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Sinn und Unsinn eines zusätzlichen Handgriffes (HG-XE1) an der Fuji X-E1
Die etwas geringe Griffigkeit des Bodys der Fuji X-E1 habe ich ursprünglich ja bereits kritisiert. Da gibt es einige Abhilfen, und eine ist der HG-XE1 Handgriff.
Der Griff besteht aus einer Platte und dem Griff (beides ist eine Einheit). Die Montage ist denkbar einfach. Es wird einfach unter die Kamera ins Stativgewinde geschraubt. Dabei umgibt und vergrößert dieser Griff den ursprünglichen Griff der Kamera.
Vorteile:
- Die Kamera ist griffiger, vor allem wenn man größere Hände hat, mit Handschuhen fotografiert, oder größere Objektive dran hat.
- Das Stativgewinde ist nun mittig.
- Die Kamera wird (zumindest unten) besser geschützt.
Nachteile:
- Man muss den Griff abmachen, um an den Akku oder die Speicherkarte zu kommen.
- Es macht die Kamera etwas größer.
- Die Kamera hat, wenn sie auf einem Tisch liegt, etwas Schlagseite nach vorne.
Mein Fazit ist, dass ich kein Fazit habe. Einerseits ist das Ding schon recht praktisch. Andererseits macht das Ding die Kamera etwas „hässlicher“.
Ich werde es wohl nicht immer, sondern nur bei Bedarf einsetzen.
Hier die Kamera ohne Handgriff zum Vergleich:
Und hier die Kamera mit Handgriff:
Digitale Bildbearbeitung in der Fotografie? Pro/Contra
Die Diskussion ist so alt, wie die Fotografie selbst. Vermutlich mussten sich auch schon andere Künstler, wie Maler damit rumplagen.
Bei nachbearbeiteten oder „manipulierten“ Bildern rümpfen viele Fotografen die Nase. Das wäre keine Fotografie mehr. Das verfälsche die Wirklichkeit.
Viele glauben auch, dass Bildbearbeitung erst mit der digitalen Fotografie möglich wurde. Das stimmt allerdings überhaupt nicht. Fast alles, was man heute digital machen kann, konnte man früher auch analog machen, nur viel aufwändiger.
Zunächst mal sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Bild, egal ob gemalt oder fotografiert, nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Welt ist. Allein diese Tatsache bedeutet, dass ein Bild niemals die Wirklichkeit wiedergeben kann! Denn im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Fotograf einen großen Teil der Wirklichkeit bewusst auf seinem Bild nicht zeigt. Und je nach dem, was man zeigt, und was man weglässt, lässt eine ganz andere Bildaussage und Bildwirkung zu. Das wurde sehr viel in Propaganda-Bildern und Filmen genutzt.
Hinzu kommen Parameter, wie Perspektive, Brennweite des Objektivs, Bildwinkel, Tiefen(un)schärfe, beabsichtigte Über-/Unterbeleuchtung und natürlich beabsichtigt positioniertes Licht. Mit diesen Parametern kann man ein und dasselbe Motiv auf so vielfältige Weisen ablichten, dass man sehr viele total unterschiedliche Bilder mit unterschiedlichen Wirkungen bekommt.
Ein simples Beispiel ist die Wahl der Brennweite und der Perspektive. Mit einem Weitwinkelobjektiv und der Froschperspektive kann man Motive sehr groß erscheinen lassen. Aus der Vogelperspektive hingegen erscheinen sie eher klein.
Mit verschiedenen Kombinationen dieser Parameter lassen sich also ganz andere Bildaussagen generieren.
Das kann man gut an diesem Bild sehen. Je nach dem, welchen Teil man hier verdeckt, entsteht eine ganz andere Bildaussage, obwohl es das gleiche Bild ist, und anders geschnitten.
Und bis hierhin hat man das Bild noch nicht nachbearbeitet, und all das ging schon seit den Anfangszeiten der Fotografie. Früher konnte man Bilder noch durch die Wahl des Films beeinflussen. Es gab Schwarz/Weiß (die Wirklichkeit ist aber bunt) und später Farbe. Aber auch da gab es sehr viele Unterschiede. Jeder Film hatte seine besonderen Eigenschaften.
Kommen wir nun zu der eigentlichen (digitalen) Nachbearbeitung. Die meisten ambitionierten Fotografen machen den technischen Feinschliff am PC. Tonwertspreizung, Kontrast, Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Beschnitt, Sättigung. Das dürften so die gängigsten Korrekturen sein. Aber wo hört Fotografie auf? Wo kann man die Grenze ziehen? Bei sogenannten Composings, wo man aus Teilen verschiedener Bilder neue Bilder komponiert? Ich weiß nicht. Wenn man ein Bild aus Fotos zusammensetzt, hören diese Fotos auf Fotos zu sein, und werden irgendwas anderes? Also mehr als die Summe der einzelnen Teile? Ist vermutlich Ansichtssache. Mir persönlich ist das völlig egal.
