Vietnam 2014 – Ha Long Bucht Part 1

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Postkarten Panorama von der Ha Long Bucht

Gähn! Ich bin kein Morgenmensch. Aber wir wollen hier ja was erleben und müssen daher heute früh aufstehen, denn um 8 Uhr holt uns ein Bus ab, der uns zur berühmten Ha Long Bucht bringen soll.
Es sind zwar nur 170 Kilometer, die Fahrt dauert dennoch 3,5 Stunden. Früher waren es sogar 4 Stunden, doch die „Schnellstraße“ wurde ausgebaut. Also das, was man hier so Schnellstraße nennt. Macht aber nichts, so lange wir gut ankommen.

Das Wetter ist heute besonders schön, die Sonne hat die Wolken vertrieben, und brennt uns ordentlich auf den Pelz.

Um uns die Zeit ein wenig zu vertreiben, erzählt Hiep, unser Guide, uns einiges zur Geschichte von Vietnam und der Ha Long Bucht. Mich interessiert so etwas ja immer, daher bin ich ihm sehr dankbar. Er kann ganz gut Englisch und ist ein lustiger und sympathischer kleiner Kerl, so dass es Spaß macht ihm zu zuhören.

Unterwegs machen wir Rast in einem Betrieb für Kunsthandwerk, in dem die Produkte angeblich von behinderten Menschen hergestellt werden.
Wir kaufen nichts.

In der Ha Long Bucht angekommen, steigen wir auf ein Boot um, dass uns in unser neues Zuhause für die nächsten 3 Tage bringt. Ein etwas größeres Boot mit 3 Decks, Kabinen und einem Speisesaal.

Hier ist alles generalstabsmässig durchgeplant. Sehr ungewohnt, wenn man die letzten Tage einfach so ins Blaue gelebt hat.
Nach dem Checkin und Kabinenbeziehen gibt es schon das Mittagessen.
Wir sind eine bunt gemischte Truppe, aus jung und alt, Australiern, Spanien, Franzosen und uns Deutschen. Beim Essen schmilzt das Eis langsam und man beginnt sich kennen zu lernen.
Das Essen ist opulent. Anfangs kommt nur wenig, so das man sich fragt, wie alle satt werden sollen. Aber hier wird das Essen nicht auf ein mal serviert. Nach und nach wird der Tisch voller und voller, und man fragt sich, wer das alles essen soll.
Ich mag ja keinen Fisch und Meeresfrüchte schon gar nicht. Aber hier ist es sehr frisch und sehr gut zubereitet, so dass es sogar mir sehr gut schmeckt.
Es gibt panierten Fisch, Tintenfisch, Fleischspiesse, Reis und gefüllte Krebse.

Die Ha Long Bucht sieht genau so aus, wie man es z.B. aus dem Fernsehen kennt. Smaragdgrünes Wasser, unzählige steil aus dem Meer ragende Inseln und unzählige Boote mit Touristen. Leider treibt für unser Empfinden auch nicht gerade wenig Müll im Wasser.
Das Wasser ist so ruhig und es gibt kaum Wind, man hat gar nicht das Gefühl auf dem Meer zu sein.

Wir werden zu einer Insel gebracht, und dort durch eine riesige Tropfsteinhöhle geführt. Wir und gefühlt halb Vietnam. Aber so ist das leider in solchen Sehenswürdigkeiten.
Die Höhle bietet eine besondere Attraktion. Die Natur zeigt hier Humor in dem sie über Jahrtausende einen Penis aus Stein formte. Unser Guide nennt es den Stolz Vietnams.

Nach der Höhle ging es zu einer anderen Insel, von der wir eine Kajak Tour starten. Mitten auf dem Meer. Es ging um Inseln herum und durch Höhlen hindurch und machte sehr viel Spaß, auch wenn es anstrengend war.
Um diese Jahreszeit wird es schon um 17.30 Uhr dunkel. Den Rückweg mit dem Kajak paddelten wir fast schon im Dunkeln.
Aber hier kann man kaum verloren gehen bei so vielen Booten in der Umgebung.

Das Abendessen bestand wieder aus mehreren sehr leckeren Gängen. Gegrillte Austern mit Kräutern und Gewürzen, Fisch, Frühlingsrollen und Pommes. Das Highlight waren speziell zubereitete Scampis. Ein Topf mit glühend heißen Kieselstein und einem Deckel wurde gebracht. Da wurde eine halbe Flasche Reisschnapps rein gegeschüttet, was eine hohe Flamme zur Folge hatte. Da wurden die Scampis rein geworfen und mit ordentlich Wasser übergossen. Sofort den Deckel drauf und festhalten. Durch die Hitze der Steine verdampfte das Wasser sofort und die Scampis waren innerhalb 1 Minute gar.

Nach dem Essen gab es noch ein kniffliges Spiel mit Holzsteinen. Unser Tisch hat gewonnen, und wir bekamen ein Bier als Belohnung. Im Dunkeln konnte man noch Tintenfische angeln, aber ich glaube, niemand hatte Glück.

Die Kabinen sind klein, aber ausreichend. Nach einem langen und anstrengenden Tag haben wir uns Schlaf verdient.

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