Google Street View

Derzeit ist googles Dienst Google Street View in aller Munde.
Die Firma google schickt speziell ausgerüstete Autos durch alle Städte, die 360 Grad-Fotoaufnahmen von allen Straßen machen. Aus diesen Fotos werden 360-Grad-Ansichten erstellt, die jeder frei verfügbar im Internet nutzen kann.

Die Meinungen zu diesem Dienst gehen weit auseinander. Auch ich bin zwiegespalten.
Einerseits finde ich es interessant sich Orte anzuschauen, wo man noch nicht war, oder wo man hin möchte. Andererseits stellt sich die Frage nach dem Nutzen davon. Den geografischen Dienst, de ich von google am meisten nutze ist Google Maps. Ich nutze es, um mir Übersicht über Städte zu verschafen und um Routen zu berechnen.
Google Earth hingegen finde ich irgendwie weitestgehend nutzlos. Es ist ein nettes Spielzeug, das recht hoch gehypet wurde. Aber es langweilt mich schnell.

Street View an sich ist auch eine ganz gute Idee. So kann man sich berühmte Orte oder Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Aber mir erschließt sich nicht, wozu man solche Aufnahmen von Privat-Häusern braucht.
Nützlich wären solche Daten z.B. für Einbrecher. Die können gemütlich und unauffällig lohnende Ziele aussuchen, Fluchtwege erkunden, usw.
Damit will ich nicht sagen, dass google so etwas beabsichtigt, aber so etwas muss man einfach berücksichtigen.
In den USA gab es schon viele Fälle, bei denen Menschen bei peinlichen Situationen fotografiert wurden. Nackt beim sonnen, beim Seitensprung, beim Wildpinkeln, usw.
Man kann sich zwar tilgen lassen, aber das bedeutet auch, dass man den Datenvorrat nach sich selbst durchforsten muss, damit man überhaupt mitbekommt, dass man öffentlich ausgestellt wurde.

An sich habe ich nichts gegen StreetView, allerdings gegen das Vorgehen dabei.
Google fragt nicht nach, ob man sein Haus fotografieren lassen möchte, sondern fotografiert einfach. Statt dessen hat man die Möglichkeit Widerspruch einzulegen. Für diesen Widerspruch hat man allerdings nur 4 Wochen Zeit. Man kann später sein Haus immer noch löschen lassen, das dürfte vermutlich allerdings lange dauern, und die Daten werden sicher weiterhin bei google bleiben.
Schöner wäre gewesen, wenn google von sich aus nachgefragt hätte.

Frag sich, was google bei dieser Aktion noch so an Daten sammelt. Vor kurzem ist bekannt geworden, dass google beim Fotografieren auch WLAN-Netzwerk-Daten gesammelt hat. So hatte google plötzlich eine menge WLAN-Daten, die man auch geografisch zuordnen kann.

Googles Maxime lautet „Don’t be evil“ (eng. „Sei nicht böse“). Das ist auch so weit ganz lobenswert. Fragt sich nur, was mit den ganzen Daten passiert, wenn es google mal finanziell nicht so gut gehen sollte. Daten sind heutzutage nämlich wertvolle Ware, für die manche viel Geld bezahlen.

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