Für mich persönlich wäre das Verzichten auf Bildbearbeitung eine Limitation meines kreativen Schaffens. Für mich muss ein Foto nicht möglichst wirklichkeitsgetreu sein. Es kann es sein, aber ein Bild kann auch zeigen, wie die Wirklichkeit sein könnte, also meine Fantasie. Für mich ist Fotografie kein rein technischer Vorgang, der mit dem Drücken des Auslösers beendet ist. Ich möchte meine Impressionen darstellen und die sind nun mal mehr, als die Wirklichkeit.
Oft ist es so, dass ich schon vor dem Drücken des Auslösers ein bestimmtes Bild vom Motiv im Kopf habe. Dieses Bild lässt sich aber mit rein fotografischen Mitteln nicht umsetzen. Und da ist Bildbearbeitung ein gutes Mittel um das auszudrücken und zu zeigen, was ich ausdrücken und zeigen möchte.
Wie langweilig wäre die Welt und die Kunst, wenn sich alle so limitieren würden.
Ich bin mal böse und stelle die provokante Behauptung auf, dass viele, die über die Bildbearbeitung motzen, es nur deswegen tun, weil sie es selbst nicht können, und es daher als Fuschen ansehen. Aber da stehe ich drüber. Das Ergebnis spricht für sich. Und den meisten Betrachtern ist es egal, wie ein Bild entstanden ist.
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Wie alles andere Positive, kann auch die Bildbearbeitung „missbraucht“ werden. Die Bildbearbeitung treibt in der Beauty-Fotografie mittlerweile Blüten, dass viele Menschen ein Schönheitsideal haben, welches niemand erfüllen kann. Andererseits möchte jeder auf seinem Portrait möglichst gut aussehen. Tja, hier ist es nicht so einfach ein Gleichgewicht zu finden.
Kameragurt aus Leder von Leicatime
Zu meinem Geburtstag habe ich für meine Fuji X-E1 einen wunderschönen Kameragurt von Meiner Freundin als Geschenk bekommen (Danke Schatz!).
Auf Bildern habe ich es bisher nur mit einer Leica gesehen, aber da meine Kamera einer Leica ähnlich sieht, habe ich mir wegen der Optik keine Sorgen gemacht. Etwas mehr Sorgen machte mir das Material. Der Gurt ist nämlich aus Leder, und Leder kann recht steif sein, was beim Tragen und Nutzen nicht so angenehm sein kann.
Nun habe ich den Gurt und kann nur sagen, dass das Leder sehr wertig und flexibel ist. Und ich vermute, dass es mit der Zeit noch weicher wird. Die Haptik ist einfach nur saugeil.
Der Gurt ist leider recht teuer, dafür bekommt man aber einen optisch wunderschönen Gurt, der aus echtem Leder besteht. Der Gurt wird von Luigi Crescenzi in Italien handgefertigt. Dabei handelt es sich um eine Privatperson. Man merkt das besonders am Internetauftritt und auch der Art und Weise, wie die Bestellung abläuft. Aber am Ende hat doch alles geklappt.
Obwohl der Gurt sehr hochwertig verarbeitet wurde, habe ich, zumindest momentan nur einen einzigen kleinen Kritikpunkt.
Das Anbringen des Gurtes war nicht ganz so einfach und erforderte einige Zeit und Fummelei. Auf der rechten Seite, wo auch der Auslöser ist, ist die „Leder-Schutzplate“ die die Kamera vor dem Ring des Gurts schützen soll, ist dem Finger beim Auslösen etwas im weg, wenn man die Kamera am Gurt um den Hals hängen hat. Aber ich vermute, dass sich das etwas gibt, wenn das Leder noch weicher wird.
Mein Fazit ist, dass der Gurt, wenn auch recht teuer, doch preiswert ist. Material, Verarbeitung und Optik sind top, und es ist handgefertigt.
Fuji X-E 1 und Nikon-Objektive
Vor einigen Tagen habe ich mir einen Adapter-Ring für meine Fuji gekauft, mit dem man Nikon-Objektive (Nikkor) an der Fuji betreiben kann. Dieser Adapter ermöglicht sogar das Betreiben von Objektiven ohne eigenen Blendenring.
Heute habe ich den Adapter mit einigen Objektiven getestet, und habe nun gemischte Gefühle.
Ich habe für mich persönlich festgestellt, dass vor allem Objektive mit eigenem Blendenring besser mit dem Adapter funktionieren. Für Objektive ohne eigenen Blendenring gibt es am Adapter einen separaten Ring, man weiß aber nie, welche Blende man gerade einstellt. Ist ja auch logisch, denn der Adapter soll ja mit möglichst allen Objektiven funktionieren, und jedes Objektiv stellt seine Blende etwas anders ein.
Zudem ist die mögliche Drehung des separaten Rings recht klein, so dass es sehr schwierig ist damit eine passende Blende einzustellen.
