Urlaub auf Malta I

Wie angekündigt melde ich mich zurück aus dem Urlaub auf Malta und möchte nun darüber berichten.
Es waren zwar nur 4 Tage, aber wir haben viel erlebt. Es gibt viel zu berichten, so dass ich meinen Bericht auf mehrere Artikel aufteilen werde.

Am Dienstag haben wir mehrmals, wie sollte es auch anders sein, auf dem Weg zum Flughafen in Düsseldorf im Stau gestanden. Glücklicherweise sind wir dennoch rechtzeitig angekommen.
Zum Flug (mit Air Malta) gibt es nicht viel besonderes zu berichten. Als wir schon im Flugzeug saßen, mussten wir fast noch eine Stunde warten, bis das Flugzeug gestartet ist. Warum? Weiß ich auch nicht.
Essen war, na ja, Flugzeug-Essen eben.
Die Landung war recht holprig, aber wir sind sicher angekommen.

Am Flughafen sollten wir abgeholt werden. Jemand mit einem bestimmten Schild sollte auf uns warten. Wie sollte es anders sein, es war niemand da mit einem solchen Schild. Dafür viele mit anderen Schildern. So mussten wir uns erst durchfragen, bis wir den Fahrer gefunden haben. Er hatte zwar ein Schild, da stand allerdings etwas anderes drauf, als von der Reisegesellschaft angegeben.

Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel haben wir den ersten Eindruck von Malta erhalten. Im Gegensatz zu Düsseldorf, wo wir bei 12 Grad und Regen gestartet sind, gab es auf Malta strahlenden Sonnenschein und 31 Grad.
Der nächste Schock war der recht wilde Linksverkehr. Wir wussten zwar, dass auf Malta Linksverkehr herrscht, trotzdem war es sehr gewöhnungsbedürftig.
Malta gehört zu einem Archipel, welches ca. 90 km südlich von Sizilien und ca. 300 km nördlich von Afrika liegt. Besiedelt ist es seit der Jungsteinzeit, wovon die berühmten Tempelanlagen zeugen. Durch seine zentrale Lage im Mittelmeer kamen Menschen aus allen Teilen der Mittelmehrregion und brachten ihre Kultur und Sprache mit. So ist es nicht verwunderlich, dass Malta ein Konzentrat der Mittelmeerregion ist. Man findet arabische, englische, italienische, französische, usw. Einflüsse.
Die Sprache basiert wohl auf einem arabischem Dialekt, ist aber durchmischt von Italienisch und Französisch. Malta war für längere Zeit freiwillig ein Teil des englischen Empires. Daher ist Englisch zweite Amtssprache. Fast alle Malteser können daher Englisch, was die Kommunikation ungemein erleichtert.
Die arabischen Einflüsse merkt man ganz stark in der Architektur. Die Hotels sind schon eher nach westlichem Muster gebaut worden. Aber die alten Häuser, vor allem in den ländlichen Gegenden sehen aus, wie man sich das aus dem nahen Osten vorstellt. Dazu später mehr.

Landschaftlich ist Malta für unsere Augen schon sehr gewöhnungsbedürftig. Durch sein subtropisches Klima und die Wasserknappheit ist die Vegetation sehr spärlich. Größere Bäume oder Gras findet man kaum. Dafür Palmen, dünne Sträucher und Kakteen (z.B. Kaktusfeigen). Auch Tiere wie z.B. Vögel sind kaum zu finden.

Malta, zumindest an der Ostküste, ist recht felsig und steinig. Es gibt keine Standstrände, wie man sie von anderen Urlaubszielen kennt. Das ist aber nicht weiter schlimm. Dadurch wird kein Sand vom Meer aufgewirbelt, und das Wasser ist so klar, dass man mehrere Meter tief den Grund sehen kann. Selbst beim Schwimmen sieht man die Fische zwischen seinen Beiden schwimmen.
In die Felsen wurden Terrassen, Treppen und Zugänge geschlagen, so dass man sich trotzdem hinlegen kann, und guten Zugang zum Wasser hat.

