Meine Gedanken zu „Wie man ein geiles Foto macht“

Ich oute mich, ich habe es auch getan. Ich habe den Kölner Dom fotografiert ;-)

Ich oute mich, ich habe es auch getan. Ich habe den Kölner Dom fotografiert 😉

Am 14.08.2014 hat Martin Gommel den Beitrag Wie man ein geiles Foto macht auf kwerfeldein.de veröffentlicht. Hier meine Gedanken dazu.

Sehr geiler Text. Er spricht mir aus der Seele. Grundsätzlich habe ich nichts gegen How-To’s, vor allem für Anfänger. Die Grundlagen und die Technik zu beherrschen ist die Basis für eine gewisse Konstanz und sehr hilfreich für das Umsetzen von Ideen.

In der schnelllebigen Welt von heute will man möglichst früh „gute“ Ergebnisse erzielen, kaum jemand nimmt sich noch Zeit sich ausgiebig mit Dingen zu beschäftigen, und sich dabei selbst weiter zu entwickeln. Solche Mit How-To’s kann man relativ schnell und leicht zu Bildern kommen, wie man sie aus dem Internet oder Magazinen kennt, und kann somit die teure Anschaffung seines Equipments auch vor sich selbst rechtfertigen. Und man kann sich damit natürlich auch sehr gut im Internet produzieren, und das wiederum pusht das eigene Ego (da spreche ich aus Erfahrung ;-).

Ich versuche mittlerweile auch ähnliche Antworten zu geben, wenn mich jemand nach meiner Fotografie fragt, auch wenn ich bei weitem noch nicht da bin, wo ich hin will. Ich befürchte nur, dass sich das für Anfänger und Leien wie Esoterik anhört. Denn das, was Du schreibst kann man als Anfänger schwerlich nachmachen.

Das ist im Prinzip wie mit dem Tanzen. Am Anfang lernt man die Grundschritte. Man bekommt es gezeigt, und macht es nach. Später lernt man einige Figuren, die man nach Belieben einbauen kann. Damit kommt wenigstens etwas Kreativität rein. Und noch später kann man sich vielleicht eigene Figuren und noch später eigene Choreografien ausdenken.

Dem Internet die Schuld für so etwas zu geben finde ich nicht ganz gerechtfertigt. Ja, das Internet hat vieles verändert. Aber es ist immer noch unsere Entscheidung, wie wir damit umgehen. Ich bin regelmäßig auf den üblichen Foto-Portalen unterwegs. Ich wohne bei Köln, und liebe den Kölner Dom. Dennoch bekomme ich mittlerweile Augenkrebs, wenn ich jeden Tag mehrfach den Kölner Dom mit der Hohenzollernbrücke bei Nacht vom Hyatt aus sehe. So etwas kann man als Massenware bei Ikea kaufen. Ich habe mir das mal vor Ort angeschaut. Am Wochenende bei gutem Wetter stehen die „Fotografen“ sich fast gegenseitig auf den Füßen und machen alle das gleiche Bild. Jemand Schlaues hat mal gesagt „Es wurde schon alles fotografiert, nur noch nicht von jedem“.

Ich persönlich befinde mich momentan irgendwo dazwischen. Ich habe die Sicht auf Fotografie und auf meine persönliche Fotografie gedanklich geändert. Ich weiß auch, wo ich fotografisch, zumindest momentan, hin möchte. Allerdings fällt es mir momentan schwer da irgendwie einen Einstieg zu finden. Das ist frustrierend. Aber ich weiß, dass solche gedanklichen Umwälzungen etwas Zeit brauchen. In der Zwischenzeit mache ich weiterhin „PillePalle“-Bilder, einfach nur, weil ich Fotografie liebe.

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