Außerdem ist es schwierig mit Objektiven zu fokussieren, die über einen Auto-Fokus verfügen. Der Auto-Fokus wird über den Adapter nicht gesteuert, so dass man manuell fokussieren muss. An sich ist das nicht schlimm, aber die Objektive mit Auto-Fokus sind nicht wirklich fürs manuelle Fokussieren ausgelegt, so dass es sehr fummelig ist damit exakt zu fokussieren.
Die Ausnahme, zumindest bei meinen Objektiven, ist das Tamron 90mm f/2.8 Macro. Es verfügt über einen eigenen Blendenring und lässt sich sehr leicht manuell fokussieren, wie es bei guten Makro-Objektiven Üblich ist.
Meine beiden manuellen Objektive (Nikkor 50mm AI MF f/1.4 und Nikkor 85mm AIS f/2) funktionieren ganz gut, aber wenn ich die Abbildungsleistung des Fujinon XF35 besser finde.
Nikkor 50mm f/1.4 on Fuji X-E 1:

Nikkor 85mm f/2 on Fuji X-E 1:

Tamron AF 90mm 2,8 Di Macro 1:1 SP on Fuji X-E 1:

Nikkor 70-200mm f/2.8 VR on Fuji X-E 1:

Und so sieht das Nikkor 70-200mm f/2.8 VR an der Fuji aus:
Fujifilm X-E 1 Teil 2
Habe mir ja vor einigen Wochen die Fuji X-E 1 gegönnt, und schon hier darüber berichtet. Nun habe ich sie schon einige Mal im Einsatz gehabt, und kann ein wenig mehr darüber berichten.
Bildqualität
Die Bildqualität der Fuji X-E 1 ist unglaublich gut, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um einen APS-C Sensor handelt. Das Photographie-Magazin bescheinigt ihr sogar deutlich bessere Werte als der Leica M9. Die Fuji löst laut Fotohits 3222 Linien auf und hat einen Dynamikumfang von etwas 11 Blendenstufen. So hat man bei Lichtern und Tiefen oft noch Details, bei denen bei anderen Kameras nur noch reines Weiß oder Schwarz zu sehen ist. Das in Kombination mit RAW lässt einen ungeahnten Bild erstellen.
Auch die Objektive bringen mindestens genau so gute Abbildungsleistungen, wie die sehr teuren Leica-Objektive.
Die Bilder kommen schon aus der Kamera sehr scharf raus, so dass man beim Nachschärfen vorsichtig sein muss. Oft ist es dann so, dass wenn ich Bilder zu Bilderdiensten wie z.B. Flickr oder 500px hochlade, die Thumbnails, die diese Dienste erstellen, oft überschärft sind.
ISO
Bekanntlich ist die Bildqualität der X-E 1 auch bei High-ISO erstaunlich gut. Ich werde keine ISO-Reihen hier posten, davon gibt es schon genug im Netz. Meistens habe ich Auto-ISO bis ISO 6400 eingestellt, da man sich kaum Gedanken darüber machen muss. Es gibt da aber ein kleines Problem mit, das ich so von der Nikon nicht gewohnt bin. Bei der Zeitautomatik und Auto-ISO kann man bei der Nikon einstellen, ab welcher Verschlusszeit ISO erhöht werden soll. Bei der Fuji geht das nicht. Hier wird vermutlich die alte Formel 1/Brennweite es Objektivs in mm genommen, denn bei 1/52 s wird ISO automatisch erhöht.
Weißabgleich
Habe zwar hier und da gelesen, dass der automatische Weißabgleich manchmal nicht stimmen soll, aber das kann ich nicht bestätigen. Selbst bei Kunst- und Mischlicht ist der Weißabgleich erstaunlich gut. Da ich in RAW fotografiere, korrigiere ich den Weißabglich am PC marginal, da ich meistens eher etwas wärmere Farbtemperaturen bevorzuge. An sich spart man aber hier Zeit.
Rahmenhilfe
Es ist ein Gitter, welches man sich beim Fotografieren einblenden lassen kann. Finde ich sehr praktisch, da es beim Bildaufbau sehr hilfreich ist. Man kann sogar zwei verschiedene Gitter auswählen. Von der Nikon bin ich es gewohnt, dass dieses Gitter beim Fokussieren kurz rot aufblinkt. Das ist sehr praktisch, da schwarze Linien bei dunklen Motiven oder wenig Licht nicht zu sehen sind.
Mehrfachbelichtung
Ist ein sehr nettes Feature. Ja, man kann das auch (und sicher auch genauer) am PC machen. Der Vorteil hierbei ist, dass man nach dem Schießen des ersten Bildes, dieses halbtransparent eingeblendet bekommt, so dass man eine Mischung aus erstem Bild und der Sicht durchs Objektiv bekommt. So kann man die beiden Bilder sehr gut aufeinander abstimmen. Allerdings kann man keine bereits geschossenen Bilder aus von der Karte wählen, so dass man Mehrfachbelichtungen leider nur aus zwei direkt nacheinander geschossenen Bildern erstellen kann.
