Fujinon XF-23mm F1.4 R

Vergleich Fujinon XF 14mm, XF 23mm und XF 18-55mm

Vergleich Fujinon XF 14mm, XF 23mm und XF 18-55mm

Vor kurzem hat mir ein Bekannter freundlicherweise das Fujinon XF-23mm F1.4 R Objektiv ausgeliehen. Überlege nämlich, ob ich mir dieses Objektiv zulegen soll, oder doch die Fujifilm x100s oder es ganz lassen soll.
Die Fuji x100s ist eine schöne Kamera mit einem fest verbauten 23mm F/2 Objektiv.

Direkt am Anfang fällt einem auf, dass das XF 23mm Objektiv doch recht groß und dementsprechend schwer ist. Ich bin davon ausgegangen, dass es nicht größer als das XF 14mm Objektiv ist. Doch das ist es. Auch der Durchmesser des Filtergewindes ist so groß, wie beim XF 55-200, nämlich 62 mm.

Was Verarbeitungsbedinung und Haptik anbelangt, würde ich es mit dem XF 14 mm gleichsetzen. Es lässt sich genau so bedienen. Hier also keine Überraschungen, was aber auch gut ist, denn beide Objektive sind auf diesen Gebieten herausragend.

Fujinon XF 23 mm, f/1.4

Fujinon XF 23 mm, f/1.4

Fujinon XF 23 mm, f/1.4

Fujinon XF 23 mm, f/1.4

Fujinon XF 23 mm, f/1.4

Fujinon XF 23 mm, f/1.4

Mir persönlich gefällt es, wenn ich mit Objektiven ganz nah ans Motiv herangehen kann. Vor allem bei lichtstarken Objektiven, wie diesem. So kann man sehr krasse Tiefenunschärfen produzieren.
Dadurch, dass es aber ein Weitwinkel-Objektiv ist, fällt bei einer „normalen“ Szene diese Tiefenunschärfe wenier stark aus. Ich finde das ganz gut, da man die Lichtstärke des Objektivs nicht nur für den Tiefenunschärfeeffekt, sondern einfach zum Fotografieren bei wenig Licht nutzen kann.

Fujinon XF 23mm, F/1.4

Fujinon XF 23mm, F/1.4

Fujinon XF 23mm, F/2.8

Fujinon XF 23mm, F/2.8

Fujinon XF 23mm, F/8

Fujinon XF 23mm, F/8

Mit der Bildqualität bin ich sehr zufrieden. Bei F/1.4 weist das Objektiv Randunschärfen in den Ecken auf, aber bei der Lichtstärke ist das nicht ganz unüblich. Diese sieht man aber auch nur im 100% Crop.

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/1.4

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/1.4

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/2.8

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/2.8

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/5.6

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/5.6

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/8

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/8

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/11

100% Crop linke obere Ecke. Fujinon XF 23mm, F/11

Fazit
Die 23mm Brennweite sind das Äquivalent zu 35mm an Kleinbild. 35mm ist die klassische Reportagebrennweite und mit der 50mm Brennweite wohl die beliebteste Brennweite.
Mein XF 14 mm Objektiv ist zwar top, aber manchmal doch zu weit. Das XF 35mm ist in Innenräumen wiederum manchmal zu eng. Diese Lücke füllt das XF 23 ganz gut aus.
Nach meiner Meinung ist es aber keine wirkliche Alternative zu der Fuji x100s, da es doch sehr groß, schwer und nicht ganz so unauffällig ist. Dafür ist es aber lichstärker. Hinzu kommt, dass das XF 23mm derzeit fast genau so viel kostet, wie die x100s.
Schwere entscheidung.

Alle Bilder wurden im RAW-Format mit einer Fujifilm X-E1 gemacht und mit Lightroom 5.3 entwickelt. Die Bilder mit den Ziegelsteinen wurden zusätzlich mit Stativ und Fernauslöser gemacht.

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9 Gedanken zu “Fujinon XF-23mm F1.4 R

    • Habe mir vor ein paar Tagen die X100s gebraucht gekauft. Werde in den nächsten Tagen noch einen kleinen Bericht schreiben.
      Man kann nicht pauschal sagen, ob das eine oder das andere mehr Sinn macht. Das hängt davon ab, was man wie fotografiert. Das XF 23 mm ist der X100s optisch überlegen. Dafür ist es aber auch ein Kawenzmann, wohingegen das Objektiv der X100s ein sehr kompaktes Pacake ist.
      Ich werde mir das XF 23 mm vielleicht irgendwann trotzdem kaufen, wenn es irgendwann gebraucht zu einem akzeptablen Preis angeboten wird. Habe es bei Eventfotografie zu schätzen gelernt.

      • Danke für die Antwort, bei einigen Vergleichsbildern im Netz habe ich auch gesehen, dass das XF-23 bei f/2.0 ein deutlich cremigeres Bokeh hat, das wäre schon mal ein Argument, was für das XF 23 spräche. Ich spiele deshalb mit dem Gedanken, eine X100s oder das XF 23 zuzulegen, weil mir das XF-14 zu weit, das XF35 zu eng und das 18-55er für schöne Bilder mit Offenblende nicht so gut geeignet ist. Ich habe die X-Pro1 und die X-E2 mit den oben genannten Objektiven, hinzu kam kürzlich noch das 55-200 mit allen Optiken und Bodys bin ich sehr zufrieden und sie erfüllen alle hervorragend ihren Zweck. Jetzt schaue ich mir schon eine ganze Weile in den Foren die Bilder vom neuen XF 23 an und bin schon etwas angespitzt. Mit dem 23er Objektiv hätte ich ein zusätzliches Wechselobjektiv in der Tasche, was mich zwar flexibler macht, auf der anderen Seite wollte ich mich von der Schlepperei endgültig verabschieden. Die X100s wäre mit den moderaten Maßen und den angenehmen 23mm bzw. 35mm im Kleinbildformat auch eine Immer-dabei-Kamera zum in die Jacke stecken. Und noch ein Vorteil: Das lästige Staubbroblem wäre bei der X-100s auch passée, vorausgesetzt der Sensor wurde sauber verbaut. Zuletzt macht mir die relativ überschaubare Preisdifferenz zum XF 23 die Entscheidung auch nicht einfacher.

