Vietnam 2014 – Ha Long Bucht Part 2

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Auf dem Weg zum Kajaken

Megagähn! Nein, ich bin immer noch kein Morgenmensch. Aber Frühstück gibt es schon um 7 Uhr, und gegen 8 Uhr ist Abfahrt.
Das Frühstück ist ok und unspektakulär. Reicht.

Ein kleines Boot bringt uns zu einigen 1 Stunde entfernten Felsen. Irgendwie sehen die Felsen alle gleich aus. Und wenn die weit entfernten Felsen näher kommen, tauchen am Horizont neue Felsen auf, die wieder gleich aussehen. Man hat das Gefühl auf der Stelle zu fahren. Wie in alten Filmen, in den die Hauptdarsteller in einem Auto sitzen und so tun, als würden sie fahren, während die Filmcrew eine Leinwand mit aufgemalter Landschaft am Auto vorbei führt.

Es ist diesig, wolkig, windig und bei weitem nicht so warm, wie gestern. Man hat Zeit den Blick und seine Gedanken schweifen zu lassen. Es ist wunderschön hier und man beginnt die Einwohner hier zu beneiden, obwohl sie sicher ein entbehrungsreiches Leben führen.

Angekommen steigen wir in Kajaks um und beginnen eine längere Tour zwischen den Felsen. Nach einigen Experimenten habe ich den Dreh mit dem Paddeln raus, und wir fahren sogar unserem Guide davon.
Hier sind die Felsen so nah beieinander, dass man das Gefühl hat, man würde auf einem Fluss durch einen Canyon fahren.
Wir fahren durch einige Höhlen in den Felsen, um zu anderen Lagunen zu kommen. Eine ist so niedrig, dass man sich flach ins Boot legen muss, um sich nicht den Kopf an den scharfen Kanten der Höhlendecke den Kopf aufzuschneiden. Schließlich gelangen wir durch diese Höhle in einen natürlichen See in der See. Den Durchmesser schätze ich auf 200 Meter, umsäumt von steil aufragenden Felsen, die am Wasser die verrücktesten Formationen bilden. Man fühlt sich wie in einer Badewanne. Und es gibt tolles Echo. Hab ich getestet.
Schade ist nur, dass sich der ganze treibende Müll in den Felsen und vor allem in der Vegetation, die ins Wasser reicht, fängt. Auch ich weiß die Annehmlichkeiten des modernen Lebens zu schätzen, aber das geht gar nicht. Ich hoffe, die Menschen werden irgendwann vernünftig. Dabei meine ich nicht nur die Vietnamesen, die den Müll in den Meeren produzieren, sondern wir alle.

Danach werden wir wieder an einen anderen Ort gebracht, wo es Mittagessen gibt, und wo wir schwimmen gehen sollen.
Vom Essen habe ich diesmal keine Bilder, aber es war wieder lecker. Fisch, Fleisch, Tintenfisch, Gemüse, Reis und Früchte.

Direkt danach sind einige von uns tatsächlich schwimmen gegangen. Die Luft war relativ kühl, und es war windig. Aber wenn bekommt man schon die Möglichkeit in der Ha Long Bucht zu schwimmen. Also bin auch ich von ganz oben vom Boot gesprungen. Das Wasser war sehr warm und angenehm. Vermutlich wärmer als die Luft.
Wir sind zu einer kleinen Insel geschwommen, bei der ein vielleicht 2 Meter breiter und 15 Meter langer Strand existiert. Aber nur bei Ebbe. Wenn man dort steht und entlang der Felsen nach oben schaut, fühlt man sich, wie bei Avatar. Steile Felsen, dicht bewachsen mit so was wie Urwald. Ich wünschte, ich hätte meine Kamera mitnehmen können.
Der Strand bestand nur zu einem geringen Teil aus Sand. Und dieser war so weich, das man eingesunken ist. Überwiegend bestand er jedoch aus verschiedenen Muscheln und Korallen, die sich einem in die Füße schnitten. Habe einige Muscheln als Andenken eingesammelt und bin zurück geschwommen.

Nächste Station war eine Perlen Farm. Dort wurde uns gezeigt, wie man Austern züchtet, wie man sie präpariert, damit sie Perlen bilden.
Tatsächlich bilden davon nur 30 % Perlen, und nur 10 % bilden Perlen perfekt genug für Schmuck.
Ganz schön viel Arbeit für ein paar Kügelchen.

Zurück auf unserem Boot gab es mal wieder ein großes und leckeres Abendessen mit den üblichen Zutaten. Es ist erstaunlich, auf wie viele Arten man Tintenfische zubereiten kann. Und alle davon schmecken.
Während des Essens hatten wir eine interessante Unterhaltung mit einem spanischen Pärchen.
Später haben wir den Abend auf dem Oberdeck mit einem australischen Ehepaar ausklingen lassen. Wir haben uns lange über Gott und die Welt unterhalten.

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