Panorama
Bisher nur einmal ausprobiert, wird aber sicher noch öfter zum Einsatz kommen. Bei diesem Modus wählt man den Anfangspunkt, drückt ab, und muss die Kamera nur noch schwenken. Den Rest macht die Kamera selbst. Das Ergebnis war erstaunlich gut. Werde das bei Gelegenheit noch genauer testen und berichten.
Dummerweise werden Panoramabilder nur als JPG-Dateien erstellt. RAW wäre super.
Filmsimulationen
Damit kann man schon beim Schauen durch den Sucher oder aufs Display beim Fotografieren sehen, wie Bilder mit den Farben eines bestimmten Analog-Films aussehen könnten. Fotografiert man in JPG-Werden die Bilder genauso erstellt, wie man sie durch den Sucher sieht, also mit den simulierten Farben. Bei RAW passiert das natürlich nicht, aber das ist auch gut so. Aber auch bei RAW sieht man die simulierten Farben durch den Sucher. Früher sagten erfolgreiche Schwarz-Weiß-Fotografen, dass man lernen muss Schwarz-Weiß zu sehen, um gute Schwarz-Weiß-Bilder zu machen.
Das hat sich nun erledigt, da man so schon vor der Aufnahme prüfen kann, ob ein Bild gut in Schwarz-Weiß (oder irgendeiner anderen Filmsimulation) aussehen wird. Bei der Schwarz-Weiß-Simulation kann man sogar Farbfilter simulieren.
Da ich gerne in Schwarz-Weiß fotografiere ist das ein perfektes Feature für mich.
Benutzereinstellungen speichern
Ich nutze diese Funktion eigentlich nicht, da ich in RAW fotografiere, finde sie aber dennoch nützlich. Obwohl das Menü sehr einfach zu bedienen ist, kann man sich bestimmte Einstellungskombinationen als Einstellungssets abspeichern. So kann man für bestimmte Situationen (Portrait, Nacht, S/W) schnell auf passende Profile zugreifen.
AF-Hilfslicht
Ist ganz gut, dass die Kamera so etwas hat, allerdings finde ich die Position unglücklich gewählt, da man dieses sehr schnell unabsichtlich mit den Findern der rechten Hand verdecken kann. Auf der anderen Seite des Objektivs wäre das sicher besser.
Quick-Menü
Ich stelle meine Kameras für gewöhnlich einmal für mich optimal an, und verändere hinterher recht wenig. Das Quick-Menü ist eine Super-Sache für diese gelegentlichen Veränderungen.
Auto-Fokus
Ja, der Autofokus ist nicht der schnellste, oder bei wenig Licht der Sicherste. Aber es geht. Ich hoffe, Fuji reicht da noch Verbesserungen nach.
Beim manuellen Fokussieren kann man einen Ausschnitt mehrfach vergrößern lassen, was ungemein hilft. Leider gibt es kein Focus-Peaking, bei dem die Kanten, die gerade fokussiert sind, farblich hervorgehoben werden. Aber auch das könnte Fuji per Firmware-Update nachliefern.
Sonstiges
Die Kamera ist schön, leicht, relativ kompakt und hervorragend verarbeitet. Man möchte sie gar nicht mehr weglegen.
Ich habe mit jetzt noch einen Adapter-Ring für Nikon-Objektive bestellt. Bis auf den Auto-Fokus (den gibt es natürlich nicht dabei) funktionieren diese Objektive sehr gut an der Kamera. Dabei denke ich weniger an die Objektive der Digital-Kamera, da diese doch sehr groß sind, sondern an die manuellen Objektive (derzeit 50mm f/1.4 und 85mm f/2), die ich zu meiner Nikon FE2 habe. Die müssten sehr gut damit kombinierbar sein. Auch das werde ich dann berichten.
Sehr positiv finde ich auch, dass ich die Bilder beim Entwickeln (RAW–>JPG/TIFF) sehr wenig bearbeiten muss. Mist sind die Ergebnisse aus der Kamera schon sehr gut, so dass man nur noch Feinjustierungen (Lichter/Tiefen) machen muss.
Hier einige Bilder, die ich bereits damit gemacht habe (draufklicken zum Vergrößern):

Fujifilm X-E 1
Ich hab’s getan. Ich habe mir schon wieder eine Kamera gekauft ;-D
Ich habe ja schon längere Zeit über den Kauf einer neuen Kamera hin und her überlegt. Eigentlich sollte es die Nikon D600 werden, eine verhältnismäßig günstige Vollformatkamera. Diese ist jedoch teurer ausgefallen, als ursprünglich gedacht, und bietet eigentlich außer dem Vollformat-Sensor nichts mehr, als die Nikon D7000. Und das war’s mir eigentlich nicht wert. Zumal ich die meisten meiner Objektive hätte ersetzen können, weil diese nicht vollformatfähig sind. Und ich glaube nicht, dass der Vollformatsensor meine Bilder um so viel besser machen würde.