Rocks an people swiming Stairs to the clear water View from the top of the hotel Beach (Sliema) Simone in Sliema

Wir haben ein 3-Sterne-Hotel gebucht (New Tower Palace Hotel (Sliema)). Es liegt direkt an der Promenade und damit direkt am Meer (unser Zimmer hatte leider keinen Seeblick). Von den 3 Sternen sollte man sich nicht viel erhoffen. Es herrschen nicht die gleichen Standards, wie in Deutschland.
Aber es war sauber und die Menschen nett. Da wir schon ungefähr wussten, was uns erwartet, haben wir nur Übernachtungen mit Frühstück gebucht. Das Frühstück war nicht wirklich abwechslungsreich, aber man ist satt geworden.
Der einzige wirkliche Nachteil waren die recht dünnen Wände. Vermutlich waren die Zimmer ursprünglich größer, und wurden im Nachhinein getrennt. Diese Trennwände waren so dünn, dass man das Gefühl hatte, als würde der Nachbar von nebenan neben meinem Bett stehen und quatschen.

Hotel: New Tower Palace Hotel (Sliema) View from our balcony

Da das Flugzeug Verspätung hatte, war von dem Tag nicht viel übrig. Wir beschlossen ein wenig die nähere Umgebung auszukundschaften, und sind einfach Mal durch Sliema gelaufen.
Es stellte sich heraus, dass das Hotel nicht nur direkt am Meer lag, sondern auch in der Nähe eines Einkaufszentrums und weiteren verschiedenen Geschäften.
Auf unserem Streifzug stellten wir auch fest, dass Malta gerade im Wandel ist. Zum einen gab es sehr viele alte und recht verfallene Häuser aber auch sehr viele neue Baustellen gab.

View from Sliema to Valletta II View from Sliema to Valletta I Fisherman and the building site

Abends sind wir dann in einem Restaurant eingekehrt, welches typisches maltesisches Essen anbot. Wie die Sprache, ist auch die Esskultur eine Mischung. Da Kaninchen die größten Wildtiere auf Malta sind, ist Kaninchen eine sehr typische lokale Speise. Das wollte ich ausprobieren, und orderte ein Menü aus Ziegenkäse, Kaninchen und Dessert.
Als Starter wurden Schnecken in einer Tomaten-Minze-Sauce serviert. Ich habe schon vorher Schnecken gegessen, aber noch nie mit Minze. Irgendwie war das nicht so mein Ding.
Das Kaninchen wurde in einer Wein-Sauce serviert, war allerdings etwas trocken. Nach dem Hauptgericht verschwand die bis dahin nette und deutsch stämmige Kellnerin für fast eine Stunde und lies uns auf dem Trockenen sitzen. Da uns irgendwann der Geduldsfaden gerissen ist, habe ich vorzeitig nach der Rechnung verlangt, und nicht den vollen Preis bezahlt. Schließlich hatte ich kein Dessert bekommen. Wir beschlossen uns am nächsten Tag ein anderes Lokal zu suchen.

Starter: Snails

Auf dem Weg ins Hotel haben wir noch bei einem der zahlreichen Kioske auf der Strandpromenade Bier in Dosen gekauft und es am Ufer vor unserem Hotel getrunken.
Auf dem Strand ist abends einiges Los. Dort treffen sich Urlauber und Einheimische zum Grillen, Trinken und Chillen.

Beach at night (Sliema)

Irgendwann wurde Simone müde und wir gingen ins Hotel. Ich blieb noch auf, trank noch mehr Bier auf dem Balkon und hörte dabei Trance und beobachtete das Treiben auf der Straße. Das war sehr…wie soll ich sagen…berauschend.

Balcony after the frist night

Alles in allem ein sehr aufregender und interessanter Tag. Wir waren gespannt auf den Nächsten.

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