      • Ja, ich hatte recht ähnliche Gedanken, und habe hin und her überlegt. Zumal man das XF 27 mm mittlerweile gebraucht für ca. 350 € bekommt. Das auf der X-E1/2 macht von der Größe her nicht viel Unterschied zur X100s. Ok, sind dann nicht mehr 35mm, sondern 40mm KB-Äquivalent. Aber es soll schärfer sein, als die X100s.

        Bei der X100s sollte man aber noch so Dinge, wie eingebauter ND-Filter und Zentrallverschluss bedenken. Der Verschluss ermöglicht unglaublich kurze Blitzsynchronzeiten und ist dabei unglaublich leise. Mit dem eigebauten ND-Filter + noch einem Aufgeschraubten dazu kann man auch sehr lange Langzeitbelichtungen machen.

        Ich habe vor im November eine mehrwöchige Rucksack-Tour durch Vietnam zu machen. Und dafür empfinde ich im Moment die X-E1 mit den Objektiven, die ich dafür habe, u sperrig und schwer. Meine Idee war mir eine Bauchtasche zu kaufen, in der ich die X100s immer im Zugriff habe, die mich aber weit nicht besonders stört.
        Ob ich das dann tatsächlich mache, weiß ich noch nicht 100%ig. Bis dahin ist ja noch viel zeit, und vielleicht entscheide ich mich um.

        Außerdem wollte ich eine Kamera habe, die ich auch einfach zum Spazieren gehen oder u Treffen mit Freunden mitnehmen kann.

      • Mit der Bauchtasche und einer X100s durch Vietnam… ein wenig Street, Reportage, Landschaft, ganz easy…ja, kann ich gut nachvollziehen. Ich habe nach wie vor ein wenig Bammel vor der Eingeschränktheit mit den Festbrennweiten. Ich war mal ein Tag nur mit dem XF35 an der X-E2 unterwegs, einerseits war die Tour irgendwie stressfreier, andererseits ertappte ich mich immer mit den Gedanken, aah, jetzt wäre das 14er perfekt… ich glaube aber auch, dass eine einzige Brennweite letztendlich gewinnbringender ist, die Kreativität weiter anregt und den Blick schärft. Die Sache mit dem eingebauten ND-Filter finde ich auch genial, da ich auch gerne mit Langzeitbelichtungen experimentiere. Ich schlafe auf jeden Fall auch noch ein paar Nächte darüber, wenn ich mich entscheide, dann für die schwarz angemalte 😉

      • Ich bin es gewohnt mit nur einer Brennweite auszukommen. In den meisten Fällen waren es 35 mm. Das ist eigentlich eine wunderbare Brennweite auf APS-C. In Innenräumen allerdings oft etwas zu eng. Da passen 23 mm oft besser.
        Vietnam ist allerdings eine andere Hausnummer. So schnell werde ich da nicht wieder hinkommen. Daher hadere ich auch noch mit mir, da ich befürchte etwas zu verpassen, wenn ich nicht flexibler, was die Brennweite anbelangt, bin.

        Andererseits ist die Fotografie nicht mein primäres Ziel bei der Reise, sondern die Reise an sich, die Menschen, die Erfahrungen, das Abenteuer. Natürlich möchte ich auch gute Bilder machen. Das sollen aber eher Reise-Bilder und nicht Hochglanzmagazin-Bilder werden.

        Aber wie gesagt, ist noch viel Zeit bis dahin und vielleicht ergibt sich ja noch irgendwas anderes.

        Irgendwann in den nächsten drei Jahren würde ich auch gerne nach Island. Dahin würde ich aber definitiv nicht nur die X100s, sondern auch etwas mit Wechselobjektiven mitnehmen.

  1. Pingback: WW, aber welches...
  2. Hey,

    ich stehe gerade vor einem ähnlichen Problem, habe aber schon eine X100S. Mit der war ich letztes Jahr in Vietnam und kann dir sagen, das war eine gute Idee: http://www.flickr.com/photos/i-am-stef/sets/72157638252580756/

    Für mich ist die Frage: Soll ich die X100S gegen eine X-T1 tauschen oder nicht? Ich bin gespannt ob ich mir das irgendwann mal beantworten kann. Ich habe mir letztens eine Sony A7 geliehen und sie mit der X100S verglichen – die Sony wird es schonmal nicht. Aber die X-T1 spricht mich schon sehr an…

    Grüße,
    Stefan.

    • Sehr schöne Bilder. Du kommst aber auch ganz gut rum 😉
      Die X-T1 ist eine Super-Kamera, aber meine X100s würde ich nicht dagegen tauschen. Höhstens meine X-E1. Aber ich denke, es lohnt sich bis zur Photokina zu warten. Wer weiß, wann die X-Pro2 raus kommt, und was die so kann. An der X-T1 gefallen mir der schwenkbare Bildschirm, der große Sucher, die vielen Einstellmöglichkeiten direkt am Gehäuse und Tethering.

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