Konzert von Nils Frahm

Letzten Montagabend waren wir bei schönstem Wetter im Kölner Stadtgarten bei einem Konzert von Nils Frahm.
Ich habe ja bereits hier und hier über ihn berichtet.

Wir waren etwas früh dran, also fragte ich die Dame an der Garderobe, wann denn Einlass sei. Wir hatten noch ca. 30 Minuten Zeit, also holten wir uns ein Kölsch und setzen uns in den Park.
Kurz bevor sich die Türen öffnen sollten, waren wir auch wieder da. Diesmal waren schon deutlich mehr Menschen da. Alle wollten möglichst vorne stehen, denn laut Karte waren nicht für alle Besucher Sitzplätze vorgesehen.
Als die Tür geöffnet wurde, stellte sich heraus, dass die Karte alleine nicht zum Einlass führte. Nein, man musste sich an der Garderobe einen Stempel holen.
Diese Regelung führte dazu, dass am Eingang ein Chaos entstand, denn die Menschen, die vorne standen, mussten sich durch die Menschentraube durchquetschen, um an die Stempel zu kommen. Die, die das System bereits kannten, drängten dagegen ins Innere. So lernte man sich doch näher kennen, als man eigentlich bei der Hitze wollte. Die Dame an der Garderobe war dann auch sehr überfordert, als plötzlich geschätzt 50 Leute auf sie zu stürmten, und einen Stempel verlangten.
Ein simpler Zettel an der Tür mit einem Hinweis hätte gereicht. Ich frage mich auch, warum sie mich nicht darauf hingewiesen hat, als ich nach der Einlasszeit fragte.

Na ja, irgendwann waren wir im Saal, und ergatterten auch einen der letzten Sitzplätze, sogar recht weit vorne.
Als alle Besucher da waren, sah man, dass geschätzt 30 % von ihnen das ganze Konzert über stehen mussten. Fand ich auch irgendwie blöd.

Als „Vorgruppe“ trat ein Martin (Nachnamen habe ich mir nicht gemerkt) mit hauptsächlich einer Akustik-Gitarre auf. Netter Sound, aber irgendwie kam mir sein Auftritt unausgereift vor. Immer wieder musste er sein Equipment nachjustieren, und es passte irgendwie nicht alles zusammen. Trotzdem sehr interessant, und wenn er dran bleibt, wird er bestimmt sehr interessant.

Als dann endlich Nils dran war, merkte man, das er viel Erfahrung hat. Da saß jeder Handgriff. Direkt das erste Lied hörte sich irgendwie elektronisch aber sphärisch an. Einfach abgefahren. Ich war direkt hin und weg.
Er spielte einige bekannte Lieder, aber auch einige (für mich) unbekannte. Aber selbst die, die man so kennt, wie z.B. Said and Done, interpretiert er jedes Mal neu. Er spielt ohne Noten, und lässt sich einfach von Laune und Atmosphäre treiben. So macht es wirklich Spaß, auch nachdem man andere seiner Konzerte besucht hat. Er hat auch wirklich Einsatz gebracht, denn in der Hitze des Saals (Lüftung war zwar vorhanden, aber offensichtlich nicht eingeschaltet), lief ihm die Brühe ins Gesicht.
Außerdem hat er so eine sympathische Art mit dem Publikum zu kommunizieren, dass man ihn einfach mögen muss.

Die Musik und die Atmosphäre versetzen einen in eine andere Welt, und man vergisst (fast) alles um sich herum. Leider gab es einige ignorante Besucher, denn ständig vielen irgendwo Flaschen oder Gläser um, die man auf dem Boden abgestellt hat. Ja, es war heiß, und man hat Durst. Aber spätestens nach dem zweiten Trottel, der sein Zeug umwirft und die Atmosphäre kaputt macht, halte ich mein Zeug einfach fest.
Es kam aber noch schlimmer. Ein Mädel hatte vergessen ihr Handy auszuschalten, und prompt geht es mitten drin los.

Dennoch, alles in allem hat mir das Konzert sehr gut gefallen. Ich kann jedem nur empfehlen, wenn Nils in eurer Nähe ein Konzert bietet, geht hin. Es lohnt sich!

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