Vietnam 2014 – Transfer von Hue nach Hoi An, Hoi An Part 1

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Lampions

Heute reisen wir weiter in die alte Hafenstadt Hoi An. Angeblich die Perle Vietnams. Wurde uns von vielen empfohlen.

Wir lassen uns vom Faher des Zielhotels abholen. Eine Fahrt von immerhin 3 Stunden. Wir wollen mit dem Auto fahren, da man so mehr von Land, Leuten und dem Wolkenpass sieht.

Der Fahrer holt uns pünktlich ab, kann aber kaum englisch. Ist aber auch nicht so wichtig.
Die Fahrt verläuft gut, bis auf das man sich an den krassen Verkehr, in dem man nun ist, gewöhnen muss.
Doch als wir in die Berge kommen, fängt der Wagen an rumzuspinnen. Er ruckelt, er geht immer wieder aus, aber unser Fahrer fährt stur weiter.

Unterwegs treffen wir immer wieder auf wilde Ziegenherden und Kühe, die auch mal gerne den Weg versperren.

Als wir schon die Hoffnung aufgegeben haben, dass wir ankommen (das Auto hat es mit letzter Kraft geschafft), erreichten wir den berühmten Wolkenpass auf beiden Seiten geht es steil bergab, bis zum Meer. Wirklich schön.

Wir fahren weiter und erreichen bald die Küstenstadt Da Nang. Alles sehr modern, Hochhäuser, hohe Hotels, Strand Clubs, breite Straßen mit sehr gepflegten Grünstreifen. In der Ferne sieht man die berühmte Drachenbrücke. Links von uns das Meer mit einer ordentlichen Brandung.

Irgendwann biegt der Fahrer rechts in eine staubige Straße ein, die von unzähligen Marmorfiguren gesäumt ist. Wir sind am Marble Mountain (Marmorberg) angekommen. Vor dem Berg viele Werkstätten und Verkaufsräume in denen alles Mögliche aus Marmor in allen erdenklichen Farben angeboten wird. Wir werden durch so einen Laden geführt, kaufen aber nichts. Im Berg sind durch den Abbau des Marmors Höhlen entstanden, die man besichtigen kann. Darin gibt es viele buddhistische Figuren und Altäre. Es tropft überall von der Decke, mehr als in einer Tropfsteinhöhle. Die Luftfeuchtigkeit ist hier eben enorm.
Oben drauf auch eine Pagode. Wir bleiben nicht lange. Es ist heiß, Simone hatte nur ihre Sonnenbrille auf (sah also kaum was in der Höhle) und wir wollten weiter.

Auch wenn wir befürchteten, dass das Auto unterwegs verreckt, sind wir schließlich doch noch in Hoi An angekommen. Wir haben ein Zimmer in einem Homestay gemietet, wobei die meisten Homestays hier eher so eine Art Pensionen sind. Ein schönes Gelände, mit tropischen Pflanzen. Vor unserem Balkon steht z.B. ein Sternfruchtbaum.

Nach der Ankunft sind wir los die Stadt erkunden. Ich muss sagen, ich bin ein wenig enttäuscht. Viele haben uns davon vorgeschwärmt. Dabei ist es ein typischer Touristenort, der aus Spas, Taschenläden, Souvenirläden, Schneidereien (man kann sich hier sehr billig Anzüge und Kleider maßgeschneidern lassen) und Bars/Restaurants besteht. Das Witzige ist, dass alle die gleichen Waren anbieten. Hinzu kommen wieder die nervigen Straßenhändler und Leute, die uns eine Bootsfahrt andrehen wollen.
Kennst du einen, kennst du alle.
Hier gibt es eigentlich nur sehr viele Touristen, und Einheimische, die einem etwas andrehen wollen. Man fühlt sich wie ein Geldbeutel auf zwei Beinen. An unseren bisherigen Zielen gab es auch nervige Verkäufer, aber auch wirklich interessierte und offene Einheimische.
Alles hier wirkt so aufgesetzt, wie extra nur für Touristen zusammen gestellt. Wie ein Vergnügungspark, von weitem interessant, aus der Nähe alles künstlich.
Wir wollten aber das authentische Vietnam.

Wir sind dann auch wieder mal etwas abseits gewandert, und sind durch eine „authentische“ Straße gelaufen. Wirklich interessant war das aber nicht. Vor allem fotografisch ist es hier eher langweilig.
Zugegeben, wenn es dunkel ist, und die Laternen leuchten, sieht es ganz nett aus, aber daran hat man sich schnell satt gesehen.

Wir waren ja schon in vielen Cafés, doch noch in keinem Teehaus. Einfach, weil wir bis dahin keins gefunden haben. Man kann hier überall Tee trinken, aber ein richtiges Teehaus ist schon etwas anderes.
Hier in Hoi An haben wir endlich ein wirklich schönes Teehaus gefunden. Sehr schön eingerichtet, und so ruhig. Dort arbeiten taubstumme Bedienungen. Die Ruhe tat richtig gut.

Abends haben wir zwei lokale Spezialitäten gegessen. Cao Lau, etwas dickere Nudeln mit Kräutern und marinierten Schweinefleisch und Wonton, im Prinzip gefüllte und frittierte Teigtaschen. Vor allem das Cao Lau war sehr lecker.
Da die Portionen nicht sehr groß waren, habe ich noch ein gefülltes Baguette (Bild werde ich nachreichen, denn ich werde es noch mal essen) unterwegs gegessen. Fleisch, Kräuter und eine Chilipaste. Das war vielleicht lecker. Muss ich versuchen nach zu machen.

Wollten eigentlich noch in eine Bar, aber die die uns gefallen hat, war voll. Also kauften wir uns Cola, Rum und Räucherstäbchen, und genossen den Abend in Ruhe auf unserem Balkon.

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