zu uns genommen. Das Essen war wirklich sehr gut, der Service auch, und das zu humanen (pariser) Preisen.

Danach ging es noch mal zum Centre Pompidou, da sich die, die am Vortag nicht dabei waren, selbst ein Bild machen wollten.
Es ist erstaunlich, wie sich so ein Ort innerhalb weniger Stunden von der Atmosphäre wandeln kann. Oberflächlich schien es gleich zu sein, doch wenn man genauer hinsah, erkannte man, dass es doch wesentlich ruhiger zu ging. Mag sein, dass es daran lag, dass es Sonntag Mittag war, und die Pariser sich vom Vorabend erholten.
Trotzdem gab es wieder einige schöne Fotomotive. Ansonsten haben wir es uns hier und da gemütlich gemacht und die Sonne genossen.

Wir waren so entspannt, dass jeder von uns die Zeit aus dem Blick verloren hat. Plötzlich große Aufregung. Unser Zug fährt bald ab, und wir müssen noch unsere Koffer, die wir im Hotel deponiert haben, abholen. Also schnell zur Metro, dann zum Hotel, Koffer schnappen und wieder zur Metro rennen. Die Fahrt zum Bahnhof Gare du Nord zog sich, und die Teilnehmer wurden immer nervöser. Hinzu kam, dass es mittlerweile ziemlich warm war, so dass man ganz schön ins Schwitzen kam.

Am Bahnhof angekommen rannten wir zu den Gleisen. Den Thalys sah man dann recht schnell, den dieser Bahnhof ist ein Kopfbahnhof. Wir rannten den Zug entlang. Plötzlich bleibt Simone stehen und liest sich ein Schild auf dem Zug durch. Dort steht, dass der Zug nach Amsterdam fährt, also der Falsche für uns ist. Auf Nachfrage erfahren wir, dass unser Zug auf dem gleichen Gleis steht, nur weiter vorne. Also rannten wir weiter. Schließlich haben wir den Zug mehr oder weniger fast auf die Minute pünktlich erreicht. Das war ganz schön knapp. Unserem Organisator sind ganze Felsblöcke vom Herzen gefallen.
Die Rückreise war dann sehr entspannt und unspektakulär.

Gospelchor

Gospelchor

Dieser Zug bringt uns heim

Dieser Zug bringt uns heim

Das ist zwar nicht der letzte Beitrag zum Thema FAB Exkursion Paris 2015 (es werden noch zwei Beiträge mit speziellen Themen folgen), aber der letzte Teil, der sich nur um die Reise an sich dreht.
Daher ist es nun an der Zeit ein Fazit zu ziehen.
Wie bereits erzählt, war ich schon mal vor ca. 8 Jahren in Paris. Damals allerdings noch nicht wirklich fotografisch unterwegs. Damals war ich etwas enttäuscht. Nicht weil die Stadt schlecht wäre, sondern weil ich ganz andere Erwartungen hatte. Diese Erwartungen kamen von Erzählungen, TV-Sendungen, Berichten, Filmen etc.

Ich fand es damals sehr laut (ja, ich weiß, ist eine Großstadt). In den viel gelobten Straßencafés konnte man sein eigenes Wort nicht verstehen, weil der Verkehr so stark war und fast überall Kopfsteinpflaster ausgelegt war.
Diesmal hatte ich das Gefühl, dass der Verkehr nicht so stark war, und es mehr asphaltierte Straßen gab.

Die Menschen damals fand ich auch eher arrogant und abweisend. Und das vor allem da, wo man das Gegenteil erwarten würde, also in Service-Bereichen, wie Einzelhandel oder Gastronomie.
Doch das hat sich, zumindest etwas geändert. Mittlerweile können die meisten Angestellten in diesen Bereichen wenigstens ein wenig Englisch. Damit und mit Simones gutem Schul-Französisch sind wir ganz gut zurecht gekommen. Aber getrennte Rechnungen kriegen die immer noch nicht hin. Wenn man mit 11 Leuten zusammen in einem Restaurant isst, dann gibt das immer Chaos, wenn man am Ende nur eine Gesamtrechnung bekommt. Ist auch nicht besonders clever von den Service-Kräften, denn mit Einzelrechnungen würden sie mehr Trinkgeld bekommen.

Paris ist eine Großstadt und die Hauptstadt einer der größten Volkswirtschaften der Welt. Dennoch hat man eher das Gefühl in einer fast mediterranen Stadt zu sein, zumindest wenn die Sonne scheint. Irgendwie ist es das Licht und die lässige Atmosphäre, die es besonders machen. Die viele Häuser haben wunderschöne Fassaden, die meist weiß oder sandsteinfarben sind. Bei schönem Wetter ergibt das ein schönes warmes Licht.

Ach ja, wir haben ja im Foto-Club Mitglieder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Sie waren zwar nicht mit, aber man achtet dann schon mal hin und wieder auf deren Belange. Paris ist so gar nicht barrierefrei. Hohe Bordsteine und wie man mit einem Rollstuhl zur Metro kommen soll, ist mir auch schleierhaft. Vielleicht gibt es da aber alternative Möglichkeiten.

Alles in Allem hat es mir diesmal wesentlich besser gefallen. Meine Lieblingsstadt ist Paris aber dennoch nicht. Nicht mal die europäische Lieblingsstadt. Mit Amsterdam hat es aber auch eine sehr starke Konkurrenz.

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2 Gedanken zu “Paris 2015 – Part 3

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