Internet, Quo vadis?

Als ich das erste Mal mit dem Internet in Berührung kam, gab es noch kein Google, Youtube, Facebook und wie sie alle heißen. Damals waren die vorherrschenden Suchmaschinen Lycos und Yahoo. Viele Alternativen gab es eh nicht. Für Videos oder gar ganze Filme war damals die normale Bandbreite einfach zu klein.
Ich habe mir seinerzeit auf der CeBit ein hochmodernes 28 KBit Modem gekauft. Für den Anfang ganz nett, aber auf Dauer zu langsam und es blockierte permanent die Telefonleitung. Also habe ich auf ISDN (64 KBit (gebündelt 128 KBit)) umgesattelt. Das war schon viel besser, aber leider auch teuer, da es damals noch keine Flat-Rates gab. Man zahlte pro Zeiteinheit.

Ich war sehr froh, als es dann endlich bei uns DSL gab. Damals noch 768 KBit. Damit lies sich schon etwas anfangen.

Seit den Anfängen nutze ich das Internet sehr intensiv um mich zu informieren, um mich mitzuteilen, um zu kommunizieren, um zu shoppen usw.
Wenn ich an die Anfänge zurückdenke, muss ich sagen, dass sich viel getan hat. Das Internet ist innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten und wichtigsten Medien herangewachsen. Die Vorteile liegen ja auch klar auf der Hand. Im Gegensatz zu Radio und TV ist es interaktiv, im Gegensatz zum Telefon kann man asynchron kommunizieren. Man hat Zugriff auf Informationen und Menschen auf der ganzen Welt.
Eigentlich kann man es mit keinem anderen Medium wirklich vergleichen, denn dazu ist es zu vielseitig. Und täglich kommen neue Möglichkeiten hinzu.
Natürlich gibt es auch Nachteile. Das ist halt immer so.

Web 2.0 liegt ja nun schon etwas länger zurück, wobei das auch so ein schwammiges Schlagwort ist, wo eigentlich keiner genau weiß, was es heißt.
Derzeit erleben wir einige interessante Entwicklungen, die das Internet nachhaltig prägen und ändern werden.
Zum einen werden die Bandbreiten immer größer. Das ist zwar keine neue sondern eine fortwährende Entwicklung, aber es eröffnen sich immer neue Möglichkeiten mit größeren Bandbreiten. Früher wären Video-Portale, wie Youtube undenkbar. Heute sind sie alltäglich.
Die nächste Stufe ist der schon begonnene Ausbau der Glasfasernetze bis in die Häuser rein, so dass man Bandbreiten von 100 MBit und mehr erreichen kann.
Auch gerade stark im kommen ist das Cloud Computing. Man geht immer mehr davon weg sich unzählige Programme auf seinen Rechner zu installieren. Es gibt mittlerweile viele Dienste, die diese Programme ersetzen. So gibt es heute Dienste für eMail-Clients, Office-Pakete, Backup-Möglichkeiten, Online-Speicher ja sogar Bildbearbeitungsprogramme, usw.
Mobiles Internet gibt es schon lange. Aber bisher war es nicht attraktiv, da es nur diese WAP-Zugänge gab, die nicht wirklich viel konnten, dafür aber sehr viel kosteten.
Durch das Aufkommen von besseren UMTS– (oder ähnlichen) Netzen, bezahlbaren Flat-Rates und Smart-Phones (und mittlerweile auch Tablet-PCs) hat man nun das Internet immer bei sich und griffbereit. Diese mobilen Geräte stehen noch relativ am Anfang, zeigen aber jetzt schon ihr großes Potential. „Augmented Reality“ ist das Zauberwort. So kann man sich auf das von der Kamera des Gerätes erzeugte Bild auf dem Display z.B. Informationen aus Wikipedia und anderen Diensten einblenden lassen. Das ist derzeit meist noch nur eine Spielerei, bietet aber viele Möglichkeiten. Man denke nur an visuell unterstütze Handbücher. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.
Diese kleinen Geräte sind für viele die Schaltzentrale ihres Lebens geworden. Terminplaner, ToDo-Liste, Foto-Album, eMail-Client, Einkaufsführer, Spielzeug, …

Ich bin gespannt, wohin und wie es weiter geht.

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