Urlaub auf Malta II

Urlaub auf Malta I

Ich komme leider etwas spät zum zweiten Teil meines Berichts über Malta. Aber so ist das halt, man ist immer unterwegs.
Nun gut, los geht’s.

Unser erstes Frühstück war ernüchternd. Weißbrot, etwas Wurst- und Käseaufschnitt, süße Brotaufstriche und etwas Müsli.
Hört sich zwar so weit alles gut an, aber es sah nicht so toll aus. Aber es war essbar, und besser, als das Frühstück in Paris.

An diesem Vormittag entschieden wir uns schwimmen zu gehen. Es war wirklich sehr schön.
Die leichte Brise vom Meer machte die Hitze erträglich. Das Meer war ruhig und das Wasser war angenehm warm und klar, so dass man sogar beim Schwimmen die Fische zwischen seinen Beinen sehen konnte.

Da wir uns Malta auch ein wenig ansehen wollten, sind wir am Nachmittag mit der Fähre nach Valletta gefahren. Valletta ist die Hauptstadt von Malta und besitzt einen interessanten und historischen Ortskern, der zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.
Alte Häuser, enge Gassen, viele Treppen. So ist, kurz gesagt, Valletta. Leider ist auch Valletta teilweise recht verfallen. Einerseits hat das einen gewissen Charme, andererseits ist es schade, dass dieses Erbe nicht so gepflegt wird, wie es sollte.

Stairs in Valletta Streets of Valletta Church in Valetta Streets of Valletta Van Gogh Sculpture

Am 8 September gibt es jedes Jahr eine Regatta im Grand Harbour. Diese Regatta hat schon eine recht lange Tradition. Damit werden mehrere historische Ereignisse gefeiert. Einheimische Teams treten in traditionellen Ruderboten gegeneinander an.
Leider wussten wir nicht, dass dieser Tag ein Nationalfeiertag ist, und deswegen fast alle Geschäfte und auch die Fähren nur am Vormittag geöffnet haben. So war Valletta recht leer und verschlafen. Einerseits fand ich das gut, weil man so mehr Ruhe hatte sich alles anzusehen. Andererseits gab es dort viele interessante kleine Läden.
Die Regatta haben wir uns kurz aus der Ferne angeschaut. Da wir aber keine Maltesen sind, hatte das für uns nicht die gleiche Bedeutung, wie für die Einheimischen.
Dafür stand ein großes Kreuzfahrtschiff im Hafen, welches sehr beeindruckend war, und das Bild sehr spannend machte.

8th September Regatta in Grand Harbour Grand Harbour Grand Harbour

Als wir wieder zurück wollten, fuhr natürlich keine Fähre mehr. Das haben einige Einheimische mit ihren kleinen Booten ausgenutzt. Sie fuhren naive Turis, wie uns wieder zurück. Auf dem Hinweg haben wir nicht mal 1 € pro Person bezahlt. Auf dem Rückweg 5 €.

Propeller Fisherman and his cat

Am Abend sind wir dann zur Abwechslung in die andere (nördliche) Richtung die Promenade entlang gegangen und sind so in der St. Juliens Bucht gelandet. Das ist auch ein Turi-Ort, allerdings sehr schön. Dort haben wir auch ein Restaurant direkt am Meer gefunden, welches sehr gut war. Es war das Fresco’s, ein italienisches Restaurant, mit einem sizilianischen Koch. Die Preise waren ungefähr wie in Deutschland, aber die Pizzen dort waren wirklich sehr gut.
Wenn ihr mal da seid, probiert die Pilze (keine Champignons) in Kreuterbutter als Vorspeise, und eine Parma Pizza oder eine Pizza Calzone. Wirklich sehr lecker.
Außerdem ist der Service freundlich und schnell und die Aussicht von der Trasse ist malerisch und romantisch.

Da wir nach dem leckeren maltesichen Wein nun Lust auf Cocktails bekamen, haben wir uns eine Cocktail-Bar gesucht. Sie war nichts besonderes, aber jede Bar, die Cocktails im Pitcher serviert, ist mir sympathisch.

Auf dem Weg zur bar haben wir direkt am Ufer einen kleinen Park gefunden, in dem Katzen gefüttert wurden. Sie hatten sogar kleine Häuschen mit Kissen zum Schlafen.
Ich finde das eine gute Idee. So laufen die „wilden“ Katzen nicht durch die Stadt, und die Urlauber, die ihre Katzen zu Hause gelassen haben, und sie nun vermissen, können sich so an ihnen erfreuen. Die Katzen waren auch recht zutraulich. Eine sprang sogar auf meinen Schoß und lies sich genüsslich beschmusen. Wir tauften sie auf den Namen „Malta“.
In diesem Park gab es sogar einen kostenlosen WLAN-HotSpot, so dass dort viele Menschen mit Laptops saßen. Malta ist, was das anbelangt, sogar sehr fortschrittlich. Solche Hotspots findet man, zumindest in den Urlaubsorten, an vielen Stellen. Vorbildlich.

Ach ja, an diesem Tag haben wir auch unser erstes Kinnie probiert. Kinnie ist eine berühmte maltesische Kräuterlimonade. Für uns ist sie ein wenig gewöhnungsbedürftig, da sie zunächst süß und dann etwas bitter schmeckt. Bei dem heißen Wetter ist das aber sehr erfrischend. Ich kann das nur weiter empfehlen.

Dies ist das Ende des zweiten Teils. Ich hoffe, dass die nächsten teile etwas flotter folgen werden.

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