Einfaches Rezept für Enchiladas

Einige meiner Chilis sind ja schon recht groß und fertig zum Verzehr. Daher wollte ich erst mal eine davon probieren und habe mich deshalb entschieden etwas damit zu kochen. Da lagen Enchiladas nahe, weil sie gut schmecken und relativ einfach zu machen sind.
Für jeden, der Heinz Hot Tomaten-Ketchup scharf findet, oder beim Chinesen Pipi in den Augen hat, der braucht gar nicht weiter zu lesen. Das ist ein Gericht für richtige Männer 😀

Ich hab hier mal aufgestellt, was man so dafür braucht. Nur das Olivenöl ist nicht drauf, was man zum Braten braucht. Die Tortillas und die Sauce kann man natürlich auch selbst machen, aber ich hatte noch etwas übrig von einer der Lidl-/Aldi-Aktionen übrig.

Zunächst bereite ich die Zutaten vor. Dafür mache ich die Dosen mit dem Mais und den Bohnen auf und lasse sie abtropfen.

Nun habe ich meine Chili (ich denke, es ist eine Jalapeño) geschnitten und probiert. Leider war ich etwas enttäuscht, sie war gar nicht scharf. Hatte eher den Geschmack von grünem Paprika.

Da das Gericht ja schon scharf werden sollte, habe ich noch eine meiner chinesischen getrockneten Chilis genommen.

Wie man auf dem nächsten Bild sehen kann, habe ich alle zutaten passend klein geschnitten.

Nun erhitze ich in einer Pfanne (am besten mit hohen Rändern) etwas Olivenöl. Zunächst kommen die Zwiebeln, Karotten und der rote Chili rein und werden angebraten, bis sie glasig sind. Die Karotten kommen so früh rein, weil sie relativ hart sind, und etwas weicher werden sollen.
Mit dem Chili ist das so eine Sache. Man kann es auch später rein tun, dann verliert es aber an Schärfe. Tut man das Chili direkt am Anfang in das heiße Öl, haben die Chili-Samen zeit auf zu gehen und ihre Schärfe an das Öl abzugeben. Und Öl ist ja bekanntlich Geschmacksträger.
Sind die Zwiebeln glasig, kann man das Fleisch hinzufügen.

Wenn das Fleisch etwas Farbe bekommen hat, kann man es mit etwas Salz und Pfeffer würzen und dann nach und nach die einzelnen geschnittenen Zutaten bis auf die Tomaten hinzufügen und langsam braten. Das Gemüse soll nicht zu trocken werden, sondern nur etwas weicher (aber immer noch bissfest) werden. Dafür kann man die Pfanne auch bedecken.

Während dessen nehme ich eine größere Back- oder Auflaufform und fette sie etwas an. Danach heize ich den Backofen schon mal vor (Umluft so 150 – 180 Grad).

Wenn das Gemüse dann die richtige Konsistenz hat, füge ich die Sauce hinzu und mische alles gut durch und lasse die Sauce kurz aufkochen.

Die Tomaten füge ich kurz vor Schuss hinzu. Sie sollen nur warm werden, sich aber nicht auflösen, damit sie ihre schöne fruchtige Note behalten.
Wenn die Füllung fertig ist, nehme ich die Tortillas und belege sie mit der Füllung. Auf die noch heiße Füllung streue ich etwas geriebenen Käse. Darauf tue ich dann etwas Crème fraîche oder Schmand. Da das ein Milchprodukt ist, mildert es die Schärfe. Das bedeutet also, dass man die Füllung vorher probieren kann, und damit die Schärfe etwas nachregulieren kann, falls nötig.
Ist die Füllung komplett, rollt man die Tortilla ein und fixiert sie mit z.B. einem Zahnstocher.

Nun legt man die Enchiladas vorsichtig in die vorbereitete Form, bestreicht sie noch etwas mit Crème fraîche, streut noch ein wenig Käse drüber und streut etwas Pfeffer drüber (ist eher für die Optik als für die Schärfe). Die Form tut man nun für ein paar Minuten in den vorgeheizten Ofen. Nur so lange, dass der Käse oben drauf schmilzt und die Tortillas warm werden.

Beim Servieren sollte man vorsichtig sein, da die Enchiladas wegen dem Käse zusammenkleben könnten. Sind sie aber ein mal auf dem Teller, kann man die Zahnstocher entfernen, denn der Käse oben drauf sollte sie geschlossen halten.

Das ist ein relativ einfaches Gericht, dass man mit etwas Übung in ca. 45 Minuten fertig kriegen kann. Natürlich kann man auch die Zutaten variieren, da sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.
Als Beilage kann ich etwas Reis und einen kleinen Beilagensalat empfehlen.
Sollte es dann doch etwas zu scharf geraten sein, einfach beim Verzehr noch etwas Crème fraîche bei essen.

Ich verzichte absichtlich auf genaue Mengenangaben. Ich koche selten mit Mengenangaben. Das sollte aus dem Gefühl raus kommen, man sollte keine Angst vor dem Experimentieren haben und seinen Weg finden.

Viel Spaß beim Nachkochen.

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2 Gedanken zu “Einfaches Rezept für Enchiladas

  1. Dein Chili Blog ist echt witzig und jetzt beim Ernten und Kochen macht es bestimmt viel Spaß! Da bekommt man echt Lust, das auch mal zu probieren. Schicke Grünpflanzen und leckere Gewürze, was will man mehr?

  2. Wow! Das sieht einfach nur verdammt lecker aus. Hoffentlich finde ich demnächst mal Zeit um das nachzukochen. Mach weiter so, dein Blog ist wirklich interessant zu lesen!

    gruß Malte

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