Ambientfestival „Zivilisation der Liebe“

Nachdem ich ja schon hier berichtet habe, dass ich auf neue tolle Musik gestoßen bin, habe ich recherchiert, wann es denn so ein Konzert bei mir in der Nähe ist. Und siehe da, gestern (eigentlich das ganze Wochenende) gab es das Ambientfestival in Köln, bei dem unter anderem Nils Frahm und Peter Broderick aufgetreten sind.

Wir waren gestern dort, als die beiden oben genannten Künstler zusammen aufgetreten sind. Stattgefunden hat das in der romanischen Kirche St. Aposteln aus dem 11. Jahrhundert, die direkt am Neumarkt steht.
Vor der Kirche stand schon eine lange Schlange, als wir ankamen, so dass wir befürchten mussten, dass wir gar nicht mehr reinkommen. Aber wir hatten doch noch Glück. Da aber alle Sitzplätze schon besetzt waren, setzten wir uns kurzerhand auf unsere Jacken in den Gang, wie es viele andere Besucher auch taten.

Den ersten Teil füllte Nils Frahm fast allein. Er fing mit dem Anfang von „Said & Done“ an. Es war aber nicht einfach ein runterspulen seiner Lieder, wie das bei Konzerten oft der Fall ist, sondern es waren oft so etwas wie „Extended Versions“ seiner Lieder, die auch meist ineinander übergingen. Er hat es also arrangiert, wie ein DJ.

Der zweite Teil war Peter Brodericks Teil, bei dem er aber oft von Nils Frahm unterstützt wurde. Peter ist ein Multitalent. Er schafft es in nur einem Lied Geige, Gitarre und singende Säge zu spielen, und dabei sogar zu singen. Und wie er singen kann. Das geht unter die Haut. Und Klavier spielen kann er auch noch grandios.

Die Kirche allein ist schon ein toller Anblick. Sie bietet außerdem noch eine unglaubliche Akustik und Atmosphäre. Dazu wurden ein paar große (wirklich große) Beamer aufgestellt, die Animationen auf die Wände projizierten. Die Animationen bestanden aber aus undefinierbaren Sachen. Sah aus, wie irgendwelche Wolken, oder sich vermischende Flüssigkeiten. Dazu die Schatten, die von Kronleuchtern, Skulpturen, Gittern und allem anderen, was so in einer Kirche ist, geworfen wurden. Denn außer einigen wenigen diffusen Lampen und den Beamern war die Kirche dunkel. Es kam nur ein wenig durch die Kirchenfenster herein. Das war einfach unbeschreiblich mystisch.

Ich mag es, wenn ein Konzert oder eine Party ein Ganzheitliches Erlebnis ist, also Deko, Location und Beleuchtung auf die Musik abgestimmt sind. Und hier war das grandios gelöst worden.
Durch diese Animationen und Schatten sah es aus, als würden Schlieren, Geister und Schämen vom Altar aus an den Wänden auf einen zugleiten. Dazu die Musik, einfach irre.
Ich saß mit einem dicken Grinsen da, denn nach der Pause konnten wir sogar Sitzplätze ergattern. Meine Freundin hat sogar ein paar Tränen vergossen, so schön war das.

Wir haben ein paar Videos mit dem Handy gemacht. Sind leider etwas zu dunkel, aber wenn man genau hinschaut, kann man es erahnen. In Wahrheit war es nicht ganz so dunkel.

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Ein Gedanke zu “Ambientfestival „Zivilisation der Liebe“

  1. Pingback: Konzert von Nils Frahm « Der scharfe Blog

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