An sich mag ich DSLRs. Sie geben einem das Gefühl ein “richtiger Fotograf” zu sein. Zumal es bis vor kurzem keine Alternative gab, was Handling und vor allem Bildqualität angeht. Das hat sich nun geändert (zumindest meiner Ansicht nach).
Die spiegellosen Systemkameras (DSLMs) sind mittlerweile auf einem Level, bei dem es sich ernsthaft lohnt seine DSLR in Rente zu schicken. Da eine DSLR doch recht groß und schwer ist, nimmt man sie nicht so oft mit, wie man eigentlich möchte. Wie oft dachte ich: “Ach hättest Du jetzt deine Kamera dabei”. Auch im Urlaub macht es nicht gerade viel Spaß sich beladen wie ein Packesel durch die Botanik zu bewegen.
Also habe ich einige DSLMs ausprobiert (Fuji X-E 1, Olympus OM-D E-M5, Sony NEX 6, …) und für mich entschieden, das da was geht.
Nach langer Recherche habe ich mich schließlich für die Fuji X-E 1 entschieden.
Die Kamera reit sich in die X-Serie von Fuji ein, und ist daher in einem chicen Retro-Look designt. Sie ist schön leicht und relativ kompakt im Verhältnis zu einer DSLR.
Sie hat den 16 MP APS-C X-Trans-Sensor der X-Pro 1, des Fuji-Flaggschiff, geerbt, der wegen einer besonderen Pixelanordnung ohne Tiefpassfilter auskommt, und daher besonders scharfe Bilder liefert. Außerdem ist er besonders rauscharm, hat einen sehr großen Dynamikumfang und bietet bessere Bildqualität als so manche teure DSLR. Die Zeitschrift Photographieattestierteihr sogar eine deutlich bessere Bildqualität als der Leica M9, die immerhin fast das Sechsfache kostet.
Die Verarbeitung ist Spitze. Die obere und untere Abdeckung sind aus einer Magnesiumlegierung gefertigt. Die oberen Einstellräder haben die Beschriftungen eingefräst. Der Body macht einen stabilen und wertigen Eindruck.
Was für mich persönlich neben der Bildqualität entscheidend für den Kauf war, sind die Bedienelemente. Bei dem meisten DSLMs sind die eher spärlich am Body verteilt, da die Zielgruppe meist Knippser sind, die eh Automatiken nutzen. Natürlich kann man bei anderen DSLMs auch alles manuell einstellen, wenn man will, doch dafür muss man sich oft durchs Menü quälen.
Wenn man das Fotografeieren mit einer DSLR gewohnt ist, wird man mit der X-E 1 ohne ins Handbuch schauen zu müssen loslegen können. Man kann natürlich auch Automatiken nutzen, aber die Kamera ist eher auf Halbautomatiken oder die manuelle Nutzung ausgelegt. Daher würde ich diese Kamera auch Knippsern eher weniger empfehlen. Da ist eine Sony NEX 6 besser.
Auch die Menüführung ist gut durchdacht. Es gibt eigentlich nur zwei Menüebenen: Übersicht und dann die einzelnen Optionen. Über die Q-Taste kann man ein Quick-Menü mit den wichtigsten Optionen aufrufen. Die Fn-Taste kann man mehr oder weniger frei mit einer gewünschten Funktion belegen.
Ganz nett, aber sicher nicht nur in der Fuji enthalten, ist die elektronische Wasserwaage und andere Helferlein, wie Histogramm, Gitternetz, usw, die man natürlich auch ausblenden kann. Dadurch, dass die Kamera ja “nur” über einen elektronischen Sucher verfügt, sieht man noch vor der Aufnahme, wie sich die Belichtungskorrektur auswirkt.
Die Kamera verfügt auch über eine Panorama-Funktion, die ich aber bisher nicht testen konnte. Die Bilder, die ich aber dazu schon gesehen habe, sehen ganz gut aus.
Ein weiterer, für mich sehr wichtiger Kaufgrund, sind die Objektive. Derzeit gibt es nur vier (3 Festbrennweiten und ein Zoom), aber es gibt eine Road-Map, bei der 2013 weitere Objektive folgen. Dieses sind Top-Objektive, und Ken Rockwell meint sogar, dass diese mindestens so gut sind, wie die Leica-Objekive. Und das bei einem Bruchteil des Preises der Leica-Objektive. Ich mag eh Festbrennweiten, vor allem wenn sie so gut verarbeitet und lichtstark sind. Selbst, wenn ich die Kamera irgendwann mit einem Nachfolger ersetzen sollte, die Top-Objektive bleiben.
