A State of Trance 550 in Den Bosch

Dieses Jahr ist es genau 10 Jahre her, dass ich zu einem Groß-Event in Holland gefahren bin. Damals war es die legendäre Innercity in Amsterdam, die es jetzt leider nicht mehr gibt.
In dieser Zeit habe ich verschiedene Events, nicht nur im Bereich Trance besucht. Manch davon ziemlich regelmäßig. Daher erlaube ich mir ein Resümee und einen Trend fest zu stellen.

Das hört sich jetzt wieder nach dem üblichen „Früher war alles besser“ an, aber so ist es leider nun mal. Man bezahlt für eine normale Eintrittskarte ca. 50 €. Was ich für eine Party von der Größe einer ASOT 550 schon recht viel finde. Früher hat z.B. die Trance Energy unter 40 € gekostet, und die ist von der Größe und Ausstattung vergleichbar. Hinzu kommen Parkgebühren von 10 € pro Fahrzeug und 7,50 € für ein Schließfach.

Dafür erwarte ich dann auch etwas ganz Besonderes. Leider muss ich feststellen, dass der Trend eher zu teurer, dafür weniger Leistung geht. Dabei habe ich vor allem Deko und Licht im Sinn. Die Laser und die LED-Wände sind schon ganz nett, aber da hört’s schon auf. Und selbst die locken keinen hinterm Ofen hervor. So etwas, oder ähnliches gab es schon vor 10 Jahren. Doch vor 10 Jahren hat man sich noch wesentlich mehr Mühe gegeben. Stimmungsvolle Deko, viel Licht an den Traversen, Traversen waren senkbar. Man hatte das Gefühl gleich von einem UFO entführt zu werden. Jetzt konzentriert sich das wenige Licht hauptsächlich auf die Bühne.
Vom Licht bin ich wirklich enttäuscht. Das geht wesentlich besser.

Weiterhin ist mir negativ aufgefallen, dass kaum durchsucht wurde am Eingang. Frauen wurden gar nicht durchsucht. Die Durchsuchung erfolgte nur oberflächlich und sollte wohl Waffen aufdecken. Aber meine Kamera durfte ich nicht mit reinnehmen (was ich trotzdem gemacht habe). Das Ergebnis war, dass es ziemlich viele Verstrahlte gab. Und dabei meine ich nicht die, die einfach nur etwas Spaß haben. Gegen die habe ich nichts. Manche haben sich so richtig weggeschossen. Habe da Leute auf dem Boden liegen sehen, die grunzend mit den Armen auf den Boden geschlagen haben.
Früher war das schon mal ganz schlimm, dann wurde besser kontrolliert, und es hatte sich gebessert. Nun ist es wieder besser.

Positives gab es aber auch. Ich war positiv über die Musik überrascht. Die Anfangssets waren mir zu lahm, so dass ich erst nicht in Stimmung kam. Später wurde es aber immer besser. Gareth Emery spielte einige interessante MashUps. Dennis Sheperd spielte mir zu elektrolastig, aber wenigstens hat er etwas gedrückt. Besonders gut haben mir Ferry Corsten und Cosmic Gate gefallen. Die haben etwas Gas gegeben. Das gab super Stimmung. Armin van Buuren haben wir Anfangs auf Green mitbekommen, hat aber keinen Spaß gemacht. War einfach zu voll, und hinten war der Sound erbärmlich. Aly&Fila war ganz nett, aber nicht mehr so gut, wie Ferry oder Cosmic Gate.

Überraschend fand ich auch die Pink-Stage, auf der ausschließlich weibliche Künstler aufgetreten sind. Dort gab es viele Live Acts, also Frauen, die Live zu der Musik gesungen haben. Und zur später Stunde haben die mal richtig die Kuh fliegen lassen, und wesentlich schneller und härter als ihre männlichen Kollegen auf den anderen Stages gespielt.

Zum Abschluss noch ein paar Videos und Bilder:

ASOT 550 Flickr Album

Meine Filmchen

Offizielles Aftermovie:

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