Konservierung von Chilis

Wie schon erwähnt, habe ich nun tatsächlich die reifen Chilis geerntet. War nicht viel, aber immerhin 35 g Lemon Drop und knapp 100 g Habanero Orange Devil.
Nun stellet sich für mich die Frage: Was mache ich damit?
Alle auf ein Mal essen ist zu viel und zu schade. Wenn ich sie aber einfach so liegen lasse, werden sie kaputt gehen. Also habe ich mich mal schlau gemacht, wie man Chilis konservieren kann.

Es gibt natürlich einige Methoden, aber da ich nur wenige Früchte habe, sind meine Möglichkeiten begrenzt. Sauce oder Paste scheidet aus, sind einfach zu wenige.
Entschieden habe ich mich für zwei Konservierungsarten: Trocknen und Einfrieren.

Eingefroren habe ich nur vier Früchte (zwei von jeder Sorte) im Ganzen. Angeblich sollen sich die Früchte so bis zu 10 Monate halten. Nachteil ist, dass sie nach dem Auftauen wohl ihre Knackigkeit verlieren. Das Wasser in den Zellen der Frucht dehnt sich aus und die Zellen platzen. So wird die Frucht wohl recht „wabbelig“. Zum Kochen reicht das aber allemal.

Den Rest habe ich getrocknet. Habe auch schon überlegt, ob ich mir so ein Dörrgerät kaufen soll (die gibt es schon so ab 40 €), aber bei der Menge lohnt sich das einfach noch nicht.
Da meine Chilis recht dickwandig sind, und das Wetter bei uns zu feucht ist, würden sie bei einer gewöhnlichen Lufttrocknung verschimmeln.
Ich habe die Chilis zunächst den Stiel weggeschnitten, längst halbiert und dann entkernt. Anschließend habe ich die Chilis auf ein Backblech getan und in den Backofen geschoben. Zuerst habe ich den Backofen auf Umluft und 60 Grad gestellt, aber das war vermutlich zu viel, da sich die Chilis an den Rändern dunkel färbten. Also habe ich den Herd auf 50 Grad runter gedreht. Die Backofen-Tür habe ich nicht komplett geschlossen, sondern einen Holzlöffel eingeklemmt, so dass die Feuchtigkeit entweichen konnte. Zwischendurch habe ich immer wieder die Tür für ein paar Sekunden komplett geöffnet, so dass es einen kompletten Luftaustausch gab.
Das Ganze dauerte ca. 9 Stunden (hab ich auf zwei Abende verteilt). Die Lemon Drops waren etwas früher fertig, aber die Habaneros sind dicker und brauchen länger.
Anschließend habe ich die getrockneten Früchte luftdicht verschlossen (das ist sehr wichtig).

Einige Sachen sind bei diesem Vorgang wichtig. Zunächst sollte man die Chilis nicht mit bloßen Händen bearbeiten, vor allem die Habaneros nicht. Wie man auf den Bildern sieht, habe ich Gummihandschuhe benutzt. Beim Schneiden und entkernen merkt man schon in den Augen und in der Lunge, was da so drin ist. Mit bloßen Händen würde das ganz schön brennen auf der Haut. Und mal eben mit Seife abwaschen funktioniert nicht. Ganz fies wird es, wenn man sich dann die Augen reibt, oder pinkeln geht ;-D
Zum trocknen selbst braucht man Wärme (keine Hitze!) und einen Luftzug. Dafür eignen sich Ofen mit Umluftfunktion sehr gut. Verbrauchen aber viel Strom. Man sollte die Chilis aber auch nicht für 10 Stunden in den Ofen packen und dann unbeaufsichtigt lassen. Sonst kann es passieren, dass sie verbrennen.
In der Zeit, in der man die Chilis trocknet (vor allem am Anfang), sollte man sich nicht unbedingt länger im Raum aufhalten. Ich habe nur eine kleine Küche, und das war so, als hätte jemand Tränengas eingesetzt. Die Augen tränten und man musste husten und niesen. Je trockener die Früchte aber werden, desto besser wird das.

Am Ende bleibt dann nicht mehr viel übrig von den Früchten. Da sieht man mal, wie viel Wasser in so einer Pflanze gespeichert ist.

Nun warte ich, bis die anderen Früchte auch reif werden.

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2 Gedanken zu “Konservierung von Chilis

  1. Danke.
    Meine aktuelle Ernte habe ich einfach auf ein Küchenpapierstück gelegt, welches ich auf einen Heizkörper im Wohnzimmer gelegt habe.
    So werden die Chilis im ganzen Trocken. Dauert nur ein wenig, aber sie schimmeln oder faulen nicht.

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