Zeiss hat für das X-Bajonett (und für das NEX-System von Sony) auch drei Objektive mit Autofokus (!) angekündigt. Durch die Bajonett-Größe und das geringe Auflagemaß kann man mit entsprechenden Adapter-Ringen auch Fremdobjektive vieler anderer Hersteller nutzen, dann allerdings ohne Autofokus. Habe letztens selbst ein 35mm Leica-Objektiv ausprobiert, und es hat sehr gut funktioniert. Das manuelle Fokussieren funktioniert trotz elektronischen Sucher sehr gut, vor allem weil man den Ausschnitt, auf den man fokussiert, vergrößern kann.
Das manuelle Fokussieren der Fuji eigenen Objektive ist etwas gewöhnungsbedürftig. Man fokussiert zwar weiterhin über einen Fokus-Ring am Objektiv, das wird allerdings auf einen Motor übertragen, der dann die Optik bewegt. Ist aber bei vielen aktuellen DSLM-Objektiven so. Soll wohl für sanftere Fokussierung beim Filmen sorgen.
Ein weiteres Highlight der Objektive ist der Blendenring. Man verstellt die Blende über einen Ring am Objektiv, so wie es zu Analogzeiten üblich war. Da ich auch analog fotografiere musste ich mich kaum umstellen.
Im Gegensatz zur großen Schwester hat die X-E 1 auch einen kleinen eingebauten Blitz mit der Leitzahl 7 (ISO 200). Ist zwar nicht stark, aber durchaus nützlich, vor allem, weil er auch als Master dienen kann. Zugegeben, das Ding sieht recht wackelig aus. Natürlich gib es auch einen Blitzschuh für externe Blitzgeräte.
Wo Licht ist, ist auch Schatten.
Neben dem fehlenden Hybridsucher ist das Display ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zur X-Pro 1. Es löst nur halb so hoch auf, was aber dennoch ausreichend ist, wie ich finde. Bisher fehlte mir die Höhere Auflösung noch nicht. Sehr schade finde ich allerdings, dass man das Display nicht klappen kann. Ok, das passt nicht ganz zum Retro-Design, aber trotzdem, das geht auch besser.
Das Display verfügt auch nicht über eine Touch-Funktionalität. Ich persönlich finde zwar Bedienelemente am Body wichtiger (bei Touch-Displays wird darauf oft verzichtet, weil ja alles übers Display geht), aber das sollte nicht unerwähnt bleiben.
An der Sony NEX 6 hat mir das WLAN-Modul gut gefallen, mit dem man Bilder zum Computer übertragen, aber die Kamera auch (sogar vom Smartphone aus) fernsteuern kann. So braucht man keinen zusätzlichen Fernauslöser mehr.
Filmen kann man mit der Kamera auch, allerdings wohl bei weitem nicht so gut, wie mit der NEX 6. Ist mir aber auch ziemlich egal. Mit meiner DSLR kann man auch filmen, und ich habe bisher ein kurzes Filmchen gedreht. Ich will damit fotografieren. Würde ich filmen wollen, würde ich auch eine Filmkamera kaufen.
Wie schon erwähnt, es gibt bisher noch wenige eigene Objektive für die X-Serie, aber lieber wenige aber sehr Gute, als viele Schlechte und Durchschnittliche.
Außerdem finde ich das Gehäuse nicht so schön griffig, wie das der NEX 6. Es fehlt einfach der Griff. Denn kann man zwar dazu kaufen, aber das mag ich nicht. Dadurch, dass die Kamera aber leicht und kompakt ist, ist das noch u verschmerzen.
Nun kommt der größte Kritikpunkt, und ich hoffe Fuji bessert da noch nach. Wenn man die Kamera schnell schwenkt, hat man einen leichten Lag im Sucher. Das alleine wäre noch nicht schlimm. Aber leider ist der Autofokus wirklich langsam. Wenn man eine DSLR gewohnt ist, dann ist das schon heftig. Außerdem finde ich das verstellen des Autofokus-Punktes nicht sehr gelungen, man muss zuerst auf die Taste “AF” drücken, die bei mir von der Wange verdeckt wird, wenn ich durch den Sucher schaue. Und erst dann kann man per Steuerkreuz den Punkt verschieben. Bei meiner DSLR geht das genau so, man muss allerdings auf keine “AF” Taste drücken. Auch das Rad, mit dem man Einstellungen auswählen kann, ist im Aufnahmemodus nutzlos. Ok, beim manuellen Fokussieren kann man damit das Bild vergrößern. Ich wünschte mir, man kann das Rad individuell mit Funktionen belegen, wie z.B. der Auswahl der ISO Zahl.
Fazit
Hervorragende Hardware, verbesserungswürdige Software. Ich hoffe, Fuji legt da noch nach.
Wem würde ich die Kamera empfehlen? Jedem, der sich ein wenig mit Fotografie auseinandersetzen möchte und sehr gute Bildqualität erwartet. Wer allerdings einen Allrounder sucht, oder einfach nur knippsen möchte, ohne viel nachzudenken, oder gar filmen, der ist bei Sony oder Panasonic wohl besser aufgehoben.
