Vietnam 2014 – The End

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Gelbe Blumen für die Ahnen

Es sind die letzten Stunden in Vietnam, die letzten Stunden unserer Reise. Wir schlendern wie so oft zuvor durch die Straßen Hanois. Doch diesmal ist es anders.
Das Wissen um das baldige Ende erzeugt eine schwer zu beschreibende Stimmung.
Deutschland und das gewohnte Leben erscheint so fern und so unwirklich. Wie ein Traum, an dessen Fetzen man sich nach dem Aufwachen wage erinnert. Vietnam ist halt so einnehmend und durchdringend, es frisst einen mit Haut und Haaren, wenn man sich auf das Abenteuer einlässt.
Andererseits fängt das Hirn wieder auf den alt bekannten Schienen zu fahren. Man fängt an im Kopf Listen zu führen, was man machen muss, wenn man zu Hause angekommen ist, was man einkaufen muss usw.
Die letzten drei Wochen mit seinen zahlreichen Erlebnissen erscheint einem fast wie ein fesselnder Film. Man fragt sich wirklich, ob man das alles erlebt hat, und was man daraus in sein zukünftiges Leben mit nimmt. Denn eins ist klar, so etwas lässt einen nicht unberührt.
Doch ich glaube, dafür ist es noch zu früh. Das braucht etwas zeitlichen und mentalen Abstand. Ich weiß noch nicht wann, aber wenn mein Bauchgefühl es sagt, werde ich die Reise noch mal reflektieren und einen Epilog schreiben.

Hanoi verabschiedet sich mit tropischem Wetter und Temperaturen über 30 Grad. In Deutschland erwarten uns Temperaturen um die 4 Grad. Im Flugzeug ist es erfahrungsgemäß auch recht kühl, also ziehe ich das erste mal seit 3 Wochen eine lange Hose an, und hasse das Gefühl sofort, wie nach dem Ende des Sommers.

Diesmal fliegen wir nachts über Hong Kong und man kann sogar die berühmte Skyline erkennen. Ist bestimmt auch ein interessantes Reiseziel.
Wir nehmen Schlaftabletten und schaffen es sogar ca. 6 Stunden zu schlafen. Ob unser Plan gegen den Jetlag aufgeht, wird sich noch zeigen.

Wir kommen früh morgens in Frankfurt an. Es ist kalt, es ist ruhig, es ist grau. Wir fahren noch 2 weitere Stunden von Frankfurt nach Hause und uns fällt auf, wie trist es hier ist. Das liegt zum Teil am Winter, aber zum großen Teil einfach daran, dass hier Farben fehlen. Man ist seit 3 Wochen an das bunte Vietnam gewöhnt und vermisst es schon nach so kurzer Zeit.
Andererseits kommt man mit jedem Kilometer seinem Heim näher, seinen sehr vermissten Katzen und natürlich Freunden und Familie.

Schnell ausgepackt, kurz die erste Waschmaschine angeworfen und direkt einkaufen gefahren, denn den Kühlschrank haben wir vor der Reise leer gemacht.
Abends noch kurz auf den Weihnachtsmarkt gegangen und beim ersten genüsslich geschlürften Glühwein Familie und bekannte Gesichter getroffen.
Das „Leben“ hat uns wieder.

Morgen noch ein wenig die Wohnung auf Vordermann bringen, etwas chillen, denn am Montag fängt der Ernst des Lebens wieder an und wir werden an den Schreibtischen unserer Büros sitzen und uns fragen, wie unglaublich schnell 3 Wochen vergehen können.
Aber nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. War sicher nicht die letzte Reise dieser Art.

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2 Gedanken zu “Vietnam 2014 – The End

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