Da ich weder laufende Kinder, Hunde oder Sportler fotografiere, ist der langsame Autofokus für mich persönlich verschmerzbar. Ich nehme mir lieber Zeit und baue das Bild auf. Da kommt es nicht darauf an, ob der Fokus in 0,1 oder 0,5 Sek. sitzt.
Guter unabhängiger Test
Vergleich zur Sony NEX 6
Blick durch den Sucher mit Videos
Videovergleich zur Sony NEX 6
Photokina 2012
Nun ist sie vorbei, die Photokina 2012. Die größte Foto-Messe der Welt. Ich war am Donnerstag und am Samstag da, und war danach jedes Mal gerädert.
Schon im Vorfeld wurde bekannt, dass die sonst in Halle 1 beheimatete Visual Gallery, eine Ausstellung vieler bekannter und weniger bekannter Künstler, zugunsten mehr Aussteller einfach gestrichen wurde. Zum Glück hat Leica die ganze Halle 1 gemietet und die Hälfte der Halle eine eigene Ausstellung organisiert. Natürlich war das nicht ganz uneigennützig. Aber im Gegensatz zu den anderen Herstellern waren das nicht reine technische Demos, sondern wirklich Bilder mit Inhalt und von Wert.
Es gab noch andere Ausstellungen, wie eine Ausstellung mit Bildern während und nach dem Tsunami in Japan. Doch diese Ausstellungen waren in irgendwelche Gänge und Ecken verbannt worden, so dass man schon genau suchen musste.
An der Aufteilung der Hallen hat sich zu den Vorjahren nichts geändert. Und obwohl ich schon zum dritten Mal da war, fällt es mir immer noch schwer mich dort zu orientieren.
Neben den Ausstellungen habe ich mir auch einige Kameras angeschaut, schadet ja nichts auf dem Laufenden zu bleiben. Die Dinger mal in der Hand zu halten und auszuprobieren ist mindestens so wichtig, wie ein Test in einer Zeitschrift.
Besonderes Interesse galt bei mir der X-Serie von Fuji, der neuen Nikon D600, der NEX-Serie von Sony und der Olympus OM-D.
Die Bedienung der X-Serie von Fuji ist schon gewöhnungsbedürftig. Sie sollen von der Bildqualität auch überragend sein. Allerdings sind mir diese Kameras für den Preis einfach zu langsam. Es ist nun eine neue Firmware für die X-Pro 1 da, die sie schneller machen soll, aber ich bin skeptisch.
Die D600 find ich haptisch sehr gut, da sie meiner D90 sehr ähnelt. Endlich mal eine Vollformat-Kamera, die nicht so groß, wie ein Vogelhäuschen ist. Bleibt abzuwarten, wie sie sich technisch schlägt. Habe schon in einigen Blogs Vergleiche mit der D700 und D7000 gelesen. Soll wohl keine Offenbarung sein, aber trotzdem ganz gut. Bei Lambertin gibt es sie inzwischen schon. Kostet dort derzeit 1997 €. Das ist deutlich über dem Preis von 1500 $, der bei den Gerüchten genannt wurde. Warten wir ab, wie schnell und weit der Preis noch fallen wird.
Die NEX-Kameras von Sony (hauptsächlich Nex-5, 6 und 7) sind ganz gut, aber eigentlich auch zu teuer.
Die Olympus OM-D war eine positive Überraschung. Sie ist deutlich kleiner, als die Werbeanzeigen vermuten lassen. Technisch ist sie aber wirklich gut. Vor allem sehr schnell.
Was gibt es noch zu berichten? Nun, das Übliche. Es war voll und laut. Aber alle zwei Jahre kann man sich das mal geben.
Fotografie mit dem Smartphone
In letzter Zeit habe ich relativ wenige Fotos mit meiner großen Kamera gemacht. Das hat einen Grund.
Ich habe derzeit richtig Spaß am Fotografieren mit meinem Smartphone.
Vor kurzem wurde die App Instagram für Android veröffentlicht, die es vorher nur für das iPhone gab. Es fehlt der Android-App zwar noch die Tilt/Shift-Funktion, aber ich bin sicher, die kommt auch noch.
Instagram ist eine App mit einer Community dahinter, d.h., man muss sich da registrieren. Man macht Bilder entweder mit der App oder wählt Bilder aus seiner Galerie. Diese Bilder können dann von anderen Benutzern angeschaut, kommentiert und bewertet werden. Instagram nimmt nur Bilder im quadratischen Format an. Man kann auf die Bilder einige Filter anwenden, so dass die Bilder retro aussehen.
Dann werden die Bilder hochgeladen und andere Benutzer von Instagram können sich diese dann anschauen. Außerdem kann man die Bilder direkt in Social-Networks wie Facbook oder Twitter anzeigen lassen.
Man kann sich die Bilder auch über diverse Web-Apps, wie gramfeed anschauen.
Allerdings gibt es auch ein paar Wermutstropfen. So sind die Filter sehr begrenzt. Man kann die Bilder vorher aber auch durch andere Bildbearbeitungs-Apps auf seinem Smartphone durchjagen.
Instagram bietet keine eigene Galerie im Browser. Dazu muss man Web-Apps nutzen (siehe oben).
Das Handy hat natürlich keine berauschende Bildqualität, aber das ist auch nicht wichtig. Hier geht es ums Motiv.
Am meisten stört mich aber, dass viele Benutzer ihre Bilder mit großen Kameras machen, und dann bei Instagram hochladen. Die sehen natürlich besser aus.
Alles in allem macht es aber riesigen Spaß. Man hat sein Handy ja fast immer dabei und macht so Bilder, die man mit seiner “Großen” nicht machen würde.Das Ganze hat etwas von Lomographie.
So, und hier kannst Du dir nun meine Werke anschauen.
EDIT:
Ich habe einige meiner HTC Desire Bilder auf Flickr hochgeladen:
Nebel
Eigentlich hatte ich vor am Sonntag Rad zu fahren, es sollte ja tolles Wetter geben.
Aber es gab bis in den Nachmittag hinein Nebel. Und das kommt bei uns hier sehr selten vor. Ich wollte die Gelegenheit nutzen, da ich schon lange mal im Nebel fotografieren wollte. Habe mich also mit Sack und Pack nach dem Brunch auf gemacht, und bin hier bei mir in der Gegend rumgefahren.
Es ist erstaunlich, wie ein wenig Wasser in der Luft alles verändern kann. Die Objekte, die ich fotografiert habe, habe ich schon zig mal gesehen. Aber noch nie so.
Und am Nachmittag kamm dann die Sonne raus. Die vertrieb zwar den Nebel, aber in der Übergangsphase gab das tolles Licht und interessante Schleier.
Bei der Bearbeitung der Bilder habe ich mich von Olafur Arnalds – …Og Lengra inspirieren lassen, den ich kürzlich für mich entdeckt habe. Zugegeben, das Lied ist ziemlich depri, und so sind auch die Bilder geworden. Aber mir gefällt’s.









“Photo for life” auf ARTE
Letzte Woche lief jeden Tag die Sendung Photo for life auf ARTE.
Es ging darum, dass Oliviero Toscani, ein weltbekannter Werbe-Fotograf unter 600 Bewerbern 6 ausgewählt hat. Diese 6 Bewerber wurden dann für 5 Tage nach Paris eingeladen, wo sie unter Toscanis Anleitung verschiedene Wettbewerbe ausgefochten haben.
Oliviero Toscani ist in diesem Falle so etwas, wie die Heidi Klum der Fotografie, denn die Sendung wirkte auf mich etwas, wie “Germanys Next Topmodel” für Fotografen.
An sich war das ja eine ganz nette Idee, aber sowohl die Wettbewerbe, wie auch Toscanis “Tipps” wiesen stark darauf hin, dass er aus der Werbung kommt. Gut, er ist ein unkonventioneller Fotograf, dennoch teile ich in zwei Punkten seine Meinung nicht, zumindest nicht komplett.
Nach seiner Meinung muss ein Bild so einfach sein, dass es sofort und ohne Erklärung verstanden wird. Das mag ja für Werbeplakate und Magazin-Cover stimmen, aber in vielen anderen Bereichen nicht.
Außerdem schimpft er immer mit den Bewerbern, wenn sie ihre Bilder auf der Kamera kontrollieren. Diesen Tipp finde ich auch nicht nachahmenswert. Warum sollte man diesen immensen Vorteil nicht nutzen? So kann man schon während des Shootings zumindest grobe Fehler direkt beheben. Ist das Shooting vorbei, wird das meist schwer bis unmöglich. Es gibt sogar viele berühmte Profi-Fotografen, die jedes Foto direkt nach dem Auslösen auf einem richtigen Monitor bewerten.
Toscani war mir da etwas zu dominant. Ich finde, das hat sich dann auch in den Bildern der Kandidaten niedergeschlagen, da die Bilder immer mehr in die Richtung von Toscanis Stil gingen.
Positiv finde ich, dass bei allen fünf Folgen es kein einziges Mal um Technik ging. Weder was Kamera oder Objektive anging, noch um Bildbearbeitung. Es wurden lediglich die Bilder besprochen, und das relativ ausführlich. Aber da sollte man noch weiter in die Tiefe gehen, meiner Meinung nach. Ich habe mir erhofft aus dieser Serie etwas mehr zu lernen. Ich habe zwar das eine oder andere gelernt, aber nicht so viel, wie ich es mir erhofft habe.
Ich wünsche mir von Arte weiterhin solche Sendungen, allerdings weniger in der Art von “Germanys Next Topmodel”, sondern mehr im Sinne von konstruktiver Bildkritik. Aber das dürfte ein Wunsch bleiben, denn so etwas ist nicht so beliebt.




















































